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5. Juli 2005, 11:43 Uhr

"Live 8" füllt die Taschen der Stars

Das Benefiz-Konzert "Live 8" geht als größtes Konzert der Welt in die Geschichte ein. Profitieren davon sollen die ärmsten Länder Afrikas. Doch die Kasse klingelt derzeit vor allem bei Stars wie Pink Floyd.

Haben von ihrem "Live 8"-Auftritt stark profitiert: David Gilmour, Roger Waters, Nick Mason und Richard Wrigth von Pink Floyd© Hubert Boesl/DPA

Es war ein Konzert der Superlative. Auf vier Kontinenten fanden acht Konzerte gleichzeitig statt. Bob Geldof rief, unter dem Motto "Gemeinsam für Afrika", Stars wie Robbie Williams, Pink Floyd, Snoop Dogg und Mariah Carey dazu auf, im Rahmen eines Benefiz-Konzerts gegen weltweite Armut zu demonstrieren.

Die populärsten Rock- und Pop-Stars beim Live-8- Musikspektakel am Samstag im Londoner Hyde Park sollen seitdem riesige Zuwächse bei ihren CD-Verkäufen verbucht haben. So verzeichnete die mehr als 20 Jahre lang zerstrittene Gruppe Pink Floyd nach ihrem Auftritt einen Verkaufszuwachs ihrer CD "Echoes: The Best of Pink Floyd" von 1343 Prozent, berichtete der "Daily Mirror".

Extra-Einnahmen für den guten Zweck spenden

Auch The Who fand nach dem Auftritt bei Bob Geldofs zentralem Konzert gegen die weltweite Armut großes Echo bei den Fans. Ihre CD "Then and Now" erlebte einen Zuwachs der Nachfrage um 863 Prozent, meldete das Blatt. Annie Lennox sah nach Industrieangaben ihre "Eurythmics Greatest Hits" 500 Prozent häufiger verkauft als vorher. Madonna rangierte in der Erfolgskala auf Rang 10 mit immer noch 200 Prozent mehr verkauften Exemplaren ihrer CD "Immaculate Collection".

Pink Floyd-Gitarrist David Gilmore ließ bereits erklären, dass er von dem Umsatzboom als Folge des Konzerts nicht profitieren möchte. Er rief vielmehr seine Kollegen auf, Extra-Einnahmen für den guten Zweck zu spenden. Der einzige Künstler, der sich nicht über gestiegene Nachfrage freuen konnte, war nach Angaben des "Mirror" Pete Doherty. Dessen zusammen mit Elton John vorgetragene Darbietung von "Children of the Revolution" sei von den Fans als erbärmlich beurteilt worden.

DPA
 
 
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