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4. März 2010, 23:55 Uhr

Kahn singt Lobeshymnen auf Robbie Williams

Publikumsliebling Robbie Williams hat bei der Echo-Verleihung in Berlin seine siebte Trophäe gewonnen. Die Laudatio hielt Oliver Kahn. Die großen Abräumer des Abends aber waren Jan Delay, Silbermond und Frau Gaga.

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Titanen unter sich: Robbie Williams (l.) und Oliver Kahn© Tobias Schwarz/Reuters

Jan Delay, Lady Gaga und Silbermond sind die großen Gewinner der Echo-Verleihung 2010. Die deutsche Band, die mit ihrem Album "Nichts passiert" im vergangenen Jahr auf Platz 1 der Charts einstieg, räumte am Donnerstagabend in den Kategorien "Beste deutsche Rock/Pop-Band" und "Bester Live-Act" ab. Auch Delay gewann zwei der begehrten Musikpreise. Ausgezeichnet wurde der 33-Jährige als bester HipHop-Künstler. Außerdem wurde er für sein Album "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" mit dem Kritikerpreis geehrt. Lady Gaga räumte sogar dreifach ab: als Künstlerin International Rock/Pop, erfolgreichster Newcomer/International und mit dem Hit des Jahres National/International ("Poker Face").

Den ersten Echo des Abends erhielt Peter Fox mit seinem Album "Stadtaffe". Die CD erreichte Platz 1 der deutschen Charts, insgesamt drei Singles waren in den Top Ten vertreten. Schon im vergangenen Jahr hatte der Sänger der Reggae-Gruppe Seeed drei der Echos abgeräumt. Sein Soloalbum "Stadtaffe" hält sich seit Monaten in den Charts.

"Es wird eine Hochzeit geben"

Ebenfalls zum wiederholten Male prämiert wurde Robbie Williams. Der 36-jährige Brite nahm den siebten Echo für den besten internationalen Künstler entgegen. Da seine Verlobte Ayda Field nicht mit zur Gala kommen konnte, scherzte Williams, weibliche Fans könnten später gerne mit auf sein Hotelzimmer kommen. "Nein, im Ernst", sagte er. "Es wird eine Hochzeit geben, aber ich weiß noch nicht, wann."

Williams erhielt seinen Echo aus den Händen von Laudator Oliver Kahn. Der Ex-Bayerntorwart sang wahre Lobeshymnen auf den Briten und nannte ihn einen wahren Titan. Williams spielte während Kahns Ansprache den Gebauchpinselten - Williams ist ein großer Fußballfan.

Sängerin Cassandra Steen ("Stadt") bekam den Preis in der Sparte Rock/National - gegen Konkurrentinnen wie Nena und Annett Louisan. Peter Maffay wurde für sein Lebenswerk geehrt.

"Ich höre nicht auf, Musik zu machen"

Fox war bei der Show mit fünf Nominierungen einer der Favoriten des Abends. "Ich höre nicht auf, Musik zu machen", sagte der Musiker, der nach seiner Solokarriere wieder mit der Band Seeed spielt. Jan Delay holte mit seinem Album "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" den Kritikerpreis national und gewann in der Kategorie Hip-Hop/Urban.

Hape Kerkeling brach als Laudatorin Uschi Blum eine Lanze für den deutschen Schlager. In dieser Kategorie gewann Andrea Berg.

Die sächsische Band Silbermond wurde bester Live-Act National und beste Gruppe in der Sparte Rock/Pop National, auf internationaler Ebene siegte Depeche Mode. Sido ("Hey Du") wurde bei der ARD-Show mit dem vom Publikum gewählten Preis für das beste Video geehrt. Der Rapper dankte unter anderem seinem Anwalt und hielt danach den Mittelfinger in die Kamera.

An anderen Stellen ging es in der Show zum deutschen Musikpreis kuscheliger zu: Williams stellte seine neue Single "Morning Sun" vor, auch 80er-Jahre-Star Sade trat auf. Sängerin Rihanna ("Rude Boy", "Umbrella") ging schon einen Tag vor dem Musikpreis zur Arbeit: Sie gab eine Autogrammstunde in einem Einkaufszentrum am Alexanderplatz.

Über die meisten Kategorien entscheidet eine Fachjury

Der Echo, der von der Deutschen Phono-Akademie vergeben wird, gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Musikbranche. Er orientiert sich an den Chart-Erfolgen. Über die meisten der 23 Kategorien entscheidet eine Fachjury. Die Show war an ihren alten Ort in die Messe Berlin gezogen und ausverkauft. Mit 4000 Zuschauern - statt 10.000 wie im Vorjahr in der O2-Arena - fiel der Rahmen für den Echo eine Nummer kleiner aus.

Moderatoren waren erstmals Matthias Opdenhövel und Sabine Heinrich, die derzeit in einer Castingshow namens "Unser Star für Oslo" den deutschen Teilnehmer des Eurovision Song Contest 2010 suchen. Das Fernseh-Konkurrenzprogramm war nicht ohne: unter anderem die erste Folge der neuen Staffel von "Germany's Next Topmodel" mit Heidi Klum. Im vergangenen Jahr war die Echo-Quote mit drei Millionen Zuschauern enttäuschend.

mad/DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
upsonline (05.03.2010, 10:11 Uhr)
Echo auf Echo
Echo gesehen? Und auch bei vollem Bewusstsein überstanden? Ich habe mich dabei gefragt, welchen Grad der Debilität die Moderatoren bei der Zulassungsprüfung zu dieser Veranstaltung erreichen mussten, es muss auf jeden Fall irgendwo oberhalb des Messbereiches der Richter-Skala gewesen sein. Dort hat dann aber die Bemessungsgrenze für diejenigen, die das konzeptioniert und produziert haben, gerade erst angefangen. Soll damit das kulturelle Geschehen in Sachen Musik in Deutschland repräsentativ repräsentiert gewesen sein? Dann war das die Bankrotterklärung.

