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Buchmacher sagen Sieg für Lena Meyer-Landrut voraus

Sie steht bei Buchmachern inzwischen auf Platz eins: Lena Meyer-Landrut wird in internationalen Wettbüros als Favoritin auf den Sieg beim Eurovision Song Contest gehandelt. Die Vorhersagen waren in der Vergangenheit erstaunlich treffsicher.

Von Jens Maier

Bei englischen Buchmachern lässt sich auf fast alles wetten: Auf den Gewinner der Fußball-Championsleague ebenso wie auf den Sieger der britischen Unterhauswahlen oder der TV-Show "Dancing On Ice". Eine Wette sorgt jedoch jedes Jahr für europaweites Aufsehen: Wer gewinnt den Eurovision Song Contest? Sollten sich die diesjährigen Prognosen der wettbegeisterten Engländer bewahrheiten, hat Deutschland großen Grund zum Jubeln.

Seit Ende der vergangenen Woche ist Lena Meyer-Landrut bei den meisten Buchmachern an der Konkurrenz vorbeigezogen und wird mit ihrem Titel "Satellite" am meisten gewettet. Mit einer Gewinnquote von durchschnittlich 45, das heißt für zehn Britische Pfund Wetteinsatz würde ein Spieler bei einem Sieg 45 als Gewinn ausbezahlt bekommen, liegt sie knapp vor Aserbaidschan (50), Israel (90), Armenien (150) und Dänemark (150) an der Spitze. Safura aus Aserbaidschan ist mit "Drip Drop" demnach die größte Konkurrentin für Lena.

Vorhersagen erstaunlich treffsicher

Vorhersagen für den Wettbewerb gelten zwar als nahezu unmöglich, trotzdem haben die britischen Spieler in der Vergangenheit erstaunliche Treffsicherheit bewiesen. Der Sieger 2009, Alexander Rybak, lag im vergangenen Jahr bei den Wetten schon frühzeitig und klar in Führung, ebenso der Russe Dima Bilan im Jahr zuvor. Grand-Prix-Experte Jan Feddersen rechnet in seinem Blog sogar vor, dass seit dem Jahr 2000 alle Gewinner - bis auf eine Ausnahme - korrekt prognostiziert worden waren. "Der einzige Irrtum fand in den Prophezeiungen im Jahre 2002 statt, als Marie N (Anm. der Red.: Lettland) und ihr 'I Wanna' lediglich auf Rang drei als bestes Ranking vor dem Finale geweissagt worden war", schreibt Feddersen.

Auch andere Zahlen machen derzeit Mut: Das Musikvideo von Lena Meyer-Landrut, die in Oslo übrigens ohne ihren sperrigen Nachnamen antritt, wurde auf dem Eurovisions-Kanal des Videoportals Youtube bereits über 1,2 Millionen Mal abgerufen - und damit mit deutlichem Abstand zur Konkurrenz am häufigsten. Lena stößt also auch im europäischen Ausland auf großes Interesse, und das obwohl sie wegen ihrer bevorstehenden Abiturprüfungen außer ihrem "Wetten dass..?"-Auftritt in Salzburg bisher keine PR-Termine bei unseren Nachbarn wahrgenommen hat.

Fans träumen vom Sieg

Die deutschen Grand-Prix-Fans können also mit einem guten Gefühl nach Oslo reisen. Die Chancen auf eine vordere Platzierung beim größten Musikwettbewerb der Welt stehen so gut wie seit Nicoles Sieg 1982 nicht mehr. Oder wie es ein Fan auf www.eurovision.de kommentiert: "In die Top 5 zu kommen, wäre ja mal ein gewaltiger Fortschritt, und von einem Sieg darf man ja wenigstens mal träumen."

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