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Ein Haus ist im Erdboden versunken, zwei Menschen starben in den Trümmern - das erschütternde Resultat eines Bauskandals, der ganz Deutschland bewegte. Aber was wurde eigentlich aus den Dokumenten, die im Kölner Stadtarchiv eingelagert waren? Eine Ausstellung zeigt die Rettungsversuche.
Anfang März 2009 war das Kölner Stadtarchiv eingestürzt, zwei Menschen starben, tausende wertvolle Dokumente wurden unter Trümmern begraben. Nun soll ein Bauarbeiter eingeräumt haben, dass an der Unglücksstelle bewusst nachlässig gearbeitet wurde.
Von der Elbphilharmonie bis zur BND-Zentrale: Der Flughafen Berlin Brandenburg ist nicht die einzige Großbaustelle, bei der Zeitplan und Kosten aus dem Ruder laufen.
Die Kölner Verkehrsbetriebe haben sich bei den Opfern und Betroffenen des Einsturzes des Kölner Stadtarchivs entschuldigt. Am Morgen hatten die Rettungskräfte die Leiche des 17-jährigen Bäckerlehrling Kevin geborgen. "Er hatte null Chancen", sagte Feuerwehrchef Stephan Neuhoff.
In den Trümmern der eingestürzten Häuser am Kölner Stadtarchiv ist in der Nacht zum Sonntag eine Leiche gefunden worden. Die Feuerwehr barg den Toten am frühen Morgen. Es ist der bislang vermisste 17-jährige Kevin.
Der Versicherungswert der im eingestürzten Kölner Stadtarchiv gelagerten Objekte beträgt 400 Millionen Euro. Doch was besagt schon der materielle Wert? Das Archiv beherbergte unschätzbare Dokumente aus mehr als 1000 Jahren Geschichte. Eine Bestandsaufnahme.
Bei der aus den Trümmern des eingestürzten Kölner Stadtarchivs geborgenen zweiten Leiche handelt es sich zweifelsfrei um den vermissten 24-jährigen Student Khalil G. Der Vater des jungen Mannes hat die Leiche identifiziert.
Die Bergungsarbeiten in Köln gestalten sich weiterhin schwierig: Spezialisten aus Japan und den USA konnten nicht helfen. Unterdessen wurde bekannt, dass ein Gutachten bereits 2004 "Hohlraumbildungen" auf Grund der Tunnelarbeiten feststellte.
Die Bergungsarbeiten in Köln gestalten sich weiterhin schwierig: Spezialisten aus Japan und den USA konnten nicht helfen. Es gibt kaum noch Hoffnung, die beiden vermissten jungen Männer noch lebend zu finden. Unterdessen wurde bekannt, dass ein Gutachten bereits 2004 "Hohlraumbildungen" auf Grund der Tunnelarbeiten feststellte.
In den Trümmern des eingestürzten Kölner Stadtarchivs läuft seit dem Abend die Suche nach den beiden vermissten Männern. Spürhunde schlugen mehrfach an, allerdings ohne Fund. Einem Pressebericht zufolge sollen die Grundwasser-Probleme auf der Baustelle längst bekannt gewesen sein.
Noch ist nicht klar, wie viele Dokumente aus dem Kölner Stadtarchiv gerettet werden können. Nur eines steht fest: Es wird viel Arbeit auf die Restauratoren zukommen. Dokumente schockfrieren, "Stoffwechsel" herunterfahren, um Schimmel zu stoppen - das passiert beim Restaurieren.
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