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IWF-Chefin Lagarde ließt den Griechen die Leviten und spricht aus, was Deutschland denkt. Doch einfache Rezepte greifen in der Euro-Krise zu kurz. Merkels Strategie ist zielführender.
Was wird nach dem Machtwechsel in Paris aus dem deutsch-französischen Verhältnis? Haben Hollande und Merkel überhaupt eine Chance? Eine große, findet Thomas Straubhaar.
Sonne und heftige Gewitter in heißen Sommern, ausgiebiger Niederschlag in milden Wintern - das hält der Klimawandel künftig für Deutschland bereit. Regional werden die Auswirkungen jedoch sehr unterschiedlich sein, bilanzierte der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag.
Es ist also ein Aussteigerroman geworden - und das mitten in der wilhelminischen Kolonialzeit. In seinem neuen Buch "Imperium" schickt Christian Kracht einen esoterischen Eiferer ans Ende der Welt. Von der Südsee aus will er ein vegetarisch-nudistisches Weltreich gründen. Dass der meisterlich erzählte Versuch scheitern muss, ist programmiert.
Die Weltbevölkerung wächst rasant: Nach neuesten UN-Prognosen werden bereits zur Jahrhundertwende über zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben - am dramatischten ist die Entwicklung auf dem ärmsten Kontinent.
Da wackeln die Kulissen: Mit der Historien-Serie "Unter den Linden" eifert Sat.1 der ARD-Telenovela "Braut wider Willen" nach. Über die Zeit der Jahrhundertwende, in der die Schokoladendynastie-Soap spielt, erfahren die Zuschauer kaum etwas.
In Köln bilden Kontakte und Vergleiche jenseits des Gerichtssaals die Grundlage für Reinhard Georg Birkenstocks Erfolg. In Mannheim wartet der Anwalt - auch heute wieder - mit anderen Methoden auf.
Im August ans Meer fahren ist eigentlich eine Sache, die mit Bräunungs- und Badespaß gleich gesetzt wird. Leider merkt man aber manchmal, dass Dinge einfach doch nicht so sind wie man es gewohnt ist. O.k., der August ist der gleiche, nur ein kleines, aber nicht ganz unwesentliches Detail entscheidet darüber, ob man mit vorbeischwimmendem Packeis rechnen muss oder mit badewannengleichen Wassertemperaturen. Die Wahl der Halbkugel spielt dabei nämlich die wesentliche Rolle. Und wenn man auf der nördlichen Hemisphäre jahreszeitlich klassisch durch konditioniert ist, dann hat ein Meer eben einfach „Warmbadetach“ zu haben. So aber eben nicht der winterliche Südatlantik, der zu allem Überfluss vor der Westküste des südlichen Afrikas einen kalten antarktischen Meeresstrom sein eigen nennt. Und damit werden 7 Grad IM Wasser auch leicht erklärbar. Dazu kommt noch, dass diese Gebiete als etwas „kabbelig“ bekannt sind, was heißen soll, dass Wellen eben einfach auch mal wie richtige akkurate Südatlantikwellen aussehen. Das Schräge dabei ist, dass man sich ja immer noch in Namibia befindet. Auf der einen Seite ein Sandmeer, auf der anderen noch mehr Meer. Besonders anschaulich wird das in Swakopmund. Sieht zwar eher aus wie ein etwas angegnitschtes Ostseebad der vorletzten Jahrhundertwende, aber liegt eindeutig auf dem afrikanischen Kontinent. Neben der Optik fühlt man sich eh irgendwie woanders hingebeamed, da selbst in einer kleinen Bäckerei mit Café an der Hauptstraße die Leute einen auf Deutsch nach dem Bestellwunsch fragen. Quasi auf die „Winterfrische“ fahren viele Inland-Namibianer nach „Swakop“, um im Sommer – also deren Sommer – der Hitze zu entgehen und im Winter die klare Luft zu suchen, die furztrocken durch den steten Ostwind direkt und föhnartig aus der Namib geblasen wird. Tags bis 30, nachts nebelverhangene knirschige 5 Grad. Ein guter Grund, abends dick eingemummelt, in eines der weltbesten Fisch-Restaurants dieses Planeten zu gehen. Im „Tuc´s“ – einer abgesägten Brücke eines ehemaligen Kleinfrachters – im Glaserker über der Brandung sitzen, auf den „Jetty“ – die Seebrücke der ehemaligen deutschen Handelslinie und Anlandestelle der Schutztruppen zu Kaisers Zeiten – und in den Sonnenuntergang schauen, sich schick dabei mit ´nem leckeren Sundowner die Mütze weich schickern und dann gepflegt für unglaubwürdig niedrige Preise mit Championsleague-Drei-Gänge-Menüs á la carte den Südatlantik leer kauen. Das Essen ist so frisch, dass man das Krabbelzeug quasi noch selber am Tisch mit dem „coup de grace“ am spontanen Verlassen des kaiserlichen Tischservice hindern muss. Kombiniert mit bei uns unbekannten südafrikanischen Weinen kann man so manche Stunde dort verdaddeln, um abschließend auf der ehemaligen Brücke in der „Captain´s Bar“ zu versacken. Nee, leck mich am Arsch, is da´tt schön hier! In diesem Sinne To be continued…
