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Ein Berliner Museum zeigt überraschend modern anmutende Zeichnungen des Künstlers Katsushika Hokusai. Der Japaner gilt als Vater der Mangas und schuf das erste Comicheft zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Mangas, eine Comic-Form aus Japan, lassen die Kassen der Comic-Verlage klingeln. Meistens geht es um die erotischen Verirrungen der Teenie-Helden.
Sinnestäuschung auf dem Flugfeld: Was rollt denn da Buntes zur Startbahn? Immer häufiger werden Airlines kreativ und farbenfroh, wenn es ums Auffallen geht. stern.de zeigt die kuriosesten Sonderlackierungen.
Während die Buchverlage seit Jahren über einen schrumpfenden Markt klagen, erfreuen sich japanische Mangas steigender Beliebtheit - vor allem unter jugendlichen Lesern.
Ganz Deutschland ist im Papst-Fieber. Als Willkommensgruß hier ein paar göttliche Comic-Vorstellungen. Der aktuelle Kirchenfürst Benedikt ist auf Tournee durch seine alte Heimat. Er versucht, seine verlorenen Schafe wieder in die Kirchen zu locken. Als Willkommensgeschenk stelle ich ein paar Comics vor, die sich in irgendeiner Form mit Glauben, Gott und Kirche beschäftigen – und in den meisten Fällen sicher nicht den Segen der Kirche erhalten. Natürlich steht an erster Stelle: Jesus In meiner Kindheit war die Bibel für mich ein tolles Abenteuerbuch. Mein Gott, was haben die Leute vor mehr als 2000 Jahren alles erlebt. Bizarre Storys um Mord und Totschlag, Betrug, Rache und Katastrophen: Als hätten Roland Emmerich, Alfred Hitchcock und Lars von Trier ihre Hände im Spiel gehabt. Während Teil eins ("Das alte Testament") hauptsächlich Angst vor der Gottesgewalt macht, war die Fortsetzung ("Das neue Testament") eher auf auf Nächstenliebe und Verzeihen ausgerichtet. Einer der größten Helden der Geschichte eroberte die Bühnen der Welt: Jesus Christus. Und wie einen Superhelden inszeniert Siku, bekannt für seine Version der Bibel (aber auch für seine Mitarbeit an "Judge Dredd"!) Christus. Er hat aus der Erlösergeschichte einen spannenden Comic gemacht. Und trotz der ungwohnten Umgebung und des an Mangas angelehnten Stil geht Siku sehr sorgfälltig bei der Umesetzung der Vorlage um. Offensichtlich half ihm sein Theologie-Studium bei seiner Arbeit. Siku schafft es, der bekannten Geschichte um Jesus neue Aspekte abzugewinnen. Er nimmt sich die Freiheit, zwischen den überlieferten Passagen immer wieder Gespräche und Situationen einzubinden, die den handelnden Akteuren noch mehr Tiefe verleihen. Resultat: Noch nie hat es so viel Spaß gemacht, die Geschichte von Jesus Christus zu lesen - und dabei noch etwas über Moral, Ethik, Mut und das Leben zu lernen. "Jesus" wird vielleicht keine Pflichtlektüre für den Konfirmantenunterricht, könnte aber die Lust auf die Heilige Schrift neu entfachen. " Jesus " von Siku Ehapa Verlag 19,99 Euro Genesis Einen ganz anderen Weg beschreitet Robert Crumb . Der Guru des Underground-Comics hat sich gleich das ganz große Werk vorgenommen: Die Entstehung der Erde, des Menschen und des ganzen Rest. Allein das Format des fantastischen Buchs wirkt, als müsste der Band in der obersten Schublade von Hotelzimmer-Nachttischen liegen. Auch Crumb gelingt es, dem Alten Testament durch seine Darstellungen neue Facetten abzugewinnen. Der Crumb-typische Strich sorgt für eine ganz besondere Lese-Atmosphäre. Allein die Begleittexte und Sprechblasen sind in einer Form platziert, die ihnen besonderes, fast sakrales Gewicht verleihen. Bei ihm wirken die Vertreibung aus dem Paradies, der Bau der Arche, die Moses-Geschichte so intensiv, dass man