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24. Mai 2008, 15:10 Uhr

Keine Chance für die No Angels

Bei den Proben zum Finale des Eurovision Song Contest sind die No Angels zum ersten Mal auf ihre Konkurrenz getroffen. Leider lief es für die vier Sängerinnen auf der Bühne nicht wirklich gut. Am Samstagabend müssen die Engel wahrscheinlich sehr tapfer sein. Von Jens Maier, Belgrad

No Angels

Bei der Generalprobe überzeugten die No Angels nicht© Jörg Koch/DDP

Die Sonne strahlt am Samstag über Belgrad. Für die No Angels wird sie um 21.18 Uhr untergehen. Und das liegt nicht daran, dass ihr Song "Disappear" heißt. Um diese Uhrzeit wird die deutsche Casting-Band in der Belgrad-Arena beim 53. Eurovision Song Contest auf der Bühne stehen. Bei den ersten Generalproben zum Finale konnten die vier Sängerinnen trotz Windmaschine, Feuerwerk und Trickkleidern nicht überzeugen.

Nach der Krankheit von Jessica waren die No Angels bei den Proben erstmals wieder komplett vertreten. Mit glitzernden Kleidern in blau und lila, einer tobenden Windmaschine und viel Pyrotechnik schmetterten sie ihr "Disappear" in die 10.0000 Zuschauer fassende Halle. Stimmung wollte bei den Zuschauern allerdings nicht aufkommen. Nur mit verhaltenem Applaus wurden die deutschen Engel von den Fans bedacht, die zu der Generalprobe am Freitagabend gekommen waren.

Sandy stand auf dem Kleid

Woran das lag? Zum einen daran, dass die Probe noch nicht rund lief. Sandy stand auf ihrem Kleid, als die Windmaschine ihren Schleier wehen lassen sollte und gesanglich war da sicherlich auch noch einiges verbesserungswürdig. Zum anderen an der schlechten Startnummer. Als Vierte mussten die No Angels auf die Bühne, das ist auch ihr Startplatz im Finale. Leider keine gute Ausgangslage, um eine Halle zum Kochen zu bringen und einen Grand Prix zu gewinnen. Dass das trotzdem gelingen kann, hat allerdings Sertab Erener 2006 mit "Every Way that I Can" unter Beweis gestellt.

Es müsste allerdings an ein Wunder grenzen, wenn die No Angels diesem Vorbild am Samstag folgen würden. Sie kommen nicht an - und das liegt nicht an ihrem Auftritt, am Gesang oder am Lied, sondern an der überragenden Leistung der anderen Teilnehmer. Im direkten Vergleich zu Favoriten wie Ani Lorak und ihrem "Shady Lady" oder Charlotte Perrellis "Hero" wirkt "Disappear" zu einfallslos und flach. Ein Höhepunkt mit Gänsehaut oder "Wow"¬-Effekt fehlt leider.

Deshalb heißt es für die No Angels am Samstag, tapfer sein. Wie das geht, macht derzeit die belgische Teilnehmerin Soetkin Baptist vor, die bereits am Dienstag aus dem Wettbewerb ausgeschieden ist. Statt abzureisen, singt sie ihr "O Julissi" bei Veranstaltungen rund um den Grand Prix tapfer weiter. Und inzwischen ist das Lied eine der inoffiziellen Hymnen dieses Grand Prixs, das auf vielen Fluren gepfiffen wird.

Von Jens Maier, Belgrad
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
elevenstar (25.05.2008, 23:44 Uhr)
turk-punk
Mir sind einige Deiner Kommentare ziemlich Europa-, bzw. Deutschlandfeindlich aufgefallen. Solltest Du ein Problem mit dem Schulsystem und der Lebensweise in Europa zu haben, dann solltest Du ernsthafte und konsequente Schlüsse ziehen und Deine schlauen Sprüche auf dem Marktplatz in Istanbul verbreiten. Das Schulsystem in Ankara ist bestimmt um Welten besser, gell!!!? Wenn Migranten nicht den kleinsten Ansatz von Lerneifer zeigen, dann kann der Lehrer und letztendlich das Schulsystem auch nicht weiter helfen! Jeder, wirklich jeder steht am selben Start: Hier sind die Bücher, vorne ist die Tafel, der Lehrer erteilt Unterricht, und dann liegt es allein am Schüler zu begreifen oder zu resignieren. Das eigene Defizit nicht anzugehen und Allem und Jedem die Schuld dafür zu geben, ist wohl der leichteste Weg. Ich war nicht der beste Schüler, aber ich habe deswegen nicht rumgemotzt, das EU-System dafür verantwortlich gemacht und Leute angepöbelt und dummfreche Theorien ausgefurzt. Du scheinst ziemlich verbittert zu sein - anders kann ich mir Deine Äusserungen nicht erklären.
turk-punk (25.05.2008, 02:24 Uhr)
@twister34
ERDKUNDE: UNGENÜGEND!!!! setzen!
...natürlich leben geographisch gesehen mehr CA. 25 millionen türken in kontinental-europa..allein in istanbul leben ca 15 millionen..plus trakia mit ca.4 - 5 millionen türken...und dann noch die gastarbeiter.cs.6 millionen..dann sind wir sehr schnell bei 25 millionen....oder habe ich mich verrechnet???
....aber es ist nicht ihre schuld ,wenn sie in diesem pisa-geschädigtem-land zur schule gegangen sind...schuld sind die eingeborenen,die sie falsch gelehrt haben.
dennoch selam..:-)
silithium (24.05.2008, 19:20 Uhr)
Viel Erfolg für die "No Angels"
Leider ist mir schleiferhaft, wieso weder Bands noch Komponisten, die für den deutschen Vorentscheid antreten in der Lage sind, die Zeichen der Zeit zu erkennen.
Seit Jahren haben Schrille Interpreten/Bands mit eingängigen, aber dennoch außergewöhnlichen und "krachenden" Songs erfolg beim ESC.
Schon beim Vorentscheid ist bei der meist spartanischen Auswahl kein Knüller dabei, so dass einem schon seit Monaten klar ist, dass Deutschland keine Chance auf eine gute Platzierung hat.
Am besten schnitten in den letzten Jahren noch die Bands ab, die im Vorfeld im eigenen Land den meisten Spott und Hohn kassierten (Stefan Raab, Guildo Horn,...) das war nunmal Musik, die zum ESC - zum Grand Prix - passt!
Vielleicht wirds ja im nächsten Jahr was.
Allen Interpreten wünsche ich viel Erfolg!
heiner5362 (24.05.2008, 18:08 Uhr)
was soll da auch bei rumkommen
wenn man 4 minderbemittelte hupfdohlen ohne musikalisches können verheizt.
singen will gelernt sein mit angeborenem talent zu rhythmus und musik.
hier besteht die affinität darin, das bankkonto aufzufrischen.
wer schrott exportiert macht verluste !!!
PPSS (24.05.2008, 15:37 Uhr)
wer lesen kann, ist klar im Vorteil
Ishtar ist eine Band, keine Sängerin.
Davon abgesehen ist der Song tatsächlich der HAMMER!
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