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"Siegfried" feiert Premiere in Berlin

Mit der Premiere von Richard Wagners "Siegfried" hat die Staatsoper in Berlin am Mittwoch ihren modernen "Ring des Nibelungen" weitergeschmiedet.

  Lance Ryan brillierte in der Rolle des Siegfried. Foto: Monika Rittershaus

Lance Ryan brillierte in der Rolle des Siegfried. Foto: Monika Rittershaus

Mit der Premiere von Richard Wagners "Siegfried" hat die Staatsoper in Berlin am Mittwoch ihren modernen "Ring des Nibelungen" weitergeschmiedet.

Zu dem von großflächigen Video- und Lichteffekten geprägten Bühnenbild und der Inszenierung des Belgiers Guy Cassiers leitete Daniel Barenboim die Staatskapelle Berlin gewohnt souverän. Vor allem der herausragende Siegfried-Darsteller Lance Ryan wurde mehrfach mit Zwischenapplaus bedacht.

Nach "Rheingold" und "Walküre", die im Rahmen der Koproduktion noch an der Mailänder Scala Premiere feierten, hat die Staatsoper bei "Siegfried" und der "Götterdämmerung" den Vortritt in Berlin. Am Tag der Deutschen Einheit feierte das Premierenpublikum im Schiller Theater Wagners Heldensaga um Götter, Schwerter, Drachenkampf, Macht - und die Liebe zwischen Siegfried und Brünnhilde (Iréne Theorin). Lance Ryan hat in diesem Jahr bereits in München und Frankfurt als "Siegfried" begeistert. Nach seinem Debüt 2010 auf dem Grünen Hügel ist er zudem im kommenden Jahr erneut in Bayreuth verpflichtet - für die Neuinszenierung von Frank Castorf.

Mit der "Götterdämmerung" wird der neue "Ring" - in Koproduktion mit dem Teatro alla Scala di Milano und Zusammenarbeit mit dem Toneelhuis Antwerpen - schließlich Anfang März 2013 komplettiert. Zum Wagner-Jubiläumsjahr zeigt die Berliner Staatsoper dann den kompletten "Ring des Nibelungen" in der Fassung von Barenboim und Cassiers. Laut Staatsoper interpretiert Cassiers die Tetralogie als "Geschichte einer globalisierten Weltordnung, in der die Macht in den Händen derjenigen liegt, die die Verbreitung von Bildern und Informationen kontrollieren und manipulieren".

Die komplette "Ring"-Aufführung ist 2013 Teil der Festtage der Staatsoper, die damit zum ersten Mal nach 17 Jahren wieder das zentrale Werk Richard Wagners (1813-1883) an vier Tagen bieten wird.

DPA/dpa

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