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Arabeske

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Interview mit Muhabbet
Interview mit Muhabbet
"Ich lebe beides"

Muhabbet war schon vor der Veröffentlichung seiner ersten Single ein Star - dank der großen Nachfrage in Tauschbörsen. stern.de sprach mit dem Kölner über sein leben zwischen den Kulturen und den neuen Musikstil R&Besk.

Medien und Wulff
Medien und Wulff
Ein Bobbycar als Staatsaffäre

Wir Medien sollten aufpassen, dass wir in der Affäre um den Bundespräsidenten Maß halten und uns wieder auf die wichtigen Fragen konzentrieren. Spielzeug gehört nicht dazu.

Muhabbet
Muhabbet
Marsch in den den Mainstream

Schon vor der Veröffentlichung seiner ersten Single war Muhabbet in der deutsch-türkischen Szene ein Star. Mit "Sie liegt in meinen Armen" will er nun den deutschen Mainstream erobern. Die Chancen stehen nicht schlecht.

American Venture
Blog "American Venture"
Communist

'Small Talk' hier folgt fast immer dem gleichen Schema. "Hallo, wie geht es und wo kommst du her?" und "Have a nice day!". Doch heute morgen gab es einen lange nicht gehörten 'Twist'. Das ging bei einem kurzen Gespräch mit einem Substitute Teacher so. Nachdem er meinen Akzent vernahm, kam die Frage: "Where are you from? Oh, Germany! Oh, I was in the Military over there." Die nächste Frage kam propmt: "East or west?" East. "Oh, I never met a Communist in person!" Ich beende das unfruchtbare Gespräch mit der flapsigen Bemerkung: "You know the wall came down 20 years ago, right?" Auch angesichts der aktuellen Diskussion in den Medien, ob die DDR ein 'Unrechtsstaat' war oder nicht muss ich über dieses Gespräch kurz nachdenken. Wenn die geflügelten Worte und Definitionen über Diktatur, (Un)Rechtsstaat und Sozialismus verflogen sind wird klar, dass das, was für Millionen von DDR Bürgern 40 Jahre Alltag war, nicht ganz so lapidar mit einem Wort wie 'Unrechtsstaat' umschrieben werden kann. Und wenn ja, so wurde auch im sog. Unrechtstaat lebenswertes Leben gelebt. Aufwachsen konnte man in der DDR ganz gut. Schwierig wurde es bei mir als ich mich der Volljährigkeit näherte. Ich finde, dass das ganze 'Gedöhns' um die Ideologisierung der Jugendorganisationen überbewertet wird. Ich hatte immer nur den abgeschnittenen blauen FDJ-Kragen unter einem Pullover an und nach dem FDJ-Treff verschwand derselbe sofort in der Hosentasche. Mein Stammsender war Bayern 3 und zu dieser Zeit spielten Gottschalk und Jauch als DJ noch gute Musik bei "Pop nach 8". Meine Jeansjacke mit dem Aufnäher "Schwerter zu Pflugscharen" trug ich nur am Wochenende, ansonsten war Stress mit den Behörden vorprogrammiert. Ich ging mit 16 in's Internat und machte die Kombination Beruf mit Abitur. Im letzten Jahr meiner Ausbildung bekam ich dann die Macht und Intentionen des Staatsapparates zu spüren. Ich wollte studieren und der Staat verlangte von mir in die Partei einzutreten und mich für 3 Jahre Armee zu verpflichten. Ich sollte zum Wachregiment Feliks Dzierzynski, welches direkt dem MfS sozusagen als militärischer Arm unterstand. Bei einem dieser äzenden Kadergespräche beim Chef der Dienstelle wurde mir auch ein Herr des MfS vorgestellt, der mich als IM werben wollte. Ich hatte 24 Stunden Bedenkzeit. Was tun? Am nächsten Tag trat ich mit einer seitlichen Arabeske in die SED ein, lehnte aber die 3 Jahre Wehrdienst und IM Mitgliedschaft ab. Argumente dafür gab es eigentlich keine. Ich sagte, was mein Vater mir vorgeschlagen hatte, dass ich unsicher bin und noch nicht volljährig sei (17). Daraufhin bekam ich die Lektion, dass ich mein Studium in den Wind schreiben konnte. Was damals an Intrigen in Gang gesetzt wurde, konnte ich 1995 genau nachlesen, als ich meine Stasiakte in Suhl einsah. Ein IM-Deckname taucht darin öfter auf, jedoch diesen zu 'Enttarnen' blieb erfolglos. Nach der Ausbildung wurde ich in einen sehr schlecht bezahlten Bürojob "strafversetzt". Ich kündigte kurz darauf und arbeitete ein Jahr 3 Schichten in der Spielzeugfabrik am Ort bis ich zum berühmt-berüchtigten Grundwehrdienst eingezogen wurde. Zum Wehrdienst nur soviel. Ich hatte den Eindruck, dass mit jeder Beförderung der Offiziere auch die Dummheit proportional anstieg. Beispiele dafür würden ein Buch füllen. Da es auch in einem so perfiden System manchmal vernünftige Leute an Leitstellen gab 'durfte' ich dann Lehramt in Erfurt studieren. Kniffelig wurde es dann nochmal im Frühjahr 1989 als ich mein Parteibuch abgab. Im Februar 1989 war die Lage in der DDR noch relativ stabil und es gab auch noch keine Demonstrationen. Ich musste im Hörsaal 6 der Uni Erfurt vor den Herren Professoren Rede und Antwort stehen, und das 'warum' erklären. Warum ich in der Folgezeit durch einige Testate und Prüfungen fiel, könnte damit erklärt werden. Dann kam die Wende zur richtigen Zeit. Die Zeit der Demo's und des Aufbruchs waren unvergesslich. Zurück zum Thema. Natürlich war die DDR ein Unrechtsstaat. Ein Staat der von bornierten Mauerköpfen geführt wurde, sich eines menschenfeindlichen Sicherheitsdienstes bediente und Mauer und Schiessbefehl brauchte wird dieser Definition gerecht. Es war schwierig, wenn bei der sog. Diktatur des Proletariats dieses nichts zu diktieren hatte. Jedoch macht hier der Ton die Musik. Wenn jemand daher kommt, der nie in der DDR gelebt hat und sagt die DDR war eine Diktatur und Unrechsstaat und diskreditiert zugleich alle Lebensleistungen der DDR-Bürger, kann er mir gestohlen bleiben. Sagt dies jemand, der sich sich mit dem Leben in der DDR auseinandergesetzt hat und der zwischen dem Unrechtstaat und den Lebensleistungen differenzieren kann, dann wird er auf Akzeptanz treffen.

Aus stern Nr. 27/2005
Aus stern Nr. 27/2005
Eine Frage des Misstrauens

Persönliche Erklärung eines fiktiven SPD-Abgeordneten, der auf die Vertrauenfrage seines Kanzlers antwortet - und das Grundgesetz verteidigt. Aus stern Nr. 27/2005

Ballett
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Polina Assoluta

Erotisch, anmutig, elegant - die 21-jährige russische Ballerina Polina Semionova ist auf dem Weg zum Weltruhm. Jetzt tanzt der neue Stern am Balletthimmel in der festlichen Eröffnungsgala des Staatsballetts Berlin.

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