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Uncool und peinlich: Deshalb ist Madonna bei den Teenies unten durch

Madonna war einmal die Königin der Musikwelt. Doch ihr Geltungsbedürfnis kommt bei der jüngeren Generation gar nicht gut an: Sie gilt als peinlich, verzweifelt und uncool.

Madonna gilt bei Teenies längst nicht mehr als cool

Madonna gilt bei Teenies längst nicht mehr als cool

Zehn Grammys, 400 Millionen verkaufte Platten: Madonna war jahrzehntelang die unangefochtene Queen des Pop. Sie könnte sich eigentlich zurücklehnen, in alten Erfolgen schwelgen und wenn die Kasse doch einmal klamm wird, einfach nochmal eine "Greatest Hits"-Tour ankündigen. So wie es alle anderen Altstars auch machen. Daran ist nichts Verwerfliches, denn auch die Fans lauschen gern noch einmal den Hits ihrer Jugend.

Stattdessen versucht Madonna sich auf Teufel komm raus ständig neu zu erfinden. Gefühlt alle zwei Jahre schmeißt sie ein neues Album auf den Markt. Die letzte Nummer-eins-Single in den USA ist trotzdem 16 Jahre her. Überraschend ist das nicht. Wer kann schon aus dem Stehgreif einen Madonna-Hit der vergangenen fünf Jahre nennen? Eben.

Madonna ist "verzweifelt" und "beschämend"

Bei den Kids ist Madonna ohnehin durch, das Zepter hat sie längst an Popsternchen Taylor Swift oder Soul-Königin Adele weitergereicht. Das belegt jetzt auch eine Studie, die dem britischen "Independent" vorliegt. Durchgeführt wurde sie von einem Marketing-Professor der Universität von Kalifornien, für die 1000 junge Amerikaner befragt wurden. Das Ergebnis: Aus der klugen Provokateurin von damals ist ein nerviger Altstar geworden. Für die Millenials ist Madonna "toxic", sozusagen eine verseuchte Figur im weltweiten Musikzirkus. Das dürfte gesessen haben!

Für die 57-jährige Madonna ist die Studie äußerst niederschmetternd. Denn es ist nicht einmal ihre Musik, an der sich die Teenies stören, sondern ihr Gehabe. Sie gilt als "unglaubwürdig", ihre Bühnenauftritte wirken "verzweifelt" und "beschämend". Ihr Wunsch, auch bei der jüngeren Generation unbedingt relevant und angesagt zu bleiben, habe das Image, das sie sich in den vergangenen 30 Jahren aufgebaut hat, nachhaltig zerstört, so die Studie.

Eine Aneinanderreihung von Peinlichkeiten

Die Studie kommt zu einem für Madonna denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Mit ihrer "Rebel Heart"-Tour, in der sich die Pop-Rentnerin unter anderem als Verschnitt der Heiligen Jungfrau von Orleans ausgibt, sorgt sie derzeit ausschließlich durch Skandale für Schlagzeilen. Bei einem Konzert kippte sie besoffen vom Dreirad, sie blieb mit der Flasche in der Hand auf dem Boden liegen. Später bettelte sie, dass doch bitte jemand mit ihr Sex haben sollte. In deutlich drastischeren Worten.

In Melbourne ließ sie ihre Fans stundenlang im Regen stehen. In Brisbane sorgte sie für Entsetzen, als sie einen weiblichen Fan auf die Bühne holte und im Rampenlicht deren Brust entblößte. Bislang ist ihre Australien-Tournee eine einzige Aneinanderreihung von Peinlichkeiten. Jetzt bekommt sie die Quittung: Madonna landet auf der Liste der 500 coolsten Promis nur noch auf den hinteren Plätzen. "Die Medien-Taktiken der 80er funktionieren heute einfach nicht mehr und wirken auf das junge Publikum abstoßend", sagt Professor Sehdev, der die Studie leitet.

Madonna reißt andere Künstler mit hinunter

Madonnas Image ist offenbar so ramponiert, dass es sogar auf andere Künstler abfärbt, mit denen sie zusammenarbeitet. Die DJs Diplo und Avicii sowie Rapperin Micki Minaj wurden von den Millenials, die von ihrer Zusammenarbeit mit Madonna wussten, ebenfalls als weniger relevant eingeschätzt. Doch auch bei den Älteren fängt die Marke Madonna an zu verblassen.

Das alles sind keine guten Nachrichten für die Queen of Pop. Vermutlich dürften die mehr als 100 Millionen Euro, die sie bei der "Rebel Heart"-Tour bislang eingespielt hat, sie aber darüber hinwegtrösten. Das Geld kommt schließlich nicht von den Teenies, sondern von den Daddies.

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