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22. September 2004, 09:44 Uhr

Popkomm präsentiert sich internationaler

Mehr als ein Jahrzehn lang hatte die Popkomm in Köln ein festes Zuhause. Jetzt startet sie erstmals in Berlin. Grund zum Feiern hat die Musikbranche aber noch immer nicht.

Will branchenübergreifende Debatten anstoßen: Katja Bittner, Projektleiterin der Popkomm© Franka Bruns/AP

Mit völlig neuem Outfit will sich die Musikmesse Popkomm im September erstmals in Berlin präsentieren. Damit soll der Abwärtstrend von Europas größter Musikmesse gestoppt und die Popkomm wieder zur wichtigsten Plattform für die gesamte Entertainmentbranche gemacht werden. Vom 29. September bis zum 1. Oktober wollen 650 Aussteller aus etwa 40 Ländern neue Musiktrends in den Berliner Messehallen vorstellen.

Außerdem wird die Popkomm von einem breiten Musikprogramm in 34 Clubs der Hauptstadt begleitet. Insgesamt sind in den Clubs 120 Events mit mehr als 400 Teilnehmern geplant. Die Organisatoren erwarten nach eigenen Angaben rund 12.000 bis 15.000 Besucher auf der Messe. Zu den Kosten für den hochkarätig besetzten Branchentreff wollten sie sich allerdings nicht äußern. Die Popkomm wurde 15 Jahre in Köln veranstaltet, ehe vor einem Jahr nach rückläufigen Besucherzahlen die Entscheidung für den Umzug nach Berlin fiel.

Schwerpunkt Frankreich

Mit der Popkomm werde Berlin wieder die Musikhauptstadt Europas, sagte Ralf Kleinhenz, Geschäftsführer der Popkomm GmbH. Auf einem Fachkongress sollen an drei Tagen zusätzlich national und auch international relevante Themen zum Umgang mit Musik diskutiert werden. Ein besonderer Schwerpunkt der diesjährigen Messe ist Frankreich. Aus dem Partnerland haben rund 40 Labels und Agenturen ihre Zusage bekundet.

Die "neue" Popkomm gibt sich international

Für Kleinhenz ist die Internationalität der "neuen" Popkomm entscheidend, um die Attraktivität der Messe zu erhöhen. Das zeige die bisherige Resonanz, betonte er. Erstmals mit eigenen Länderständen sind beispielsweise Brasilien und Estland vertreten. Weitere Länderstände sind unter anderem aus Kanada, Norwegen, Belgien, Österreich und Schweden gemeldet.

Um dem Vorwurf entgegenzuwirken, die Branche beschäftige sich zu sehr mit sich selbst, will die diesjährige Popkomm offener werden. Die Organisatoren haben zudem Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft eingeladen, um mit ihnen über einen veränderten Umgang mit Musik zu diskutieren. "Die Popkomm wird branchenübergreifende Debatten anstoßen", zeigte sich Projektleiterin Katja Bittner überzeugt.

AP
 
 
 
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