18. April 2012, 08:57 Uhr

Katherine Heigl auf der Suche nach Leidenschaft

Als Izzie Stevens in der Serie "Grey's Anatomy" spielte Katherine Heigl Hauptdarstellerin Ellen Pompeo an die Wand. Ihre Kinorollen seit dem Serien-Ausstieg kratzen bisher nur an der Oberfläche ihres Talents. Heigl will wieder spüren, warum sie Schauspielerin geworden ist.

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Schauspielerin Katherine Heigl möchte wieder spüren, warum sie sich für ihren Beruf entschieden hat. Ein Independent-Projekt könnte dabei helfen©

Die US-Schauspielerin Katherine Heigl wird den meisten durch ihre Rolle in der Serie "Grey’s Anatomy" ein Begriff sein. Von Staffel eins bis Staffel sechs verkörperte die 33-Jährige die Assistenzärztin Izzie Stevens in der Kulisse des Seattle Grace Krankenhauses. Heigl gelang mit ihrem Austritt aus der Serie der Sprung auf die große Leinwand. Allerdings bekam sie schnell den Stempel der romantischen Komödie aufgedrückt. In "27 Dresses", "Beim ersten Mal" oder "Happy New Year" konnte sie vor allen Dingen eine Seite von sich zeigen: die oberflächliche. Besonders vielschichtige Rollen werden Heigl seit ihrem Erfolg bei "Grey's Anatomy" anscheinend nicht mehr angeboten. Der Trailer für ihren jüngsten Film "Einmal ist Keinmal" (englisch: "One for the Money") lässt vermuten, dass er ebenfalls in dieser Kategorie einzuordnen ist. Im Unterschied zu früheren Projekten hat Heigl diesen Streifen auch selbst produziert.

Trotz der ersten Erfahrungen als Produzentin würde sie laut eigener Aussage jedoch nichts dagegen haben, den großen Hollywood-Produktionen den Rücken zu kehren und an einem Independent-Projekt teilzunehmen. "Nicht nur, weil die Rollen dort spannender und abwechslungsreicher sind, sondern ich würde auch gerne wieder sorgloser arbeiten", so Heigl im Gespräch mit dem Magazin "Interview". Der Amerikanerin scheint auf dem Weg nach Hollywood etwas von ihrer ursprünglichen Passion für den Beruf verloren gegangen zu sein, denn sie sagt weiter: "Ich würde gerne wieder spüren, warum ich diesen Job gewählt habe, warum mich die Schauspielerei so glücklich macht. Ich würde gerne die pure Leidenschaft spüren, einfach nur Spaß haben, ohne den ganzen Stress und Druck der großen Produktionen. Das wäre ein schönes Gefühl."

Angebote für kleine Filme würde sie zwar erhalten, bisher habe sie aber noch kein Drehbuch vollkommen überzeugt. "Nur weil manche der Produktionen klein sind, heißt es noch lange nicht, dass sie interessant oder klug sind. Ich glaube, dass viele Filmemacher oder Produzenten einfach nicht an mich denken, wenn sie solche Drehbücher versenden. Ich bin auf einen bestimmten Typ festgelegt." Um von diesem Typ wegzukommen, müsse sie die Menschen wohl überzeugen, dass sie noch mehr könne, so Heigl. Dass sie Charakterrollen durchaus glaubhaft verkörpern kann, hat Heigl im TV schon zur Genüge bewiesen. Jetzt fehlt es dazu also nur noch auf der Kinoleinwand.

Hannah Wagner mit Bang
 
 
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