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Almut Klotz ist verstorben

Als Mitbegründerin der Lassie Singers wurde sie bekannt - nun ist die Sängerin Almut Klotz nach schwerer Krankheit gestorben. Diese Woche erscheint ihr neues Album.

  Die verstorbene Almut Klotz und ihr Partner Reverend Dabeler: Das neue Album "Lass die Lady rein" wird das letzte Gemeinschaftswerk sein.

Die verstorbene Almut Klotz und ihr Partner Reverend Dabeler: Das neue Album "Lass die Lady rein" wird das letzte Gemeinschaftswerk sein.

Ihr neues Album heißt "Lass die Lady rein" - doch es wird ohne die echte Lady erscheinen. Die deutsche Pop-Sängerin Almut Klotz ist wenige Tage vor Veröffentlichung verstorben. Bereits Ende letzter Woche erlag sie einer schweren Krankheit, teilte das Label "Staatsakt" mit. "Wir hatten in den letzten Monaten zusammen gehofft, sie würde die Veröffentlichung noch mitbekommen, doch leider verschlechterte sich ihr Zustand in der letzten Woche rapide."

Die 51-Jährige stammt aus dem Badischen und hat sich im Westberlin der späten Achtziger als Aktivistin und kritische Texterin einen Namen gemacht. Zusammen mit Funny van Dannen und Christiane Rösinger gründete sie 1988 die Band Lassie Singers und leistete mit Titeln wie "Ich glaube ich hab einen Faible für Idioten" pop-feministische Pionierarbeit. Einem breiteren Publikum wurden die Lassie Singers mit ihrem Song "Hamburg" bekannt, in dem sie den Hafen und den Hans-Albers-Platz besingen. "Lieber patent als politisch korrekt", schrieb das "Hamburger Abendblatt" damals anerkennend, die "FAZ" nannte die Musiker erst kürzlich "Legenden des längst verblichenen Berliner Undergrounds".

Zwar lösten sich die Lassie Singers kurz vor der Jahrtausendwende auf, der Musikszene blieb Klotz aber treu. Bis zu ihrem Tod lebte und arbeitete die Wahlberlinerin zusammen mit ihrem Ehemann, dem Hamburger Musiker Christian "Reverend" Dabeler. 2005 erschien das gemeinsame Buch "Aus dem Leben des Manuel Zorn". "Lass die Lady rein" ist das zweite Album der beiden.

Steffi Hentschke

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