Nichts gegen die anwesenden Künstlerinnen und Künstler, die sind ja eigentlich eh Randfiguren bei so was. Aber die Niveaulosigkeit der Präsentation ? ausserhalb jeder Messbarkeit. Und das war nicht Bohlen-TV, das war das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen. Schweineteure Produktion. Bezahlt von Gebühren. Und in diesem Sinne dekadent sogar jenseits des Verständnisses von Wellen aller Himmelsrichtungen. Mich wundert nur, daß Stern und andere Blätter aus dem gleichen Haus das klaglos hinnehmen. Denn das war ein Skandal!
upsonline (05.03.2010, 09:43 Uhr)
Echo gesehen? Und auch bei vollem Bewusstsein überstanden? Ich habe mich dabei gefragt, welchen Grad der Debilität die Moderatoren bei der Zulassungsprüfung zu dieser Veranstaltung erreichen mussten, es muss auf jeden Fall irgendwo oberhalb des Messbereiches der Richter-Skala gewesen sein. Dort hat dann aber die Bemessungsgrenze für diejenigen, die das konzeptioniert und produziert haben, gerade erst angefangen. Soll damit das kulturelle Geschehen in Sachen Musik in Deutschland repräsentativ repräsentiert gewesen sein? Dann war das die Bankrotterklärung.

Nichts gegen die anwesenden Künstlerinnen und Künstler, die sind ja eigentlich eh Randfiguren bei so was. Aber die Niveaulosigkeit der Präsentation ? ausserhalb jeder Messbarkeit. Und das war nicht Bohlen-TV, das war das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen. Schweineteure Produktion. Bezahlt von Gebühren. Und in diesem Sinne dekadent sogar jenseits des Verständnisses von Wellen aller Himmelsrichtungen. Ich wundere mich nur, daß der Stern und auch andere Publikationen des gleichen Hauses klaglos hinnehmen. Denn das war ein echter Skandal!
reisschuessel (05.03.2010, 09:18 Uhr)
Haarshampoo
Da kann ich mich meinen Vorpostern nur anschließen, die Moderation ging mal voll daneben. Ist es wirklich zuviel verlangt, daß ein Moderator wenigstens soviel Englisch kann, daß er eine sinnigere Frage zusammenbringt als: "Du hast so schöne Haare, was für'n Shampoo benutzt du denn?" Für so'ne Anmache hätte jeder Andere wahrscheinlich noch in der letzten Dorfdisco schlichtweg eine gescheuert gekriegt.
motzki (05.03.2010, 08:55 Uhr)
uuuaaahhhh!
nicht nur, dass die moderatorin aussah, als ob sie ein vogelnest auf dem kopf hätte, nein, sie zog auch noch ständig den interviewten gästen das mikrofon unter der nase weg. egal, ob sie ihren satz beendet hatten oder nicht. welches weibliche wesen würde robbie williams nicht gerne umarmen? jedoch konnte ich gut verstehen, dass er fluchtartig die bühne verlassen hat. es war total nervig, wahrscheinlich nicht nur vor dem fernseher, dass die tante wie ein gummiball zwischen den stuhlreihen hindurch gehüpft ist und jedem ihren hintern ins gesicht gedrückt hat.
HotP (05.03.2010, 08:48 Uhr)
Fremdgeschämt II
Ich kann mich da nur anschließen. Habe mich die meiste Zeit für die Moderatoren fremdgeschämt. Auch ein Pocher war alles andere als witzig. Stinklangweilig das Ganze. Schade.
don.l-ffm (05.03.2010, 08:37 Uhr)
Ohje
Was für eine gnadenlos schlechte Veranstaltung. So eine lächerliche, langweilige und peinliche Preisverleihung kann wahrscheinlich nur in Deutschland produziert werden.
Und für so einen Mist zahlt man dann alle 3 Monate 54 Euro an die GEZ. Na bravo ARD, Dreck in HD, ganz toll gemacht!
iosono (05.03.2010, 08:33 Uhr)
Ganz wichtig
Wer gewinn den Oscar,den Golden Globe,den MTV Video Award-Latino Award-British Award,European Musik Award,den Echo,den Grimme Preis,den Bambi,die goldene Kamera,die Filmfestspiele von Cannes,den deutschen Fernsehpreis........................hab ich was vergessen?
Ehrungen über Ehrungen,Jahr für Jahr......
nichtvergessen (05.03.2010, 08:26 Uhr)
Moderatoren oberpeinlich
Puk die Stubenfliege und Sandy die Zahnlueckenfee sind unzumutbar. Soll das ein Pircing an Ihrem Auge sein oder ist es eine Warze ? Ok fuer Ihr Auesseres koennen die beiden nichts, aber diese Beiden haben Ihren Beruf verfehlt. Eine Schande dass Sie allen Ernstes heute schon wieder in der ARD auf die Menschheit losgelassen werden.
Clamaria (05.03.2010, 07:29 Uhr)
Fremdgeschämt
Sehe nur ich das so, dass die Moderatoren oberpeinlich agiert haben? Blöd, Robbie Williams nach Hertha BSC und Heiraten zu fragen. Klar, wird es eine Hochzeit geben, muss ja nicht seine eigene sein.
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