Die Fahrt nach Freiburg war in Teilen recht unangenehm. Nicht nur wieder irgendwelche Dränglerseppen, zu deren Aufnahme ich meinen Beifahrer zwang: Wir machten noch Station in Baden-Baden und dort im Ortssteil Haueneberstein - selbst dort bilden sich Schilderwälder, mal abgesehen davon, dass ich nachts fast von einem unbeleuchteten Golf angefahren worden wäre, der später fast noch einen Unfall verursacht hätte, aber auch dann noch ohne Licht weiterfuhr. Was blieb, war der Schilderwald: Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus. Sondern auf herzwärmendere Dinge. In Freiburg kamen wir auf die Idee, doch auch mal wieder mit der Schauinslandbahn den so benamten Berg nahe Freiburg zu erkunden. Beim Anblick unserer Gondel haben mich dann auf einmal Kindheitserinnerungen gepackt. Beige mit Brauereiwerbung drauf. Als Kind und Jugendlicher wohnte ich in der Wiehre, einem Stadtteil von Freiburg, in dem meist große Stadthäuser aus der Jahrhundertwende stehen - und ein Straßenbahndepot, das sich schon fast romantisch mit einem Abfahrtgleis in einer Seitenstraße befand und dessen ganze Umgebung und Schienenverläufe , aber auch das Gebäude selbst sich für den Nachbau als Modelleisenbahn empfahl. Und in dem Depot schlief früher noch meine Lieblingsstraßenbahn. Die 106. Ein GT4, beige. Klingt öde. Aber die Bahn war toll. Ihre Türen wackelten elektrisch mit einem nicht nachzuahmenden Geräusch auf, es klang wie ein freundliches Wimmern und klang bestimmt nur bei meiner 106 so schön. Die Bahn hatte zwei Fahrerstände, und der, der grade hinten war, war immer so hübsch zurechtgemacht. Der Stuhl angeklappt, die Kurbel - das wußte ich - unter einem Holzrollo verborgen, das ein wenig an unseren Brotkasten zuhause erinnerte. Ich hab meine 106 als Kind sogar mal gezeichnet, als sie noch beige war und genau diese Werbung drauf hatte, mit beige außenrum, so wie auf der Gondel. Muss mal sehen, ob ich diese Zeichnung noch finde. So eine Begegnung macht natürlich auch neugierig. Das letzte, was ich vor meinem Wegzug aus Freiburg noch wußte, war, dass meine 106 fast eine der letzten war, die den neuen Anstrich der FVAG bekam, rot-weiß. Dazu habe ich sogar vorher-nachher-Bilder gefunden . (wow, ich bin entzückt, meine 106 noch ein Mal in beige sehen zu dürfen, steht ihr das nicht viel besser?) In rot, das war nicht mehr meine 106, ich hatte sogar im Betriebshof mal gefragt, ob man nicht eine Ausnahme machen könnte. Konnte man nicht. Und man war sogar noch herzloser. Die Bahnen, die jahrelang das Rückgrat der Bähnle-Versogung waren, wurden nicht nur verraten, sondern auch verkauft. Und der Betriebshof ist so gesehen auch keiner mehr - sein Herz schlägt aber noch. Hier haben nämlich nun die Freunde der Freiburger Straßenbahn e.V. ihren Sitz. Oh, und es stimmt, was hier zu lesen steht ! Meine Bahn hat rübergemacht! Sie fährt nun als 164 in grün durch Halberstadt, in ihrem zweiten Leben. Vielleicht war's doch kein Verrrat, sondern eine Lebensverlängerung. Eben habe ich bei der Halberstädter Verkehrs-GmbH angerufen und mich nach ihrem Befinden erkundigt. Sie steht dort und war im Winter sogar draußen - weil sei einfach robuster sind und ohne elektronischen Schnickschnack, wie man mir grade am Telefon versicherte. Vor dem Winter stand sie lange, denn vor zweieinhalb Jahren bekam Halberstadt neue Bahnen und seither darf sich meine 164, geb.106 , ein wenig ausruhen. Und hier ist sie, meine "Ex-106": Danke, fr-strab.de-Team! Halberstadt ist in gut zwei Stunden Fahrt von Hamburg aus zu erreichen. Ich glaube, ich werde sie mal besuchen, meine 106. Wollten die Grünen nicht mal hier eine Stadtbahn bauen? Ist auch eine Meterspur. Eben hat man mir angeboten, ich könnte sie ja hier fahren lassen und kaufen. Der Mann aus Halberstadt hat das sicher als Scherz gemeint. Er schon.
Sauna, Stripshows und ein Gynäkologenstuhl: In der Wiener Secession finden sich Kulturfreunde in diesen Tagen unverhofft in einem Swingerclub wieder. Für die Ausstellung zog eigens der Nachtclub "Element6" ein und funktionierte den Kunst- kurzerhand zum Lusttempel um.
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