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Wenn Testino und Newton zum Ausziehen verführen

Eine Ausstellung in der Berliner Helmut Newton Stiftung präsentiert Arbeiten der befreundeten Fotografen Mario Testino und Jean Pigozzi. Testino beschäftigte sich mit der Kunst des Ausziehens, Pigozzi mit den Stars an seinem Pool. Zudem werden Werke von Helmut Newton gezeigt.

James Gooding und Donovan Leitch 1999 in Los Angeles, fotografiert von Mario Testino

Model James Gooding (l.) und Schauspieler Donovan Leitch Jr. 1999 in Los Angeles, fotografiert von Mario Testino. Gooding war zur damaligen Zeit mit Sängerin Kylie Minogue liiert, Leitch ist der Sohn des schottischen Musikers Donovan.

Im Januar 2004 starb der große an den Folgen eines Verkehrsunfalls in Los Angeles. Seine Fotografien, vor allem die Porträts starker Frauen, sind bis heute unvergessen. Drei Monate vor seinem Tod gründete er die Helmut Newton Stiftung, die seitdem regelmäßig Ausstellungen organisiert, um die Arbeiten von Newton und seiner Frau June zu bewahren. Der Fotograf hatte bei der Gründung der Stiftung festgelegt, dass neben seinen Arbeiten stets die Werke anderer Künstlers gezeigt werden sollen.

Ab dem 3. Juni präsentiert die Helmut Newton Stiftung in Berlin nun in einer Sammelausstellung Fotografien von und Jean Pigozzi. Der gebürtige Peruaner Testino gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten Fotografen der Mode- und Promiszene. Er fotografierte Supermodels wie Gisele Bündchen und Kate Moss ebenso wie den britischen Prinzen William und seine Frau Kate zu deren Verlobung. Die Ausstellung zeigt nun unter dem Titel "Undressed" 50 überlebensgroße Mode- und Aktaufnahmen, die sich alle mit demselben Thema beschäftigen: Die Visualisierung des kunstvollen Ausziehens.

Der Franzose Jean Pigozzi ist nicht nur eng mit Mario Testino befreundet, sondern selbst auch begnadeter Kunstsammler und leidenschaftlicher Fotograf. Die Ausstellung zeigt kleinformatige Aufnahmen, die am Pool von Pigozzis Villa am Cap d'Antibes entstanden sind. Die 1953 von Architekt Ettore Sottsass entworfene Villa Dorane erbte Pigozzi von seinem 1964 verstorbenem Vater, dem Industriellen Henri Théodore Pigozzi. Das Cap d'Antibes gilt als die teuerste Region der Côte d'Azur und Lieblingsort der Stars. Nicht wenige von ihnen waren an Pigozzis Pool zu Gast - und der Hausherr drückte einfach auf den Auslöser.

Die Ausstellung "Mario Testino. Undressed / Helmut Newton. Unseen / Jean Pigozzi. Pool Party" ist vom 3. Juni bis 19. November 2017 in der Berliner Helmut Newton Stiftung zu sehen.

jum

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