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Die Talfahrt an den Börsen setzt sich fort. Der Dax eröffnete zu Handelsbeginn im Minus, auch in London und Paris purzeln die Kurse.
Vor zwanzig Jahren galt er als greller Tennis-Punk, der auch aufgrund seiner schrillen Haarpracht zum Idol wurde. Jetzt hat Andre Agassi in seiner Autobiografie gestanden, dass er jahrelang ein Haarteil trug, welches ihn sogar um einen historischen Sieg brachte.
Philadelphia-Soul boomt nach wie vor, und jetzt hat mit Vikter Duplaix einer der wichtigsten Produzenten sein künstlerisch gelungenes Solo-Debüt vorgelegt.
Nach 21-jähriger Karriere zieht sich Mega-Star Michael Jordan ohne einen letzten Sieg aus dem Profi-Basketball zurück. Selbst Verteidigungsminister Rumsfeld erwies ihm die Ehre.
Der Jetlegger ist zu Besuch bei einer Hip-Hop Crew im Getto von Brooklyn/New York. Von Graffiti, Hip Hop, Gangstern, Blunts, den Träumen vom Reichwerden und dem Leben ganz unten in der US Gesellschaft. Hier nun die Fortsetzung des Artikels ... Wir gehen ins Schlafzimmer. Hier steht eine Musikanlage vom Feinsten. Alles, was der DJ und Producer zum Arbeiten braucht. Einer der Jungs ist wohl bei der Hip Hop Gruppe "ONYX". Erst als der erste "Blunt" die Runde macht und ich auch mal daran ziehe und fürchterlich huste, weicht das Misstrauen gänzlich. Blunts sind leergemachte Zigarren Hüllen (der Marke Blunt aus Philly) mit Marihuana Füllung. Die Jungs legen eine CD mit Beats ein und fangen an zu Freestylen. Das ist, wenn man einfach so aus der Seele rappt wie es aus einem heraussprudelt, ohne viel zu überlegen. Rhymin' nennt man das dann. Es geht um das Leben. Die Arbeit. Die Frauen und die Liebe. Drogen, Gangster und das schnelle Geld. Immer wieder wechselt das Mikrofon und jeder kommt mal dran. Nur ich lehne dankend ab. Ich kann das Rappen (leider) nicht, weder in Deutsch und schon gar nicht in Englisch. Ich muss mich jetzt nicht unbedingt blamieren. Die Crew wechselt stetig. Immer wieder kommen und gehen Leute. Ich höre zu und beobachte. Bin dankbar dabei sein zu dürfen, denn Hip-Hop ist eine Subkultur. Hip-Hop ist nicht nur Rap. Es sind Graffiti, Poetry (Gedichte) und es formt einen Lifestyle. Nicht unbedingt einen Guten, denn er wurde in den Gettos geboren und von dort aus in die Welt hinaus getragen. Heute findet man Hip-Hop in allen Ländern der Welt, aber meistens in den Vorstädten und miesen Gegenden. So zum Beispiel in den Favelas Brasiliens, den afrikanischen Vorstädten von Paris und den Plattenbauten Mecklenburg-Vorpommerns. In den "Rhymes" geht es immer wieder um das Gleiche. Um das Leben im Getto. Um das Leben am Rande unserer Gesellschaft. Vom Stechen und Drücken dort unten und dem Kampf irgendwie nach oben zu kommen. Man spricht eine klare Sprache und das stört vielleicht den ein oder anderen von uns. Man spricht von Sex, Drogen, Arbeitslosigkeit, Gangs, aber auch von Zusammenhalt, Liebe, Freundschaft und dem Traum einer besseren Zukunft. Ein neuer Besucher kommt herein und wird eingeladen zu reimen. Er ist jung. Vielleicht 16. Er hat schon viele Tattoos und schaut grimmig. Meine Anwesenheit scheint ihn zu stören. Er will nicht mitmachen und schon gar nicht, solange der „Skinny“ hier ist. Ok, ich hab die Message verstanden und pack's dann. Man entschuldigt sich sogar für den "Kleinen", er sei eben jung und manchmal ein bisschen komisch. Passt schon, ich wollte ja eh nicht ewig bleiben. Für eine Stunde war ich akzeptiert. War kein Gast, sondern ein Freund, einer von ihnen und sie haben mir erlaubt an ihrem Leben teilzunehmen. Zuzuhören und zu beobachten. Aber eben nur für eine Stunde, jetzt muss ich wieder gehen, zurück in mein Manhattan Leben mit einem schönen East Village Apartment, Cafe Latte, Yuppie- und Model-Freunden. Doch die Erfahrung bleibt mir mein Leben lang. Ich will kein Hip-Hopper sein, der Lifestyle ist nichts für mich und ich komme nicht aus dem Getto. Aber jetzt verstehe ich die Musik ein bisschen besser und hör auch mal hin, wenn ein Rap Song läuft. Versuche zu verstehen, um was es geht und Hip-Hop ist mir eine der liebsten Musikrichtungen geworden. Gerade läuft ein jazzig chilliger East Coast Sound aus Brooklyn auf meiner Anlage. Nein, kein 50 Cents R&B Kram, sondern ein bisschen Mos-Def. Straight outta Brooklyn.
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