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Wirbel um geplanten Auftritt von Scooter auf der Krim

Russland hat die Krim vor drei Jahren annektiert. Jetzt plant die deutsche Techno-Band Scooter dort einen Festivalauftritt - und erntet dafür heftige Kritik.

Scooter und Sänger H.P. Baxxter wollen Anfang August auf der Krim auftreten

Scooter-Sänger H.P. Baxxter will sich wegen des Krims-Auftritts nicht politisch vereinnahmen lassen

Die Technoband Scooter will Anfang August bei einem Festival auf der von Russland annektierten Krim auftreten - und erntet dafür harsche Kritik. Die grüne Europa-Abgeordnete Rebecca Harms sagte der "Bild", die Band um Frontmann H.P. Baxter würde damit "Putins Seite ergreifen". Sie warnte, "die Leute von Scooter sollten wissen, dass Künstler und Bürgerrechtler von zu jahrzehntelanger Lagerhaft in Sibirien verurteilt wurden. Ihr Auftritt dient auch dazu, all die schlimmen Menschenrechtsverletzungen auf der Krim zu übertünchen." Russland hat die ukrainische Halbinsel Krim 2014 annektiert - aus Sicht des Westens völkerrechtswidrig.


Baxxter verteidigte den Auftritt seiner Band auf der Schwarzmeer-Halbinsel. "Wir haben die Anfrage bekommen und spielen da im Rahmen eines Festivals", sagte Baxxter am Donnerstagabend in Hamburg. "Wir sehen das als rein musikalischen Event, wir spielen für unsere Fans", betonte der in Hamburg lebende 53-Jährige.

Sccoter: Lassen uns nicht vereinnahmen

Bandmanager Jens Thele sagte gegenüber dem Kölner "Express": "Scooter tritt seit Mitte der 90er Jahre in Russland und der Ukraine auf, aber niemals auf politischen Veranstaltungen."

Der Auftritt von Scooter ("Hyper, Hyper") ist für den 4. August geplant, im Rahmen des "ZB Festivals" in der Küstenstadt Balaklava (Sewastopol). Baxxter betonte: "Wir wollen und werden uns politisch nicht vereinnahmen lassen."



tis/DPA

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