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Netrebkos Erbinnen oder: Das Auge hört mit

Seit die Umsätze der Plattenfirmen kontinuierlich zurückgehen, müssen auch Opernsängerinnen jung und attraktiv sein: Sex sells. Anna Netrebko machte es vor. Doch schon steht eine neue Generation junger "Classical Beauties" in den Startlöchern.

Was nützt die größte Genialität, wenn sich das künstlerische Produkt nicht verkaufen lässt. Heutzutage müssen Klassik-Stars so gut aussehen wie die "Desperate Housewives" und einen Lebenswandel haben wie in einer Soap-Opera. Nach dem Motto "Klassik ist der neue Pop" wurde Anna Netrebko zu einer Ikone aufgebaut. Jetzt geht die Diva erst einmal in Mutterschaftsurlaub. Doch ihre Nachfolgerinnen stehen schon bereit - und fast jede Nation wartet mit einer eigenen Klassik-Schönheit auf: Natalie Dessay erobert Frankreich mit herbem Klang, in Großbritannien wird Kate Royal gefeiert, und aus den USA stürmt Danielle de Niese nach Europa. "Es ist doch langweilig", sagt de Niese, "wenn die Oper zum Museum wird. Warum sollen wir uns auf der Bühne nicht geben, wie wir sind?"

stern.de präsentiert Ihnen die drei neuen Klassik-Schönheiten in Ton und Bild - denn das Auge hört auch mit...

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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