sich fast wie ein Zaungast fühlt. Nur auf den ersten Blick wirken seinen Charaktere überzeichnet. Lässt man sich auf seinen Stil ein, haben Joseph, Moses und Co. eine unglaubliche Tiefe erhalten. Und gerade durch den ein wenig schrägen Stil schafft es Crumb, den Staub von der Story zu schütteln und in die heutige Zeit zu transferieren. Und am Ende von "Genesis" ist klar, dass man gerade die größte Geschichte aller Zeiten gelesen hat. " Genesis " von Robert Crumb Carlsen Verlag 29,90 Euro Das Dritte Testament Nach zwei Bänden, die sich sehr treu an den Vorlagen orientiert haben, nun ein Band, der einen ganz anderen Blick auf die Entstehung der Christenheit wirft. Was wäre, wenn es noch ein weiteres Testament gegeben hätte? Alex Alice, Xavier Dorison und Robin Recht haben versucht, der bekannten Geschichte noch ein Kapitel hinzuzufügen. Die Hauptrolle in ihrer Story spielt Julius Publius Vindex, ein Schlächter im Namen Roms. 30 Jahre nach der Kreuzigung, lässt er jeden Christus-Anhänger hinrichten, der seinen Weg kreuzt. Doch dann wird er selbst Opfer einer Intriege und muss um sein Leben fürchten. Im Arbeitslager, in dem er gemeinsam mit Christen schuften muss, erfährt er von einer Prophezeihung - und sein Leben ändert sich. Mehr darf an dieser Stelle nicht verraten werden, die Geschichte bietet noch die eine oder andere Überraschung. "Das Dritte Testament" ist eine spannende Story um Glaube, Hoffnung und Vergebung - und sie bietet genügend Action-Elemente, um auch jüngere Leser zu begeistern. " Das Dritte Testament - Julius I " von Alixe Alice, Xavier Dorison und Robin Recht Carlsen Verlag 14,90 Euro Die Abenteuer von Blake und Mortimer - DerFluch der Dreissig Silberlinge Lange, bevor Indiana Jones die Kulturbühne betrat, holten Francis Blake und Professor Mortimer die Archäologie aus der verstaubenten Ecke. Erdacht wurden die ersten Abenteuer von E. P. Jacobs , inzwischen haben sich mehrere andere Autoren und Zeichner an den beiden Comic-Helden versucht. Der neue Band "Der Fluch der dreissig Silberlinge" stammt von Jean Van Hamme, René Sterne und Chantal De Spiegeleer. Und trotz der neuen Besetzung stimmt die Chemie, der Charme bleibt erhalten. Aber zur Story: Wieder einmal versuchen Captain Franics Blake und sein Freund Professor Mortimer einen Urlaub zu planen, als plötzlich ihr Erzfeind Colonel Olrik auftaucht. War wohl nichts mit Ferien. Das Abenteuer führt Mortimer nach Griechenland. Dort trifft er auf Altnazis und erfährt von einer ganz besonderen Reliquie: Angeblich wurde eine der Silbermünzen gefunden, die als Bezahlung von Judas dienten. Das Problem der Münze: Sie bringt seinem Besitzer Pech. Natürlich ist die Story nicht ganz bibelfest. Aber was macht das schon, wenn man so viel Spaß beim Lesen hat. Eine herrliche Geschichte. Hoffentlich erbarmt sich endlich einmal ein Produzent und lässt die Abenteuer von Blake und Mortimer verfilmen. " Die Abenteuer von Blake und Mortimer - Der Fluch der dreissig Silberlinge " Von Jean Van Hamme, René Sterne und Chantal De Spiegeleer Carlsen Verlag 12,00 Euro Ein Vertrag mit Gott Abschließend ein Werk, dass eigentlich keiner großen Vorstellung mehr bedarf. Daher nur so viel: Mit "Ein Vertrag mit Gott" hat der große Will Eisner ein wunderbares Spätwerk geschaffen. Erstmals 1978 erschienen, liegt der Band als erster Teil einer umfangreichen Eisner-Trilogie in ausgewählten Bücherregalen. Es ist die Geschichte eines Mietshauses und Eisner erzählt eine Art Scrooge-Story. In seiner Jugend schließt Frimme Hersch einen Vertrag mit Gott: Wer Gutes tut, wird von Gott belohnt. Zeit seines Lebens