Reimen, dichten, laut träumen, auch rappen, im Wettkampf mit anderen und gegen die Zeit – das ist Poetry Slam. Nun macht die junge Kunstform den Sprung von der Bühne auf die Leinwand.
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Nun macht die junge Kunstform den Sprung von der Bühne auf die Leinwand. „Dichter und Kämpfer“, so der Titel des Dokumentarfilms der Regisseurin Marion Hütter, hier bei der Hamburg-Premiere. O-Ton: Marion Hütter, Regisseurin "Also Dichter und Kämpfer ist natürlich eine Anspielung darauf, der Titel, dass das ein Wettbewerb ist zwischen den Slammern in dem Moment. Das ist aber ein Show-Kampf, die sind dicke miteinander befreundet, da wird von 'Slamily' statt Family geredet. Die wirklichen Kämpfe sind abseits der Bühne. Als fahrender Dichter in Deutschland leben und davon zu leben, das ist der Kampf." Den zeigt der Film am Beispiel mehrerer Poetry Slammer. Ein Jahr lang hat das Team die jungen Künstler begleitet. Soundbyte Lesung: Philipp „Scharri“ Scharrenberg, Poetry Slammer „Krank, um für Rechte der Kranken zu fighten… Hab ich euch auch angesteckt!“ Beim Poetry Slam wird der Dichter zum Popstar, wenn auch nur fünf Minuten lang und bescheiden bezahlt. Der eigentliche Lohn: die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten, fast eine Art Familienersatz. Doch die Idylle ist bedroht. Langsam aber sicher hält der Kommerz Einzug – auch beim Poetry Slam. O-Ton: Marion Hütter, Regisseurin (ohne Insert) „Andererseits denke ich, die Kellerclubs wird’s immer geben, und solange es beides gibt, kann's ja auch heißen, wie mir ein Slammer gesagt hat, Kommerzialisierung kann ja auch heißen, dass man für seine Arbeit mal bezahlt wird, und das muss ja auch nicht falsch sein.“ Sendern und Filmförderung war das Thema zu sperrig, das Team hat den Film weitgehend selbst finanziert. Nun tourt „Dichter und Kämpfer“ bundesweit durch die Kinos. Nächstes Jahr erscheint er auf DVD. Schließen
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