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30. August 2002, 08:42 Uhr

Vier Awards für Skandal-Rapper Eminem

Rapper Eminem hat bei den MTV-Video-Awards in New York vier Preise erhalten, sorgte aber sofort wieder für einen kleinen Eklat.

Zoom

Vier Awards und eine Provokation - von Eminem kennt man es nicht anders© REUTERS

Rapper Eminem hat bei den MTV-Video-Awards in New York vier Preise erhalten, sorgte aber sofort wieder für einen kleinen Eklat: Er bezeichnete Techno-Künstler Moby als Mädchen und wurde dafür vom Publikum ausgebuht. Später, als sein »Without Me« als bestes Video des Jahres ausgezeichnet wurde, schienen die Besucher in der Radio City Music Hall aber wieder versöhnt und jubelten ihm begeistert zu. Pink, No Doubt und The White Stripes erhielten je zwei Preise, den Publikumspreis bekam Michelle Branch.

Besinnung und Albernheiten

Bruce Springsteen eröffnete die Veranstaltung mit dem Titelsong seines neuen Albums »The Rising«. Vom Museum für Naturgeschichte per Satellit in die Radio City Music Hall zugeschaltet, erinnerte Springsteen damit an die Ereignisse des 11. Septembers. Der besinnliche Teil des Abends dauerte allerdings nicht lange an: Zum Auftakt der Show veralberte Moderator Jimmy Fallon gleich ein paar Videos der nominierten Stars, darunter Eminem, Nelly und die kanadische Teenrockerin Avril Lavigne.

»Jacko« wird Künstler des Jahrtausends

Anschließend hatte der »Godfather of Soul« James Brown einen unerwarteten Auftritt. Für die größte Überraschung sorgte Britney Spears, die Michael Jackson an seinem 44. Geburtstag als »Künstler des Jahrtausends« auszeichnete. Jacksons erstes Album des Jahrtausends, »Invincible«, enthielt nur zwei Hits und war eine kommerzielle Enttäuschung. Es war sein erster öffentlicher Auftritt, seitdem er den Boss seiner Plattenfirma als Rassisten und Satan beschimpft hat. »Als kleiner Junge in Gary, Indiana, habe ich mir nie träumen lassen, einmal den Preis als Künstler des Jahrtausends zu bekommen«, erklärte Jackson mit sanfter Stimme. »Hey, Michael Jackson sieht für 44 toll aus«, sagte Moderator Fallon, nachdem der Popsänger die Bühne verlassen hatte. Und fügte dann hinzu: »Unter uns, ich glaube, er hat an sich arbeiten lassen.«

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