Mit einer fulminanten Eröffnungsfeier ist am Wochenende der Startschuss für "Ruhr.2010" gefallen. Der Kalender der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhrgebiet ist mit 2500 Veranstaltungen prall gefüllt. Hier finden Sie die Highlights - für Musikfans, Partygänger, Kunstliebhaber und Gourmets. Von Carsten Heidböhmer
Essen hat stellvertretend für das ganze Ruhrgebiet den Zuschlag als Kulturhauptstadt 2010 bekommen und tritt unter dem Titel "Ruhr.2010" an. In dem Ballungszentrum leben rund 5,3 Millionen Einwohner in 53 Städten. Weil die Entwicklung dieser Region eng mit der Kohle- und Stahlindustrie verbunden ist, hat die Gegend zwischen Duisburg und Dortmund bis heute ihr Image als "Kohlenpott" nicht ganz abschütteln können. Hier setzen die Macher der Kulturhauptstadt an: Unter dem Motto "Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel" möchte man ein anderes Bild vom Ruhrgebiet präsentieren. Vor allem die Erfolge im Strukturwandel zur Kultur- und Dienstleistungsmetropole sollen herausgestellt werden. Keine leichte Aufgabe, denn trotz aller positiven Beispiele wie etwa der Zeche Zollverein oder dem Gasometer in Oberhausen sind weite Gegenden des Ruhrgebiets vom Wirtschaftsleben abgeschnitten, die Arbeitslosigkeit liegt hier weit über dem Bundesdurchschnitt. Immerhin steht den Machern ein Etat von 62,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der Löwenanteil kommt vom Bund, dem Land NRW, der Stadt Essen sowie dem Regionalverband Ruhr. Geplant sind 300 Projekte und 2500 Veranstaltungen. Damit könnte das Ziel von dem Ruhr.2010-Vorsitzenden Fritz Pleitgen in Erfüllung gehen: "Wir wollen Bilder produzieren, die um die Welt gehen." Wir verraten Ihnen, welche Veranstaltungen die schönsten Bilder produzieren und die Reise in den Pott lohnen.