Der singende Boxer von der Reeperbahn

16. November 2012, 12:49 Uhr

Die Werbung mit Ur-Rocky Sylvester Stallone läuft auf Hochtouren. Jetzt tritt sein boxender Filmheld zu einem neuen Kampf an - als Musicalstar Rocky bei der Weltpremiere auf Hamburgs Sündenmeile.

Rocky, Musical, Hamburg, Premiere, Reeperbahn

Fertig für den bühnenreifen Kampf: Die Musical-Hauptdarsteller Drew Sarich als Rocky und Wietske van Tongeren als Adrian©

Das Kunstblut steht bereit, die nachgebildeten Rinderhälften für die Trainingsszene im Schlachthof sind präpariert und 36 Darsteller warten auf ihren Einsatz: Rocky, der berühmteste Boxer der Filmgeschichte, steigt wieder in den Ring - diesmal als Musical-Held. Seit knapp einem Jahr rührt der Konzern Stage Entertainment mit seinen prominenten Co-Produzenten - Ur-Rocky Sylvester Stallone sowie die Box-Brüder Wladimir und Vitali Klitschko - die Werbetrommel für die neue Show. An diesem Sonntag soll "Rocky - Fight From The Heart" nun im Hamburger Operettenhaus Weltpremiere feiern.

Hollywood-Star Stallone, der die Figur des Rocky Balboa für den ersten Film aus dem Jahre 1976 selbst kreierte und mit dem Überraschungserfolg drei Oscars holte, hat mit der Musical-Crew gerade erst beim Kampf Wladimir Klitschkos gegen Mariusz Wach für eine gewaltige Rocky-Werbeshow vor Millionen TV-Zuschauern gesorgt. Auch bei der Premiere soll der 66-Jährige als Stargast über den roten Teppich gehen. Zuvor aber lud Stage Entertainment noch einmal für Freitag zur Pressekonferenz mit dem Schauspieler und dem Regisseur Alex Timbers. Die Erwartungen an das Musical, für das ein Budget von 15 Millionen Dollar (etwa 11,7 Millionen Euro) zur Verfügung stand, sind groß.

Für Stallone ist Hamburg eine "Rocky"-Stadt

Es sei schließlich das erste Mal, dass ein großer, internationaler Musicalstoff von Deutschland aus in die Welt gehe, betont der Marktführer, "noch vor dem New Yorker Broadway oder dem Londoner West End". Stallone stört das nicht. "Die Geschichte passt nach Hamburg. Hamburg ist eine "Rocky"-Stadt", sagte er schon bei der ersten Vorstellung des Projekts. Und Deutschlands Musical-Metropole darf sich die Hansestadt ohnehin nennen. Stage Entertainment zeigt hier noch "Tarzan" sowie "Der König der Löwen" und errichtet ein weiteres Haus. Ein fünftes Musical-Theater plant die Firma "Mehr! Entertainment".

"Ich wollte immer ein Musical machen, aber ich habe nicht gedacht, dass es nochmal klappen würde", hatte Stallone erklärt. Für Regisseur Timbers ist die Rocky-Geschichte aus zwei Gründen wie gemacht für ein Musical: Es biete eine "innige Liebesgeschichte" und das "heldenhafte Spektakel des Boxkampfes". Das Stück basiert auf dem ersten der insgesamt sechs Boxer-Dramen. Darin verliebt sich Underdog Rocky in die schüchterne Adrian und tritt zum Kampf gegen Apollo Creed an. Musikalisch gibt es auch einen Ausflug zu "Rocky III", dessen Titelsong "Eye Of The Tiger" der Band Survivor zum Hit wurde.

Am Anfang gab es "eine gewisse Skepsis"

Der Kultfilm als Musical, Rocky und Apollo singend und tanzend? "Man hat schon gemerkt, dass am Anfang eine gewisse Skepsis da war", berichtet Britta Englisch, Sprecherin bei Stage Entertainment. "Doch damit hatten wir auch gerechnet, weil man sich eben noch nicht viel darunter vorstellen konnte." Je mehr aus dem neuen Stück aber zu hören und zu sehen gewesen sei, desto größer sei die Nachfrage nach Tickets gewesen. Jetzt gebe es für die Vorstellungen bis Ende des Jahres nur noch Restkarten.

50 Stunden trainierte Rocky-Darsteller Drew Sarich allein mit seinem Personal Trainer, um für die Rolle in Form zu kommen. 60 Minuten dauert es in der Maske, bis er sich in den Boxer verwandelt hat. Wie es ihm gelingt, das Herz von Adrian (Wietske van Tongeren) zu erobern, wollen sich am Sonntag Premierengäste wie TV-Moderator Jörg Pilawa, Rockmusiker Udo Lindenberg und Filmregisseur Sönke Wortmann anschauen.

Zum Thema
Kultur


Interaktive Datenbank: Alles, was Sie über das Dschungelcamp wissen müssen Interaktive Datenbank Alles, was Sie über das Dschungelcamp wissen müssen
stern TV-Programm
Kostenlos downloaden: stern TV-Programm für iPhone, iPad und Android-Smartphones und -Tablets Mehr Infos über die App
 
Humor
Tetsche, Haderer, Mette und Co. Tetsche, Haderer, Mette und Co.
 
Noch Fragen?

Neue Fragen aus der Wissenscommunity

  von Gast 104849: ist es möglich mit 58 Jahren (weibl.) angestellt zu werden?

 

  von hacalu: Bin zur Zeit arbeitslos, bekomme 21 Tage urlaub. Warum wird Samstag und Sonntag als Urlaubstag mit...

 

  von Gast 104798: Lohn für Wiedereinsteiger als Elektriker. Wie hoch ist der Stundenlohn?

 

  von moonlady123456: Flash-Player deinstallieren wegen Sicherheitslücke...?

 

  von Gast 104778: Sim -Karten Wechsel

 

  von Gast 104762: Ich habe bereits einen Minijob, kann man einen zweiten über seinen Ehepartner anmelden ?

 

  von Gast 104747: Wo werden Wrangler Jeans hergestellt

 

  von Gast 104735: Hausbau, steuerliche Vorteile oder auch Nachteile

 

  von Labia: Krankheitsbild

 

  von Amos: Rauchen auch auf dem Balkon bald verboten? Rauchen nur noch im Keller unter Luftabschluß?

 

  von Amos: Ich kapiere es einfach nicht: hätte ich 100.000 Schweizer Franken: wären das jetzt mehr oder...

 

  von StechusKaktus: Was genau kauft die EZB im Rahmen des QE an?

 

  von blog2011: Problem mit dem Downloadhelper auf YouTube im Firefox-Browser

 

  von bh_roth: Gibt es mehr als einen Bundespräsidenten??

 

  von Gast 104252: Umzug eines Hartz iv-Empfängers in das elterliche Haus

 

  von wiesse: Muss ein Inkassobüro den Nachweis erbringen, dass sie den Auftrag vom Auftraggeber erhalten haben

 

  von Reinhard49: wie hoch ist die Kfz-Steuer bei Dieselfahrzeugen

 

  von Gast 104125: Warum weht der Wind VOM Tiefdruckgebiet her ? Zum Luftdruckausgleich müsste ein Tief doch eher...

 

  von Celsete: Muss man sich mit dem System Hartz IV abfinden?

 

  von Amos: Hörte eben: the Secretary General für den Uno-Generalsekretär. Wieso ist das umgekehrt wie im...