. .
Musik-News
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
19. Juni 2002, 18:00 Uhr

Belle & Sebastian: Storytelling

Mit "Storytelling" wagt sich die schottische Musikgruppe Belle & Sebastian erstmals ins Genre der Filmmusik. Erfreulich: Die filigrane Popmusik mit 60er-Jahre-Anleihen funktioniert auch ohne Gesang.

Auf bislang fünf Alben seit dem Debüt »Tigermilk« aus dem Jahr 1996 haben Belle & Sebastian sich um die Weiterentwicklung geheimnisvoller Popmusik verdient gemacht: Songs zu zart zum Anfassen, melancholische Filigranarbeit auf anhaltend hohem Niveau. Lieder über Schulmädchen, Busse und die vielen Verästelungen der Liebe. Vorgetragen mit einer Stimme, die nur ihren eigenen Kopftönen zu lauschen scheint. In diesem Monat haben die Schotten ihr neues Album »Storytelling« veröffentlicht.

Kritiker schreiben seit Jahren eine Eloge nach der anderen auf dieses leise Singen, Fans verliebten sich. Ein Fall von gerechter Verehrung, der die sensiblen Sieben aus dem schottischen Glasgow gerne mit Entzug und Flucht begegnen.

Sänger, Haupt-Songwriter und Belle & Sebastian-Erfinder Stuart Murdoch verweigert sich konsequent den Medien, es existiert kaum ein Band-Foto, das alle Akteure auf einmal zeigt. Auf den Album-Covern sind Freunde, Ex-Lover, isländische Musikerinnen oder aktuell Chinesen-Mädchen zu sehen, von denen Drummer Richard Colburn auch nichts weiß (»da müsste man Stuart fragen«). Was ja nicht geht, weil die Band sich in Interview-Rotation übt.

Colburn, der diesmal an der Reihe ist, nimmt?s mit Humor. »Die anderen sind gerade Shoppen. Naja, ich mache schon den Großteil der Interviews, die meisten in der Band mögen das nicht sehr.«

Für ihr neues Album »Storytelling« absolvierten Belle & Sebastian einen Betriebsausflug nach Amerika. Zuerst war da dieser Brief von US-Regisseur Todd Solondz (»Happiness«). »Er schrieb uns, dass er ein großer Fan der Band sei und fragte, ob wir Songs zu seinem neuen Film beisteuern wollten. Wir wussten nur nicht, ob er bereits existierende Songs meinte, oder neue Aufnahmen haben wollte«, erzählt Colburn.

Solondz hatte an einen kompletten Soundtrack gedacht, das Videoband mit der Rohfassung von »Storytelling« war schon unterwegs nach Glasgow. In »Storytelling« (u.a. mit John Goodman und Franka Potente) geht es um einen antriebsarmen US-Boy, der zum begehrten Objekt eines Dokumentarfilmers wird und aus seiner viereckigen TV-Welt hinaustritt in das richtige Leben, das nicht weniger makaber ist, als die Soaps und Serien, die er nonstop konsumiert.

»In der Vergangenheit haben wir die Stücke immer schon fast fertig ins Studio gebracht. Diesmal gab es nur ein paar Ideen. Aber es hat Spaß gemacht, fast aus dem Nichts anzufangen. Jeder war in den Aufnahmeprozess involviert.«

»Storytelling« ist das Dokument einer etwas anderen Band geworden: Belle & Sebastian als Seifenopercombo, von einem eigenwilligen Amerikaner mal eben aus dem Hut gezaubert. »Gerade für die kürzeren Stücke wollte Todd eine Art Musik, wie man sie aus «Roseanne» oder «Cheers» kennt. Die Sachen sollten extrem catchy sein. Das war ein neuer, interessanter Blickwinkel für uns.«

  zurück
1 2
 
 
MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft