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8. Dezember 2005, 13:05 Uhr

30 Jahre Lärm

Anlässlich des 30-jährigen Bandjubiläums haben Motörhead ihre CD "Inferno" noch einmal aufgelegt. Lohnenswert ist die Bonus-DVD, die eine vor schmutzigen Witzen strotzende Dokumentation über Lemmy & Co. enthält.

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Zum 30-jährigen Bandjubliäum beschenken Motörhead ihre Fans mit einer Sonderedition© Steamhammer/SPV

Es kommt nicht besonders oft vor, dass auf einer Musik-DVD der Warnhinweis "Freigegeben ab 16 Jahren" angebracht ist. "Inferno (30th Anniversary)" von Motörhead ist so eine Scheibe - genauer: die anlässlich des 30-jährigen Bandjubiläums in einer Sonderausgabe aufgelegte Bonus-DVD. Die darauf enthaltene Dokumentation "30 Years: Born To Lose Live To Win" strotzt vor schmutzigen Witzen. Würde das Wort "Fuck" aus dem Film herausgeschnitten, wäre er vermutlich statt seiner 45 nur noch 30 Minuten lang. Davon abgesehen handelt es sich bei diesem Geburtstagsstück jedoch um einen außerordentlich hochwertigen, informativen Film, der problemlos als Dokumentation im Fernsehen laufen könnte.

Alte Weggefährten komme zu Wort

Neben Lemmy Kilmister kommen dessen Mitstreiter Phil Campbell und Mikkey Dee zu Wort. Der Fan freut sich aber besonders über die Beiträge alter Motörhead-Weggefährten wie Philthy "Animal" Taylor und Fast Eddie Clarke. Die geben manch schöne Anekdote zum Besten und untermauern den Mythos von Motörhead als eine der letzten noch aktiven, echten Heavy-Metal-Bands. Trotz - oder auch vielleicht gerade wegen - des allzu offensichtlichen Alkoholpegels der Interviewten gefällt diese Dokumentation durch Authentizität. Dazu kommen noch ein paar Konzertmitschnitte, der Videoclip zu "Whorehouse Blues" inklusive dem durch halbnackte Tatsachen angereicherten Making Of sowie spannende Einblicke in das Cover-Artworking.

Die Musik auf der CD dagegen ist nicht neu. Bei "Inferno" handelt es sich um das geniale Studioalbum aus dem vergangenen Jahr mit Titeln wie "Suicide" oder "Life's a Bitch". Mag sein, dass die Jugendschützer Recht haben und "Inferno" zumindest in Teilen eine kleine Schweinerei ist, die den Seelen jüngerer Hörer Schaden zufügen könnte. Andererseits ist so schön und unterhaltsam schon lange nicht mehr gesauigelt worden.

Stefan Lange/AP

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