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Stefan Raab verrät seine Favoriten

Noch hat er nicht alle Teilnehmer des Eurovision Song Contests auf der Bühne gesehen. Trotzdem hat Stefan Raab schon jetzt drei persönliche Favoriten. stern.de hat er sie verraten.

Von Jens Maier, Oslo

Ihm hat Deutschland die Entdeckung von Lena Meyer-Landrut zu verdanken: Stefan Raab ist beim Eurovision Song Contest in Oslo bei den Proben und Auftritten von Lena dabei, um seinen Schützling zu unterstützen - vor allem mental. "Ich habe keinen großen Einfluss auf das, was sie auf der Grand-Prix-Bühne macht. Sie hat eh immer gemacht, was sie wollte", sagte Raab zu stern.de. Er habe ihr lediglich den Tipp gegeben, den Moment zu genießen. "Denn das ist es, worauf es in der Musik ankommt", sagt der Entertainer, der bereits dreifache Grand-Prix-Erfahrung gesammelt hat. Seit Dienstag sendet Raab seine Show "TV Total" täglich aus der norwegischen Hauptstadt. Zum Auftakt war Lena Meyer-Landrut zu Gast, die sich am Abend mit dem norwegischen Teilnehmer Didrik Solli-Tangen und der schwedischen Teilnehmerin Anna Bergendahl das erste Semifinale im Fernsehen angeschaut hat. Raab selbst hat noch nicht alle Künstler live auf der Bühne gesehen, ganz persönliche Favoriten hat er aber schon jetzt. Und die sind durchaus schräg:

1. Niederlande

Während der niederländische Beitrag bei den deutschen Zuhörern eher gemischte Gefühle auslöst, ist Stefan Raab ein großer Fan von Sieneke. Sie tritt mit einer Zirkusorgel auf und singt das von Vader Abraham komponierte Lied "Ik ben verliefd (Sha-La-Lie)". "Ich finde es großartig, dass die Holländer sich hinstellen und sagen 'Zeitgeist interessiert uns nicht'. Die treten mit einer Nummer auf, die vor 30 Jahren schon so hätte dabei sein können", sagt Raab. "Die Einstellung 'Scheiß auf R 'n' B und Dance - wir stellen eine Orgel auf die Bühne', gefällt mir. Außerdem habe der Song echte Ohrwurmqualitäten: "Wir begrüßen uns jeden Tag schon zum Frühstück mit 'Sha-La-Lie, Sha-La-La'", erklärt Raab. Außerdem sei er der "Anwalt des kleinen musikalischen Mannes" und schon deshalb gefalle ihm der bodenständige Song. Sein Wunsch, dass Sieneke am Donnerstag im zweiten Halbfinale zwölf Punkte aus Deutschland bekommen sollte, geht aber leider nicht in Erfüllung. Deutschland ist nur im ersten Halbfinale stimmberechtigt.

2. Slowenien

Slowenien tritt in diesem Jahr mit Volksmusik an. "Narodnozabavni Rock" heißt der Titel der Band "Ansambel Zlindra & Kalamari". Während Grand-Prix-Fans die Nase rümpfen, hat auch dieser Song bei Stefan Raab Eindruck hinterlassen. "Der Polka-Teil ist großartig", sagt er. "Mich stört nur die Rockmusik davor und dahinter, die erinnert zu sehr an 'Achy Breaky Heart'". Falls der Beitrag es ins Finale schafft, glaubt Raab sogar an viele Punkte aus Deutschland. "Das Publikum, das am Samstagabend auf 'Musikantenstadl' wartet, wird doch damit perfekt bedient."

3. Armenien

Mit seinem dritten persönlichen Favoriten trifft Stefan Raab schließlich den Massengeschmack. Eva Rivas aus Armenien ist mit ihrer Ethnopophymne "Apricot Stone" eine der Favoriten auf den Sieg. "Das Lied gefällt mir gut", sagt Raab. "Ich glaube, dass dieser Song auch ziemlich weit vorne landen wird."

Die Balladen kommen bei Stefan Raab hingegen nicht besonders gut an. "Die finde ich alle total langweilig", sagt er. Auch den Song des Norwegers Didrik Solli-Tangen mag Raab nicht leiden. Als der 22-Jährige am Dienstagnachmittag auf einer Bootstour "My Heart Is Yours" anstimmte, sagte Raab, in Anspielung an den Titanic-Song "My Heart Will Go On": "Ich dachte, gleich sinkt das Schiff."

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