Fotos mit nackten Menschen sind an sich nichts besonderes. Doch der amerikanische Fotograf Spencer Tunick setzt gern eine ganze Gruppe Unbekleideter in Szene. Dieses Mal verschlug es ihn nach Mexiko.
Der US-Fotograf Spencer Tunick liebt nackte Menschen. So sehr, dass er sie mit Vorliebe fotografiert. Dieses Mal war der Künstler in Mexiko am Werk: Tunick fotografierte in der zentralmexikanischen Ortschaft San Miguel Allende rund 300 "Geister"-Menschen, die nur mit einem durchscheinenden weißen Stoff bedeckt waren und auf einer Wiese standen. Das Projekt aus Anlass des Dia de los Muertos (Totensonntag) war Teil des Kulturfestivals von Calaca.
Der Fotograf versammelte in den vergangenen Jahren mehrfach tausende nackte Menschen für Projekte in Sydney, New York, London, Barcelona, Wien und Düsseldorf sowie auf einem Schweizer Gletscher. Auch in Mexiko-Stadt hatte Tunick vor fünf Jahren rund 19.000 nackte Menschen für ein Fotoprojekt gewinnen können. Ob seine Projekte akzeptiert würden, zeige den Grad der Offenheit und Toleranz eines Landes, sagte er einmal.
Oben: Eine geheimnisvolle Stimmung. Mitten in unberührter Natur stehen 300 Menschen mit Gardinen über ihren Köpfen.