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"Er war ein Gentleman, der mich zu seiner Königin machte"

Die Fotografin Gabo war in den 80er-Jahren mit David Bowie liiert. Ihre Erinnerungen an diese Zeit teilte sie nun erstmals mit dem stern.

  Liebespaar in den 80ern: David Bowie und die Fotografin Gabo

Liebespaar in den 80ern: David Bowie und die Fotografin Gabo

Die  deutsche Star-Fotografin Gabriele Oestreich, bekannt unter dem Namen Gabo, arbeitete vor ihrer Fotografenkarriere in den 80er-Jahren als internationales Model. 1984 verbrachte sie einige Wochen in Sydney und begegnete David Bowie. Ihre Liebesgeschichte ging insgesamt über ein halbes Jahr.

"Es war eine intensive Geschichte damals in Sydney. Wir lernten uns auf der 'Serious Moonlight'-Tour in seinem Hotel kennen und verliebten uns. David war ein Gentlemen, der, glaube ich, eine seriöse Beziehung suchte. Ich war dagegen war jung und wild und sehr Rock'n'Roll. Und so war ich auch etwas verwirrt, wie wenig Rockstar-haftes er hatte, er warf keine Fernseher aus dem Fenster oder sowas, sondern war unglaublich höflich, fein und fast schon ein wenig spießig.

Und er war schwer zu greifen, mal Mann, mal Frau, dieses Androgyne projizierte er auf mich, was sehr spannend und aufregend war. Als David nach ein paar Wochen weiter auf Tour reiste und ich in Sydney blieb, wurde sein Adressbuch mit meiner Nummer gestohlen.

Davie-Bowie-Werkschau: Seine amerikanische Phase
David Bowie

Acht Monate nach seinem überraschenden Tod erscheint die zweite David-Bowie-Retrospektive "Who Can I Be Now? (1974–1976)", die insgesamt 13 CDs und zwölf LPs umfasst und die "amerikanische Phase" des britischen Sängers dokumentiert, in der sich Bowie vom bizarren Brit-Glamrocker zu einem auch in den USA erfolgreichen Superstar entwickelte.


Aber er telefonierte um die ganze Welt um mich zu finden, meldete sich und kam wieder nach Sydney. Unsere Geschichte ging weiter, sein Freund Iggy Pop war auch da, wir feierten Silvester zusammen. David war überhaupt kein Star-Typ wenn er nicht auf der Bühne war, im Gegenteil, er war so bedacht, dezent und gebildet, ein Gentleman, der mich zu seiner Königin machte, wie er sagte.

Ich bekam dann einen Anruf aus Deutschland, mein Vater war an Krebs erkrankt. Ich wusste nicht, ob ich sofort fahren sollte. Es war dann David, der mich zur Rückreise überredete, ja, aufforderte. Nichts sei wichtiger, als mit den Menschen, aus denen man geworden ist, aufzuräumen und sich auszusprechen, bevor sie nicht mehr da sind, meinte er. Er habe das mit seinem Vater verpasst.

Ich fuhr. Mein Vater starb. Ich hielt ihm die Hand. Zu verdanken habe ich das David Bowie."

Protokoll: Jochen Siemens
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