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Der inhaftierte Ex-Ölunternehmer Michail Chodorkowski hat in seinem ersten Interview seit seiner erneuten Verurteilung die russische Regierung scharf kritisiert.
Bitte sagen Sie jetzt nichts... Nachruf auf einen großen Künstler, der die Deutschen seit mehr als einem halben Jahrhundert damit amüsiert, dass er sie liebevoll durchschaut hat.
Die Golden Gate Bridge feiert am Sonntag ihren 75. Geburtstag, die Westminster Bridge ist gar doppelt so alt. Wir gratulieren und zeigen die schönsten Brücken der Welt.
Sein historischer Flug machte Juri Gagarin vor 50 Jahren zum "ersten Popstar des Ostblocks". In einer Raumkapsel riskierte der Mann mit dem strahlenden Lächeln die wohl ungewöhnlichste Reise, die bis dahin ein Mensch unternommen hatte.
Oder: Der lange Abschied wird kürzer und kürzer und kürzer Worum es diesmal geht: Achtzehn Wochen, bald neun Jahre und bald fünf Jahre, etwas über neunzig Kisten später, sechshundert Meter Luftlinie, Drei und Drei, fast elf Jahre und ein anderes Jahrtausend, 1973, zwölf Seiten. Als der getrennte Papi auszog war's ein grauer Tag. Nein, das ist keine billige Metapher, wie der eine oder andere Leser weniger freundlich vermuten könnte, nein, es war einfach ein grauer Tag, tatsächlich. Denn der Hamburger April kann eben einfach ziemlich grau sein, hat der eine oder andere vermutlich schon mal gehört. Und - wie ganz zu Anfang dieses Blogs berichtet - hatten sich die getrennten Eheleute darauf verständigt, dass sie mit den Kindern fort ist, während er mit den Umzugskisten da bleibt, um dann wegzugehen. Tja, das ist nun nahezu achtzehn Wochen her, eine verdammt kurze Zeit, die den getrennten Papi gleichwohl wie eine kleine Ewigkeit begleitet. Und als er auszog, um nicht mehr zurückzukehren, waren die Kids acht (Marie) und vier (Alexander) und nun sind sie bald neun und fünf und mir scheint, sie haben sich nach cirka etwas über neunzig Umzugskisten später (für nun erst zum Blog Gestossene: es handelt sich im Wesentlichen um Bücher und Platten) für's Erste mit der neuen Lebenssituation arrangiert. Kinder sind da vielleicht adaptiver als wir Erwachsene, sie können viele Dinge und Umstände viel besser einmal ruhen lassen und rütteln nicht dauernd daran rum. Okay, das Ende einer Ehegeschichte lässt nicht so ohne Weiteres zur Ruhe kommen, zugegeben. Alexander und Marie dürfen es sich allerdings einfacher machen als ihre Eltern - für die Kleinen haben sich die Großen eben nicht mehr so lieb wie früher einmal, aber - Hauptsache - die Großen haben die Kleinen noch genauso lieb wie immer schon und überhaupt bis in alle kleine und große Lebzeiten und zurück. Dabei sind's momentan lediglich sechshundert Meter Luftlinie in der räumlichen Trennung, aber dazwischen liegen zwei Leben. Ein altes als gemeinsame Familie und ein neues als gemeinsam getrennte Familie. Sechshundert Meter können eine ganz schön verdammt lange Distanz sein, eben mindestens zwei Leben lang, vielleicht auch schon mehr als der getrennte Papi fühlt. In dieser dann doch wieder kurzen Zeit haben sich Marie und Alexander rasant weiterentwickelt, nicht wegen der Trennung, freilich auch trotz ihrer. Sie kann auf einmal viel besser lesen, was den getrennten Papi sehr freut, denn er will der Tochter wenigstens-immerhin-und-dauerhaft eine Leidenschaft beizeiten übertragen. Alexander spricht zweifelsfrei entschieden besser als noch vor wenigen Monaten, das ist für ihn ein Vorteil, denn er kann seine Bedürfnisse und Präferenzen entschieden besser formulieren, das ist für den getrennten Papi in gewisser Weise von Nachteil, er muss nun noch differenzierter seine Sicht der Lebensdinge formulieren, die nicht unbedingt und zwangsläufig deckungsgleich mit der Sicht