Anlässlich ihres neuen Albums "She Wolf" lud Shakira auf die Bahamas ein und sprach im Interview über ihre geschockten Eltern, Kinderwünsche und die langen Jahre der Psychotherapie .
Früher ging mir das oft so, ja. Als ich anfing, Geld zu verdienen, habe ich mir in Barranquilla, meiner Heimatstadt, ein Apartment gekauft, das Mittelklasse war, obwohl ich mir etwas anderes hätte leisten können.
Nein, ich habe hier ein relativ kleines Haus.
Kleiner als mein Haus in Miami. Nur zwei, drei, nein: vier Schlafzimmer. Und ein kleines Studio. Und ganz viele Blumen! Mein Garten ist schön bunt. Ich liebe lila, darum habe ich mein Haus lila angemalt. Na ja, anmalen lassen. Dafür hatte ich bis vor kurzem nicht mal ein Auto.
Wie kommen Sie denn darauf?
Hmm, okay. Das Leben ist kurz, ich arbeite hart – da muss ich auch mal ein bisschen genießen dürfen. Und das eine schließt das andere nicht aus: Ich tue ja trotzdem alles, um anderen Menschen zu helfen.
Was ich bisher mit der Stiftung erreicht habe, das hat mich mehr befriedigt als alles andere in meiner Karriere. Ich habe als Kind davon geträumt, dass es in Barranquilla eine Schule gibt für Kinder, die in extremer Armut leben. Und nun steht sie da, meine Schule, mit 55 Lehrern und großartigen Sportmöglichkeiten, wo es jeden Tag etwas zu essen gibt und die Kinder mit einem Lachen im Gesicht hingehen.
Mag sein, dass die mich benutzen, aber ich benutze sie ja auch. Das ist ein Geschäft, das gut ist für beide Seiten: Die bekommen ein schönes Foto, ich bekomme eine Zusage für etwas, das mir am Herzen liegt. Hauptsache, wir bewegen uns in die gleiche Richtung.