Wenn erst das Bier und dann der Regen stömt, ist wieder Festivalzeit in Deutschland. Mit dem "Hurricane" und dem "Southside" hatten zwei Festivals alles zu bieten, was dazugehört.
"Heeeeeeeeeelgaaaaaaaaaa!" Eingefleischten Musikfans geht dieser Ruf längst tierisch auf den Geist. Doch er ist einfach nicht totzukriegen, der Urschrei der deutschen Festivalgänger. Und ja, auch auf den Zwillingsfestivals "Southside" und "Hurricane" wurde an diesem Wochenende wieder fleißig nach der unbekannten Dame gesucht. Aber diesmal hatte zumindest der Wettergott ein Einsehen - und bescherte Norden wie Süden zum Auftakt Sonne und Hitze pur.
Beim "Hurricane" herrschte am Freitagnachmittag wie erwartet Massenandrang. 70.000 Besucher strömten auf den Zeltplatz, um sich eine gute Schlaf- bzw. Ruhestätte für die kommenden Nächte zu sichern. Gleichzeitig startete in Neuhausen ob Eck in Baden-Württemberg das "Southside", die kleine Schwester im Süden mit immerhin 55.000 verkauften Tickets.
Das "Hurricane" in Scheeßel, einer 12.000-Einwohner-Gemeinde zwischen Bremen und Hamburg, gehört seit Langem zu den großen Events im Norden. Als erste Höhepunkte traten am Abend die deutsche Indie-Band Sportfreunde Stiller und die Rock-Legenden von The Cure auf. In Neuhausen ob Eck begeisterte die deutsche Punk-Band "Die Ärzte" als Headliner die Massen. Vier Bühnen auf einem ehemaligen Heeresflugplatz nahe der Gemeinde im Kreis Tuttlingen boten Platz für bekannte Bands wie Blink 182 oder Garbage.