
Lena schwärmte vom Taizé-Gefühl "total viel Glück"© Franz Killmeyer/GEO
Zufällig war genau zu der Zeit auch ein Reporterteam von "Geo" unterwegs. Aus den rund 100.000 Gästen, die übers Jahr verteilt Taizé besuchen, hatte sich Fotograf Franz Killmeyer ausgerechnet Lena Meyer-Landrut, die in der Reportage stets nur mit Vornamen erscheint, als Motiv herausgepickt. "Sie ist mir wegen ihres bezaubernden Wesens sofort aufgefallen", sagt Killmeyer. Sie sei aus der Gruppe herausgestochen, ohne sich selbst in den Mittelpunkt zu rücken. Eine Woche habe er Lena begleitet und sie als "ziemlich facettenreiches Wesen, die auf der Suche nach Sinn war", erlebt. "Sie hat ein reines Herz, ich hoffe, das wird nicht geschwärzt", sagt der Fotograf über Lena.

Den Taube-Kreuz-Anhänger trägt Lena bei ihren Auftritten© Andreas Rentz/Getty Images
In dem "Geo"-Bericht wird Lena als 17-jährige Gymnasiastin beschrieben, die in einer Jazzband singt und von einer Musical-Ausbildung träumt. Vor anderthalb Jahren habe sie "zum Glauben gefunden" und vor einem halben Jahr das erste Mal von Taizé gehört. Auf den Bildern sieht man sie, wie sie in einer Gesprächsgruppe sitzt, wie sie mit einem Freund auf freiem Feld unter blauem Himmel spazieren geht, wie sie beim Schlussgottesdienst in der Mehrzweckhalle inmitten der Gläubigen sitzt, in der Hand hält sie eine brennende Kerze, auf den Oberarm hat sie mit Kugelschreiber Sternchen gemalt.
Die Zeichen ihres Glaubens trägt Lena Meyer-Landrut auf der Haut: Auf dem linken Oberarm hat sie eine so genannte Ritterlilie eintätowiert - ein Zeichen des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen. Und um den Hals trägt sie eine Kette, deren Anhänger eine Mischung aus Kreuz und Taube ist, das Erkennungszeichen all jener, die schon mal in Taizé waren. Äußern wollte sich Lena Meyer-Landrut zu ihrem Aufenthalt in Taizé nicht.