des Sohnes sind. Und wenn er nun fragt, ob Tochter und Sohn nicht doch noch eine weitere Nacht im (von Kritikastern bisweilen kurzsichtig falsch verstandenen) kleinen Bett verbringen könnten und der getrennte Papi, nicht etwas Besseres, aber doch etwas Anderes vorhat, dann wird mehr und übermehr und überübermehr einsichtig, dass es sich um die Drei und jene Drei handelt - früher waren es klipp und klar die Vier. So einfach es mal im Guten war, so kompliziert ist es nun manchmal im Getrennten und die Kinder wissen das nur zu genau, denn Kinder wissen ziemlich Vieles nur zu genau. Und sie müssen Manches gar nicht aussprechen, sie schauen den getrennten Papi geradewegs an und alles ist gesagt zwischen Ihnen. Für sie ist die Trennung das Normale und das Normale ist die Trennung und die Frage nach einer Rückkehr stellt sich nicht weiter, fast elf Jahre nachdem sich ihre Eltern das Ja-Wort gaben, das irgendwann nicht mehr zu halten war. Ja. Mein Gott, das war noch in einem anderen Jahrtausend und manchmal kommt es dem getrennten Papi schon ebenso lange vor. Und ich denke, den Kindern auch, wobei die Zeit für sie ein relatives Maß ist, während sie für uns Erwachsene zu einer maßlosen Relativität werden kann. So einfach ist das, wieder mal, vielleicht aber auch wieder mal nicht? Kenne doch auch nicht alle Antworten, Herrschaften! Als wir in New York geheiratet haben, standen die Twin Towers noch und wir konnten sie doch jeden Morgen, den Blick downtown gewendet, sehen. Jetzt ist das dort unten immer noch diese dunkle Baustelle, die - selbst wenn sie dereinst wieder überbaut sein wird - irgendwie eine bleiben wird, wie im wahren Leben. Aber der getrennte Papi merkt, dass er zu sehr abschweift in eine Vergangenheit, die nicht mehr in die Zukunft zurück zu holen sein wird, nicht einmal mehr in die Gegenwart. Darum wissen mithin Marie und Alexander, auch wenn sie das Gegenteil für immer erhoffen. Ist wieder ganz einfach, oder. Nochmals: Wer weiß das denn schon immer? (Natürlich außer einigen apodiktischen Lesern dieses Blogs, die es immer schon gewusst-haben-wollen-und-es-auch-immer-besser--wissen-werden). Weil der getrennte Papi heute etwas fahrig ist (vielleicht liegt es am Wetter, das auf den Kopf drückt und drückt und drückt), setzt er besser mal die drei obligatorischen Schlußpunkte und hört ein wenig Freddie Hubbard/Stanley Turrentine, Live,1973 und versucht die zwölf Seiten "California" aus State by State zu lesen. Aber ausgemacht ist das keineswegs, vielleicht schläft er heute über dem Buch ein und träumt sich einfach mal weg ins Warme und Ungefähre und Gleitende und Fließende. Aber dazu alsbald wieder mehr vom getrennten Papi...
Durch Katastrophen wie den jüngsten Flugzeugabsturz oder auch durch terroristische Drohungen werden wir an die eigene Endlichkeit erinnert. Unser innerer Ausweg: Festhalten an traditionellen Werten, Abgrenzung gegenüber allem Fremden - und der Wunsch nach eigenen Kindern.
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Mutig, souverän und selbstbewusst: Innerhalb kürzester Zeit hat das deutsche Fecht-Team einen grandiosen Erfolg gefeiert. Die Goldmedaillen-Gewinner Britta Heidemann und Benjamin Kleibrink stehen dabei für zwei Athleten mit Star-Potenzial. Heidemann überzeugt mit Intelligenz und Charisma, Kleibrink mit jugendlichem Kampfeswillen.
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Sie sind Zeugen einer fernen Zeit. Ihre scheinbare Unvergänglichkeit fasziniert die Menschen bis heute. Zwei große Ausstellungen in Mannheim und Stuttgart präsentieren Mumien aus aller Welt.
Die alten Ägypter konservierten ihre Toten fürs nächste Leben. Aber auch im 21. Jahrhundert kann man zur Mumie werden.
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