11. März 2012, 11:59 Uhr

Country schlägt Rock und Teenie-Star

Taylor Swift ist wieder die Nummer eins, diesmal als US-Bestverdienerin. 2011 nahm sie über 35,7 Millionen Dollar ein und ließ U2 locker hinter sich. Lady Gaga landet auf Platz vier. Justin Bieber rangiert im hinteren Feld.

Country-Sängerin Taylor Swift, 22, hat in den USA so viel verdient wie kein anderer Musiker. Nach einer Erhebung des Branchenmagazins "Billboard" nahm sie im vergangenen Jahr auf dem US-Markt mehr als 35,7 Millionen Dollar (27,2 Millionen Euro) ein. Damit zog sie an den Rock-Oldies von U2 (32,1 Millionen Dollar) und Country-Veteran Kenny Chesney (29,8 Millionen Dollar) vorbei. Die dauerpräsente Exzentrikerin Lady Gaga schaffte es mit knapp 25,4 Millionen Dollar "nur" auf Platz vier der Musik-Millionäre. Adele landete trotz Konzertabsagen wegen ihrer Stimmband-OP auf Position zehn. Weit abgehängt wurde Teenie-Star Justin Bieber.

"Billboard" wertete auf Grundlage von Daten der Marktforscher von Nielsen SoundScan Einnahmen aus Konzerten, Verkäufen und Lizenzgebühren in den USA aus.

Auch die Beatles sind mit dabei

Rapper Lil Wayne belegte mit knapp 23,2 Millionen Dollar den fünften Platz. Hinter ihm sackten etablierte Musiker wie Bon Jovi, Sade und Celine Dion ab. Die britische Sängerin Adele schaffte es mit gut 13,1 Millionen Dollar gerade noch in die Top Ten. Das Album "21" der mehrfachen Grammy-Gewinnerin toppt weiter die Charts und beschert der Britin Millionen-Einnahmen.

Auch alte Hasen wie die Beatles fanden ihren Weg in die "Money Makers"-List von "Billboard": Die Verkäufe des Beatles-Kataloges über iTunes sowie andere Downloads ihrer Alben und Videos bescherten der Gruppe satte 6,74 Millionen Dollar und Rang 24, dicht gefolgt von Paul McCartney. Der Ex-Beatle hatte durch eine Handvoll Konzerte in Amerika und solide Albumverkäufe rund 6,73 Millionen Dollar eingenommen.

Eine Tournee hätte sich ausgezahlt

Vergleichsweise enttäuschend schnitt Teenie-Liebling Justin Bieber ab. Dass der 18 Jahre alte Kanadier im vergangenen Jahr nicht in den USA tourte, machte sich bei seinen Einnahmen und dem Platz auf den hinteren Rängen bemerkbar: Bieber schaffte es zwar noch in die Liste der 40 Top-Verdiener, rangierte mit 5,5 Millionen Dollar aber auf Nummer 35.

Größen wie Beyoncé fanden ihren Weg wiederum erst gar nicht in die Millionärs-Aufzählung. Sie tourte nicht, das Album "4" verkaufte sich nur mäßig. Die Frau von Jay-Z gilt zwar als eine der am besten verdienenden Frauen des Show-Biz, ein Großteil ihrer Einnahmen kamen 2011 aber durch Werbeverträge - die wurden in die "Billboard"-Auswertung nicht miteinbezogen.

DPA
 
 
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