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4. Juni 2010, 11:33 Uhr

Ein Musikfestival wächst über sich hinaus

Das Musik-Festival "Rock am Ring" in der Eifel feiert Jubiläum. Seit 25 Jahren pilgern - mit Ausnahme einer zweijährigen Pause - tausende Fans im Sommer zum Nürburgring, um Rockstars bei Deutschlands größtem Open-Air-Festival zu bejubeln. Eine Chronologie.

Das Musik-Festival "Rock am Ring" in der Eifel feiert Jubiläum. Seit 25 Jahren pilgern - mit Ausnahme einer zweijährigen Pause - tausende Fans im Sommer zum Nürburgring, um Rockstars bei Deutschlands größtem Open-Air-Festival zu bejubeln. Eine Chronologie.

1985: Die Superstars bei der "Rock-am-Ring"-Premiere mit insgesamt 18 Bands und einer Bühne sind Joe Cocker, U2 und Chris de Burgh. Es kommen 75 000 Menschen - ausverkauft. Im Rundfunk wird wenige Stunden nach Beginn dazu aufgerufen, nicht mehr in die Eifel zu fahren.

1986: Weil viele Top-Acts aus den USA und tausende in Deutschland stationierte US-Soldaten aus Furcht vor Terroranschlägen zu Hause bleiben, sinkt die Besucherzahl auf 40 000. Im Gegensatz zum "Rock- im-Park"-Vorgänger, der nach der Tschernobyl-Katastrophe aus Angst vor Radioaktivität im Boden in eine Halle verlegt wird, wird in der Eifel draußen gerockt, weil der Boden am Ring meist betoniert ist.

1989/1990: Zweijährige Pause für das Rock-Spektakel. Nach Angaben des Veranstalters ließen sich damals keine attraktiven Superstars finden. In den Vorjahren waren die Zuschauerzahlen allerdings auch hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

1991: Zum Neubeginn des zweitägigen Rock-Events kommen INXS, Toto, Fury In The Slaughterhouse und 51 000 Fans. Eltern können erstmals ihre Kleinen in einem ganztägig betreuten Kindergarten abgeben.

1995: Das Zwillings-Festival "Rock im Park" wird ins Leben gerufen, findet zunächst aber noch in München statt. Blödel-Barde Otto Waalkes gibt mit Rock-Parodien sein umjubeltes Bühnen-Comeback.

1996: Erstmals wird an drei Tagen gerockt. Seit 1985 hat sich die Zahl der Künstler mehr als verdoppelt: 43 sind dieses Mal mit dabei - darunter Bryan Adams, Die Toten Hosen und Rage Against The Machine.

1999: Das Festival wächst explosionsartig: 93 Künstler treten in diesem Jahr zum ersten Mal auf drei Bühnen auf. Neben Hard-Rock-Bands wie Metallica werden auch Soul- und Hip-Hop-Acts immer wichtiger.

2001: Die Ausmaße sind gigantisch: Insgesamt 13 Campingplätze mit zusammen drei Millionen Quadratmetern Fläche sind für Deutschlands größtes Festival ausgewiesen. Rund 1500 Mitarbeiter sorgen für den Ablauf des Spektakels mit 75 000 Fans, von denen laut Polizei 20 000 "Zaungäste" außerhalb des Festivalgeländes bleiben.

2008: Mit 85 000 Menschen wird ein Besucherrekord verzeichnet.

2010: Zum 25. Jahrestag gibt es einen zusätzlichen Festivaltag. Bereits am Donnerstagabend beginnt mit der deutschen Crossover-Band H-Blockx und den US-Altmeistern Kiss das viertägige Jubiläums-Event.

DPA
 
 
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