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Lily Allen, Mina und Colbie Caillat, das Internet dient inzwischen regelmäßig als Geburtshelfer der Stars von morgen. Das weiß auch die Musikindustrie und schickt ihre Nachwuchsscouts über Seiten wie YouTube, MySpace und Co.
Er steht auf Frauen, die ihm die Wäsche machen: Arnold Schwarzenegger hat seine Haushälterin beglückt und einen Mini-Arnie gezeugt. Auch Carla Bruni bekommt Nachwuchs. Wann war Arnie eigentlich zuletzt in Paris?
Die Musikplattform Myspace hat sich offiziell dem Kampf gegen rechte, pornografische und Gewalt verherrlichende Inhalte verschrieben. Dafür wurde in L. A. eigens eine Sicherheitsabteilung eingerichtet. Trotzdem gehen die Betreiber immer wieder an die Grenzen des guten Geschmacks. Ganz bewusst.
Rettet unsere Paris - das fordern Fans und Freunde der verurteilten Hotelerbin nun in einer öffentlichen Bittschrift. Empfänger des verzweifelten Aufrufs ist der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger.
Weil ein Fußgänger mit der Faust auf die Motorhaube seines Wagens geschlagen hatte, rastete der schwedische Rapper David Jassy komplett aus. Er griff den Mann an und raste anschließend mit seinem Geländewagen über dessen Körper hinweg. Eine Jury sprach ihn nun des Totschlags schuldig.
Längst leben wir einen Großteil unseres Lebens im Internet. Was aber passiert mit Profilen, Fotos und E-Mails, wenn der Nutzer stirbt? Viel zu lange hat das niemanden interessiert. Nun gibt es erste Ideen und Geschäftsmodelle.
Dramatischer Zwischenfall in einem kanadischen Nationalpark: Die 19-jährige Nachwuchsmusikerin Taylor Mitchell aus Toronto ist beim Wandern von Kojoten angefallen worden. Ein anderer Wanderer hörte noch ihre Schreie und holte Hilfe - doch die kam zu spät.
Wo bleibt beim Alles-immer-sofort der Digitalwelt noch das Besondere? Vor vielen Jahren, als in Radios noch Röhren steckten, saß ich oft neben meinem Cassetten-Rekorder (auch so ein Anachronismus) - Aufnahme- und Pausenknopf in Bereitschaft, genau wie mein Zeigefinger, der über den Knöpfen schwebte und nur darauf wartete, dass der NDR oder Radio ffn eines meiner Lieblingslieder spielten. Wenn dann, sagen wir, die ersten Takte von New Order oder Peter Murphy zu hören waren, musste alles blitzschnell gehen: hoffen, dass der Moderator nicht zu lange redet, klick!, genau hinhören, bis das Lied zu Ende geht, und wieder - klick! - genau im richtigen Moment auf die Stopp-Taste drücken, um den Song voll auszukosten, aber kein Gelaber mit aufs Band zu bekommen. Ich habe viel geflucht damals - Geisterfahrer suchen sich immer die falschen Momente, um Verkehrsdurchsagen zu provozieren; aber es gab auch Momente des Erfolgs, des perfekten Timings, des Triumphs. Wenn alles geklappt hatte und das Lied auf Band gebannt war. Wieder ein paar Mark Taschengeld gespart - und oft gab es das, was das Radio spielte, ohnehin erst viel später zu kaufen. All das klingt inzwischen furchtbar verstaubt und altmodisch: Spätestens seit Apple mit seinem iTunes-Laden die Musikindustrie ins 21. Jahrhundert gezerrt hat, gibt es Hits auf Abruf in Hülle und Fülle. Fast jedes Lied, das ich im Radio (oder vielmehr Online-Radio ) höre, kann ich sofort kaufen - und wenn ich das nicht gleich will, besuche ich die MySpace-Seite der Band und höre mir den Song so oft wieder an, wie ich möchte. Oder ich gehe zu Last.fm, Pandora oder Slacker. Oder, oder, oder. Es mangelt nie an Wegen, das Gesuchte, Gewünschte, Ersehnte in Windeseile zu finden und zu bekommen. Das ist ja das große Versprechen des digitalen Medienkonsums: egal, was man möchte - immer - überall - sofort. Und oft auch noch umsonst. Wenn ich eine alte Folge Magnum sehen möchte oder die neueste Folge von Rescue Me verpasst habe (neben Mad Men für mich die beste Fernsehserie im Augenblick), dann schaue ich eben ins Netz: Irgendwo gibt es das, wonach mir gerade der Sinn steht, garantiert - sei es bei Hulu, TV.com, YouTube oder sonstwo auf der Welt, womöglich bei Seiten, von denen ich noch nie gehört habe, aber die mir die trickreiche Videosuche von Bing empfiehlt. Falls vom Tag noch etwas übrig ist, kann ich mich dank meines Netflix-Abos auch gleich noch durch über 12.000 Filme und TV-Sendungen wühlen, die in der Online-Videothek auf Zuschauer warten. Mit einer halbwegs flinken Internetverbindung ist die Bildqualität ähnlich gut wie bei einer DVD. Warum ich bei alledem noch zehn Dollar (sieben Euro) ausgeben sollte, um bei iTunes Filme per Download zu kaufen - keine Ahnung. Aber auch da gibt es reichlich Auswahl, die offenbar viele Nutzer zu schätzen wissen. Vielleicht die beste Erfindung von allen ist Shazaam : ein Programm für mein iPhone, das es irgendwie hinkriegt, so ziemlich jedes Lied zu identifizieren. Ich muss nur das iPhone vor den Lautsprecher halten, dann hört Shazaam ein paar Sekunden zu, schickt die Informationen an seine Datenbank und sagt mir in fast allen Fällen, welchen Song von welcher Band ich gerade gehört habe. Brillant. Und doch komme ich mir bei alledem so langsam vor wie einer der gemästeten Dickwänste aus dem Pixar-Film "Wall-E" : so vollgestopft und träge, weil alles im Überfluss vorhanden ist, dass sich eine gewisse Ödnis einschleicht, die selbst das eigentlich Besondere ganz alltäglich und einerlei werden lässt. Das ist so ähnlich wie mit dem Essen: Selbst Kaviar und Austern, Trüffel und Tiramisu, Dom Pérignon und Châteauneuf-du-Pape verlieren wahrscheinlich ihren Reiz, wenn man sie tagein, tagaus immer wieder haben kann, ganz nach Belieben. Nicht, dass ich mich danach sehnen würde, wieder in Hab-Acht-Stellung neben meinem Cassetten-Rekorder zu sitzen - aber es wäre doch schön, wenn sich trotz des ganzen Alles-immer-sofort das Element des Einzigartigen, des Außergewöhnlichen erhalten ließe. Keine Ahnung, wie. Aber wahrscheinlich bastelt schon jemand an einer Erfindung, die genau das leistet, und wird dann damit reich, dass wir bereit sind, für etwas zu zahlen, das früher ganz selbstverständlich war: den Mangel, das Seltene, das nicht Abrufbare, das plötzlich zu etwas ganz Besonderem geworden ist.
In der Öffentlichkeit verpönt, aber ein Milliardengeschäft. Die Dokumentation "9 to 5 - Days in Porn" guckt hinter die Kulissen der Pornoindustrie. Zwischen kaputten Darstellerinnen und findigen Geschäftsleuten nimmt Regisseur Jens Hoffmann den Porno-Mythos auseinander.
No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa sitzt in Haft, weil sie trotz ihrer HIV-Infektion mit mindestens drei Partnern ungeschützten Sex gehabt haben soll. Einer der Männer soll sich dabei angesteckt haben. Die Anwälte der Sängerin werfen der Staatsanwaltschaft Indiskretion vor.
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