Mit ihrem neuen Album will Britney Spears zeigen, dass sie kein Teeniestar mehr ist - dabei darf sie noch nicht mal allein Interviews geben.
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Möchte kein kleines Mädchen mehr sein:Britney Spears
Sie hat ein leicht hysterisches, aber nicht unsympathisches Lachen. An diesem Nachmittag dringt es durch die Tür eines Hotelzimmers in Beverly Hills. Ein Rentner-Pärchen mit Nike-Turnschuhen an den Füßen schreckt auf und eilt nervös Richtung Fahrstuhl. Dann ist es wieder still vor Zimmer 4746, und man fragt sich, ob man jetzt vielleicht zu ihr darf. Zweieinhalb Stunden Warten sind schließlich genug, es ist ja nicht der Papst, sondern Britney Spears, der man ein paar Fragen stellen will.
Doch zuerst möchte der junge, freundliche Pressebetreuer ihrer Plattenfirma all die Fragen besprechen, die man Britney Spears mitgebracht hat. Es gibt da nämlich ein paar Tabuthemen, sagt er, auf die man sie auf keinen Fall ansprechen darf. Aha, zum Beispiel? »Eigentlich alles, was mit ihrem Privatleben zu tun hat. Und vor allem keine Fragen über Sex, bitte. Sie ist ja erst 19.« Aber das ist ja nicht schlimm, fügt der Pressebetreuer mit aufmunterndem Lächeln hinzu, weil Britney über ihre neue Platte wirklich eine Menge interessante Dinge zu erzählen hat.
Das Dumme ist nur, dass man das neue Album vor dem Interview noch gar nicht hören konnte. Es ist nicht rechtzeitig fertig geworden, was dem Pressebetreuer natürlich leidtut, sich jetzt aber auch nicht ändern lässt. Nur drei Stücke hat er auf einer CD mitgebracht, in die man jetzt, aber das ist doch selbstverständlich, noch schnell reinhören kann.
Und dann darf man endlich zu Britney Spears. Sie sitzt steif und aufrecht mit übereinander geschlagenen Beinen auf einem weißen Sofa. Es wirkt ein bisschen verkrampft, als wäre das hier ein Bewerbungsgespräch, was es ja in gewisser Weise auch ist. Sie ist hier, um PR für ihre neue CD »Britney« zu machen. Dafür hat sie sich hohe, schwarze Stiefel angezogen und einen sehr, sehr kurzen Jeansrock mit bunten Fransen unten dran. Auf ihrem engen T-Shirt steht irgendetwas in geschwungenen, goldenen Buchstaben, aber man traut sich nicht, genau hinzuschauen, weil der Pressebetreuer in der Ecke lauert.