"Kleider bitte nicht am Körper bügeln!" Absurde Warnungen wie diese gibt es in großer Zahl. Wie man solche Hinweise möglichst originell in Szene setzen kann, zeigt eine Ausstellung in Frankfurt. Von Verena Kuhlmann
Gesucht: besonders absurde Warnhinweise, optisch ansprechend und kreativ umgesetzt. Gewinn: ein Platz in der Ausstellung "Vorsicht: Warnhinweise! Docma Award 2012". Diesen Wettbewerb hat das Frankfurter Museum für Kommunikation gemeinsam mit der Zeitschrift "Docma" ausgeschrieben. Bis zum 21. Oktober sind die Gewinner-Werke nun im Museum zu sehen.
Bei der Auswertung wurden mehrere erste Preise vergeben, für Profis, Semiprofis, Auszubildende und Amateure. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Hinweise von realen Produkten stammen und neu interpretiert wurden, oder ob sie frei erfunden sind. Denn auch so findet man in der Realität bereits genügend Beispiele, die sich völlig blödsinnig anhören. Die meisten von ihnen kommen aus den USA. "US-Hersteller wollen sich damit gegen Klagen wappnen, falls Kunden das Produkt falsch benutzen und dadurch zu Schaden kommen", erklärt Museums-Chef Helmut Gold.
In der Erklärung heißt es, die Bilder sollten "in ihrer Übersteigerung die Absurdität ihrer Vorbilder möglichst noch übertreffen".
Das hier gezeigte Bild ist ein freundlicher Hinweis, der viele Schmerzen bei der Gartenarbeit verhindern kann: "Versuchen sie nicht, die Säge mit den Händen anzuhalten!" Der Entwurf war der Jury aber wohl zu blutig, die Umsetzung wahrscheinlich allzu nah am ursprünglichen Hinweis. Christian Roithner konnte damit jedenfalls keinen Blumentopf gewinnen.