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5. Mai 2010, 06:34 Uhr

Picasso-Bild erzielt Rekordpreis

Kann ein Ölgemälde mehr als 100 Millionen Dollar wert sein? Ja, meint ein unbekannter Kunstliebhaber und ersteigerte bei einer Christie's-Auktion in New York ein Bild von Pablo Picasso für eine neue Rekordsumme.

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Auf dem Bild "Nu au plateau de sculpteur" hat Picasso seine Geliebte Marie-Thérèse Walter gemalt© Reuters

Für die Rekordsumme von mehr als 106 Millionen Dollar ist in New York ein Bild von Pablo Picasso versteigert worden. Nach Angaben des Auktionshauses Christie's ist das die höchste Summe, die jemals für ein Kunstwerk in einer Auktion erzielt wurde. Zuvor hatte der Bildhauer Alberto Giacometti den Weltrekord gehalten, dessen Skulptur "L'homme qui marche" Anfang Februar in London für 104,3 Millionen Dollar unter den Hammer gekommen war.

Das Ölgemälde "Nu au plateau de sculpteur" ("Nackte, Grüne Blätter und Büste") aus dem Jahr 1932 wechselte am Dienstagabend (Ortszeit) für 106.482.500 Dollar (rund 80 Millionen Euro) den Besitzer. Das Werk wurde einem unbekannten Bieter am Telefon für 95 Millionen Dollar zugeschlagen, hinzu kommt das übliche Aufgeld. Der Schätzpreis war auf 70 bis 90 Millionen Dollar angesetzt, der Auktionseinstieg lag bei 58 Millionen.

Gemälde war ein halbes Jahrhundert nicht zu sehen

Das Gemälde zeigt Picassos Geliebte Marie-Thérèse Walter und stammt aus der Privatsammlung der Ehefrau des kalifornischen Immobilienmoguls Sidney F. Brody, Frances Brody. In den 1950er Jahren kaufte das Ehepaar das Gemälde direkt von Picassos Kunsthändler. Seitdem war es im privaten Besitz und wurde zuletzt 1961 in Los Angeles ausgestellt. Ein Teil der Einnahmen soll einer Bibliothek, einem Kunstmuseum und einem botanischen Garten im kalifornischen San Marino zugute kommen.

Damit haben sich zumindest am ersten Abend der traditionellen New Yorker Frühjahrsauktionen die hohen Erwartungen der Auktionshäuser erfüllt. Sowohl Christies wie auch Sothebys hatten auf höhere Preise gehofft, weil in diesem Jahr Stücke angeboten werden können, die seit Jahrzehnten nicht oder noch nie auf dem Kunstmarkt waren.

Der Picasso war das prominenteste Beispiel dafür, die "Flag" von Jasper Johns aus der Sammlung des Bestsellerautors Michael Chrichton ("Jurassic Park") ein zweites. Außerdem sind aus den Boomländern in Asien neue finanzkräftige Interessenten zu den traditionellen Käufern aus Europa und Nordamerika hinzugekommen.

DPA/AFP/APN
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Vineyarder (05.05.2010, 17:57 Uhr)
An Slapmaster:
Picasso hat einmal gesagt:"Kunst entsteht im Auge des Betrachters". Somit muss jeder fuer sich entscheiden, was ueberhaupt Kunst ist und ob das Bild, wie nennt es "Slapmaster", ein "mittelmaessig schoenes" Bild sei (ich glaube kaum, dass Sie dieses Bild malen koennten).
Auf alle Faelle war Picasso ein Genie und der bedeutenste Kuenstler des letzten Jahrhunderts.
Dann noch an Slapmaster: Weshalb soll es nicht sinnvoll sein, sein Vermoegen in Kunst anzulegen? Kunst ist nie eine sinnlose Sache. Der Kunstmarkt hat sich ueber viele Jahre als eine stabile Wertanlage entwickelt. Somit wuerde jeder fuer sein Geld eine stabile Anlage mit hoher Wertsteigerung waehlen. Ich wuerde das gleiche tun, haette ich soviel Geld.
Slapmastert (05.05.2010, 10:18 Uhr)
Das Bild male ich auch noch!
Ganz ehrlich, wer gibt denn so viel Kohle für ein mittelmäßig schönes Bild aus?! Die spinnen echt die Milliardäre!

106 Millionen Dollar könnte ich auch gut gebrauchen und dann sogar noch sehr viel sinnvollere Sachen damit anstellen.
JRx1 (05.05.2010, 07:20 Uhr)
An den neuen Besitzer:
Man goennt sich ja sonst nichts fuer das Schlafzimmer :-)
_____
Enjoy:-)
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