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Max Raabe erobert New York

Mit stürmischer Begeisterung wurde Max Raabe und sein Palast Orchester am Mittwochabend gefeiert. Sein Auftritt in der Carnegie Hall gilt als besondere Auszeichnung.

Ohne Zugaben ließ das New Yorker Publikum Max Raabe und das Palast Orchester am Mittwochabend New Yorker Ortszeit in der Carnegie Hall nicht von der Bühne: Der deutsche Musiker aus Berlin und sein zwölfköpfiges Orchester begeisterten mit einem eigens auf das amerikanische Publikum zusammengestellten Programm.

Darunter waren englischsprachige Klassiker aus den 20er und 30er Jahren wie "Night and Day", "Happy Days Are Here Again" oder "Singin' in The Rain" - in Raabes ganz spezieller Neuinterpretation. Auch das tiefe rollende "R" und der verschmitzt-sarkastische Humor des Künstlers im Smoking sorgten für offensichtliches Amüsement bei dem altersmäßig sehr gemischten Publikum.

Die zweite Carnegie-Bühne Zankel Hall war restlos ausverkauft. "Es gibt auf der Welt kaum einen anderen Konzertsaal, der für Musiker einen solchen Mythos ausstrahlt wie die Carnegie Hall", sagte Max Raabe, Sänger und Mastermind des Palast Orchesters in New York. "New York ist sozusagen der Gipfel. Es ist in gewisser Weise ein Karrierehöhepunkt."

Zur Person

Wie so viele Musiker hierzulande hat auch Raabe seine ersten musikalischen Erfahrungen im Kirchenkinderchor seiner Heimatgemeinde Lünen in Westfalen gemacht. Dort wurde er am 12. Dezember 1962 als Sohn eines Landwirts geboren, von dort zog er mit 21 Jahren nach Berlin. Während seine Altersgenossen mit gerade mal drei Akkorden im Fahrwasser der Neuen Deutschen Wellen die Hitparaden stürmten, studierte Raabe die Musik von der Picke auf: Er wurde an der Hochschule der Künste aufgenommen, wo er 1995 als staatlich geprüfter Opernsänger im Fach Bariton seinen Abschluss gemacht hat.

kbu mit DPA/AP/AP

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