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14. Februar 2011, 06:39 Uhr

Lady Antebellum kam, sah und kriegte

Eine kleine Countryband aus Nashville hat die Stars bei der Grammy-Verleihung das Fürchten gelehrt. Lady Antebellum holte sich in Los Angeles gleich vier Trophäen ab. Lady Gaga, Justin Bieber und Co. konnten da nur staunen.

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Abräumer des Grammy-Abends: die Country-Band Lady Antebellum sahnte vier Trophäen ab© Kevin Winter/Getty Images

Ein poppiger Countrysong hat bei den Grammys richtig abgeräumt. Lady Antebellum hat in Los Angeles gleich vier der begehrtesten Musikpreise der Welt für ihr Stück "Need You Now" - als Song und als gleichnamige Platte - bekommen. Die Band aus Nashville hatte sich vor nicht einmal fünf Jahren gebildet. Lady Gaga bekam drei der kleinen goldenen Grammophone, ansonsten enttäuschten die Favoriten: Eminem ging, obwohl zehnmal nominiert, nur mit zwei Trophäen nach Hause, Justin Bieber und Katy Perry blieben sogar komplett ohne Auszeichnung. Das galt auch für den Deutschen Hans Zimmer.

"Need You Now" wurde in gleich zwei der drei wichtigen Kategorien geehrt, als bester Song und als beste Aufnahme des Jahres 2010. Der Titel bekam auch noch die Preise als bester Countrysong und beste Country-Darbietung. Beste Album wurde "The Suburbs" von der kanadischen Independent-Band Arcade Fire.

Ein Klassik-Grammy geht nach Deutschland

Beste Popsänger des Jahres wurden Lady Gaga und Bruno Mars. Die 24-jährige New Yorkerin bekam den Preis für "Bad Romance" von ihrem Album "The Fame Monster", der ein Jahr ältere Rhythm-and-Blues-Musiker aus Hawaii für "Just The Way You Are". Beste Popgruppe wurde Train. Die drei erhielten für den eingängigen Song "Hey, Soul Sister" den Preis als "Bestes Duo/Beste Gruppe".

Mars war sechsmal nominiert, er bekam nur einen Preis. Eminem hatte sich nach Jahren der Krise eindrucksvoll wieder zurückgemeldet, doch aus zehn Nominierungen wurden nur zwei Grammys. Katy Perry legte wieder eine pompöse Bühnenshow hin, geehrt wurde sie nicht. Und auch Teeniestar Bieber ist zwar gerade mit einem Konzertfilm außerordentlich erfolgreich und begeisterte zusammen mit Usher das Publikum in Los Angeles. Aber auch er ging preislos nach Hause.

Jubeln konnten hingegen das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und der Rundfunkchor Berlin. Sie gewannen die Auszeichnung für ihre Opernaufnahme von "L'Amour De Loin". Pech hatten hingegen das Freiburger Barockorchester und der RIAS-Kammerchor, die mit Haydns "Schöpfung" als "Beste Chordarbietung" nominiert waren. Der Grammy wurde in diesem Jahr in 109 Kategorien vergeben.

kng/DPA
 
 
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