ist er nett und hilfsbereit. Doch das Leben betrügt ihn, er verliert Frau und Kind. Natürlich gibt er Gott die Schuld an seiner Situation. Er verändert sich, wird hart zu sich selbst und zu anderen Menschen, schlimmer noch: Er verliert seinen Glauben. Als Besitzer eines Mietshauses nimmt er die Mieter aus, wird immer gieriger, sein Herz verhärtet sich. Dennoch versucht er alles, um einen neuen Vertrag mit Gott zu schließen. Er sucht sich Hilfe bei ein paar Geistlichen und lässt sich einen neuen Vertrag aufsetzen, damit er seinem Leben eine neue Richtung geben kann. Im Gegenzug schenkt er der Gemeinde das Mietshaus. Doch Gott lässt sich nicht betrügen: Hersch stirbt an Herzversagen. Aber das Leben in dem Haus geht weiter - und hier beginnt die eigentliche Geschichte. Man lernt die Bewohner kennen, nimmt an ihrem Leben teil. Es ist ein Panoptikum über den vielbeschriebenen "American way of Life". Einzelschicksale, die zusammengenommen die Seele von Amerika zeigen. "Ein Vertrag mit Gott" ist eines der Bücher, die in keiner Sammlung fehlen dürfen. " Ein Vertrag mit Gott " Will Eisner Carlsen Verlag 36,00 Euro
Der eine steht auf Donald Duck, ein anderer auf Superhelden oder Mangas - wie soll man da die besten internationalen Comics auswählen? "The Hooded Utilitarian", ein Medienblog aus den USA, hat seine Leser gefragt. Die Umfrage von " The Hooded Utilitarian ", einem US-Medienblog, ergab, welches die wohl besten internationalen Comics sind. Auf dem ersten Platz landeten die " Peanuts " von Charles M. Schulz. Die weiteren Titel der Top 10: " Krazy Kat " von George Herriman, " Calvin and Hobbes " von Bill Watterson, " Watchmen " von Alen Moore & Dave Gibbons, " Maus " von Art Spiegelman, " Little Nemo " von Winsor McCay, " The Locas Stories " von Jaime Hernandez, " Pogo " von Walt Kelly " Mad " von diversen Künstlern und " The Fantastic Four " von Stan Lee & Jack Kirby Eine merkwürdige Liste. Klar, mit "Maus" und "Watchmen" sind ein paar Klassiker dabei. Aber "Mad"? An der Umfrage haben nicht sehr viele Leser teilgenommen, daher wohl auch das seltsame Ergebnis. Aber: Es bietet einen guten Anlass, einmal die Frage in den Raum zu stellen: Welches ist Ihre persönliche Top Ten? Sie können entweder hier in den Kommentaren antworten, oder ihre Favoriten auf der Sprechblasen-Seite bei Facebook eintragen: www.facebook.com/sprechblasen
Animiertes aus Japan ist was für Teenies und Freaks. Dachte man bisher. Jetzt kommt Chihiros Reise ins Zauberland. Und zieht alle magisch an.
Versteckt zwischen den Puppen und Puzzles auf der Nürnberger Spielwarenmesse leuchten zwei übergroße Augen. Yugis Augen. Und Yugi ist nicht Irgendwer. In Japan scheffelte er schon zwei Milliarden Dollar Lizenzeinnahmen.
Tokios Jugend hat den Konsum zur Kunstform erklärt. Hemmungslos experimentiert sie mit Stil und Outfit, mit neuer Technik und bizarrem Design. Trendscouts aus aller Welt schauen ihr dabei zu - um sich mit der Zukunft vertraut zu machen
Die 15-jährige Nicole B. meinte es ernst: Mit Nagellackentferner setzte sie das Schlafzimmer ihrer Eltern in Brand und verschloss die Tür. Die Eltern überlebten, Nicole kam vor Gericht. Am Donnerstag wird das Urteil gefällt. Wie konnte es so weit kommen, dass ein Mädchen versucht, seine Eltern zu verbrennen? Eine Annäherung.
Immer häufiger nutzen ganz normale Menschen in Japan und den USA eine neue Methode, um dem Alltag zu entfliehen: Sie verkleiden sich wie bekannte Comic-Figuren. Cosplayer nennt man sie. Gleich zwei Bildbände beschäftigen sich mit diesem neuen Trend.
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