HOME

Wie Detroits Musik die USA veränderte

Die 1959 gegründete Plattenfirma Motown machte schwarze Musik für ein weißes Publikum. Damit veränderte sie die rassistische US-Gesellschaft. Inzwischen spielen Motown-Künstler sogar für US-Präsidenten.

Von Carsten Heidböhmer

Im Januar 1959 lieh sich der vormalige Profi-Boxer Berry Gordy 800 Dollar aus, um ein eigenes Plattenlabel zu gründen. Ohne es zu wissen, legte er damit den Grundstein zu einer Erfolgsgeschichte, die weit über die musikalische Bedeutung hinausreicht. Im Amerika der Rassentrennung brachte Motown als eine der ersten Plattenfirmen schwarze Musik zu einem weißen Publikum. Gordys Trick: Er glättete den rauen Soul und legte Wert auf eingängige Melodien. Auf diese Weise schafften es zwischen 1961 und 1971 unfassbare 110 Motown-Songs in die amerikanischen Top Ten.  In seinen Hochzeiten produzierte Motown Hits wie am Fließband - die Arbeitsweise ähnelte derjenigen der großen Autofabriken in Detroit. Feste Komponisten-Teams wie das Trio Holland-Dozier-Holland entwickelten die Songs. Das Studio war bis zu 22 Stunden am Tag geöffnet, und die Hausband The Funk Brothers spielte für alle Künstler des Labels. Der erste Nummer-Eins-Hit hatte Motown 1961 mit "Please Mr. Postman" von den Marvelettes. Ein Song, den auch die Beatles später covern sollten.   Die erfolgreichste Gruppe waren die Supremes um Lead-Sängerin Diana Ross (Mitte), die in den 60er Jahren zwölf Nummer-Eins-Hits hatten, darunter "Baby Love", "Stop! In the Name of Love", "I Hear a Symphony", "You Can't Hurry Love" und "You Keep Me Hangin' On".

Im Januar 1959 lieh sich der vormalige Profi-Boxer Berry Gordy 800 Dollar aus, um ein eigenes Plattenlabel zu gründen. Ohne es zu wissen, legte er damit den Grundstein zu einer Erfolgsgeschichte, die weit über die musikalische Bedeutung hinausreicht. Im Amerika der Rassentrennung brachte Motown als eine der ersten Plattenfirmen schwarze Musik zu einem weißen Publikum. Gordys Trick: Er glättete den rauen Soul und legte Wert auf eingängige Melodien. Auf diese Weise schafften es zwischen 1961 und 1971 unfassbare 110 Motown-Songs in die amerikanischen Top Ten.

In seinen Hochzeiten produzierte Motown Hits wie am Fließband - die Arbeitsweise ähnelte derjenigen der großen Autofabriken in Detroit. Feste Komponisten-Teams wie das Trio Holland-Dozier-Holland entwickelten die Songs. Das Studio war bis zu 22 Stunden am Tag geöffnet, und die Hausband The Funk Brothers spielte für alle Künstler des Labels. Der erste Nummer-Eins-Hit hatte Motown 1961 mit "Please Mr. Postman" von den Marvelettes. Ein Song, den auch die Beatles später covern sollten.

Die erfolgreichste Gruppe waren die Supremes um Lead-Sängerin Diana Ross (Mitte), die in den 60er Jahren zwölf Nummer-Eins-Hits hatten, darunter "Baby Love", "Stop! In the Name of Love", "I Hear a Symphony", "You Can't Hurry Love" und "You Keep Me Hangin' On".

Weitere Themen

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo