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3. Juni 2004, 14:48 Uhr

Sterne des Südens

Auf ihrem dritten Album bieten die North Mississippi Allstars vom Blues inspiriertem Retrorock im Stile von The White Stripes und Kings of Leon. Als Gastmusiker schrammelt sogar Noel Gallagher von Oasis auf seiner Gitarre ein wenig mit.

North Mississippi Allstars: "Polaris" ((Cooking Vinyl/Indigo)

US-Bands wie The White Stripes und Kings of Leon haben im vergangenen Jahr mit vom Blues inspiriertem Retrorock aufhorchen lassen, was zwar nicht immer innovativ, aber oft aufregend klang. Die North Mississippi Allstars gehören ebenfalls zu dieser kleinen Brigade aktueller Roots-Bands, doch destilieren sie ihren "Southern Poprock" eher aus Zutaten wie Hill Country Blues, Boogie und Gospel.

In Amerika haben sie für ihre ersten beiden Alben aus den Jahren 2000 und 2001 bereits zwei Grammy-Nominierungen eingeheimst. Und ihr drittes Album "Polaris" wird nun bereits vorab durch ein Gastspiel des Oasis-Gitarristen Noel Gallagher geadelt, der bei der schaukelnden, von Streichern getragenen Rock-Hymne "One To Grow" mitspielt.

Die Allstars bestehen im Kern aus Luther and Cody Dickinson, den Söhnen des legendären, in Memphis ansässigen Produzenten Jim Dickinson, der schon mit Ry Cooder, Bob Dylan und den Rolling Stones arbeitete.

Doch verschnarcht-museal klingt "Polaris" deshalb nicht: Der Opener "Eyes" besticht durch Disco-Soul und angeraute Gitarrensounds, "Conan" bringt den Boogie, "Never In All My Days" den Blues, und bei "Kids These Day" hört man in Ansätzen durch, dass die Allstars in den 90er Jahren mal als Punkrock-Band angefangen haben.

Torsten Holtz, AP
 
 
 
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