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Der wahre König des Rock'n'Roll ist tot

Mit flinken Fingern sauste Chuck Berry in den 50ern und 60ern über seine E-Gitarre, die Teenager lagen ihm zu Füßen. Musikalisch stellte er Elvis in den Schatten, beeinflusste unter anderem Beatles, Rolling Stones und Beach Boys. Jetzt ist Berry mit 90 Jahren gestorben.

ist tot. Die Rock'n'Roll-Legende sei am Samstag (Ortszeit) im Alter von 90 Jahren in der Nähe von St. Louis im US-Bundesstaat Missouri gestorben, teilte die zuständige Polizeibehörde auf Facebook mit. Rettungskräfte hätten ihn am frühen Nachmittag leblos in seinem Haus gefunden, ihn aber nicht wiederbeleben können. 

Die Polizei "bestätigt traurig den von Charles Edward Anderson Berry Sr., besser bekannt als der legendäre Musiker Chuck Berry", heißt es in der Mitteilung weiter. Berrys Familie habe darum gebeten, in ihrer Trauer nicht gestört zu werden.

Berry war noch bis in den August vergangenen Jahres aufgetreten und hatte auf seiner Webseite für dieses Jahr ein neues Album angekündigt - das erste nach fast 40 Jahren. 

Viele Fans und Kollegen betrauerten den Tod des Musikers im Internet. "Ich bin so traurig zu hören, dass Chuck Berry gestorben ist", schrieb Rolling Stones-Sänger Mick Jagger bei Twitter. "Ich möchte mich bei ihm für all die inspirierende bedanken, die er uns gegeben hat. Er hat Licht in unsere Teenager-Jahre gebracht und uns davon träumen lassen, Musiker zu werden. Seine Texte haben andere überstrahlt und ein merkwürdiges Licht auf den amerikanischen Traum geworfen. Chuck, du warst großartig und deine Musik ist in uns für immer eingraviert."

Chuck Berry: Vorbild für Bruce Springsteen

Der Musiker Bruce Springsteen bezeichnete Berry als "besten Fachmann, Gitarristen und puren Rock'n'Roll-Schreiber, der je gelebt hat". Berry habe die Musik und jeden, der Musik hört, verändert, schrieb Schauspielerin Alyssa Milano bei : "Danke." Musiker John Mayer würdigte Berry als "Legende". Autor Stephen King schrieb, die Nachricht habe sein Herz gebrochen: "Aber 90 Jahre alt ist nicht schlecht für Rock'n'Roll." Und der Comedian Marc Maron schrieb schlicht: "Der König ist tot."


Der 1926 in St. Louis geborene Afroamerikaner galt als einer der Pioniere des Rock'n'Roll, als einer der größten Songschreiber und besten Gitarristen seiner Zeit. Er beeinflusste Musiker wie die Beatles, die , die Beach Boys oder Bob Dylan.

Seine Hits wie "Roll Over Beethoven", "School Day", "Rock and Roll Music", "Sweet Little Sixteen" und "Johnny B. Goode" gelten längst weltweit als Klassiker. Für sein Lebenswerk erhielt er einen Grammy und wurde in die Rock'n'Roll "Hall of Fame" aufgenommen.

DPA
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