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18. März 2005, 12:19 Uhr

Benefizkonzert am Kap

Will Smith im Kampf gegen Aids: Am Sonnabend wird der Schauspieler in Südafrika ein Benefizkonzert gegen Aids leiten. Das von Nelson Mandela initiierte Event ist der Auftakt zu einer weltweiten Konzertserie.

Will Smith versucht sich wieder als Sänger© Luca Bruno/AP

Will Smith war der Erste, der dem Ruf von Südafrikas Ex-Präsidenten Nelson Mandela folgte. In einem der landschaftlich schönsten Tourismus-Gebiete Südafrikas wird der US-Musiker an diesem Wochenende ein international übertragenes Aids-Benefiz-Konzert leiten. Rund 25.000 Zuhörer werden auf dem Fancourt-Golf-Anwesen von SAP-Mitbegründer Hasso Plattner erwartet. An der so genannten Garten-Route wird Smith neben Künstlern und Gruppen wie Annie Lennox oder Queen auch seine eigene Frau Jada Pinkett ankündigen. Sie will den Zuhörern mit ihrer neu gegründeten Band Wicked Wisdom einheizen.

Auswirkung von Aids auf Frauen

Bei der Veranstaltung soll ein Bewusstsein für die Aids-Problematik und die Auswirkungen der Krankheit auf Frauen im Speziellen geschaffen werden. "Unsere Zukunft hängt von ihnen ab, und wir sowie die ganze Welt müssen unsere Verantwortung ihnen gegenüber anerkennen", betonte Mandela. Allein in dem Kap-Staat sind 5,3 Millionen Menschen mit dem Aids-Virus infiziert.

Der frühere südafrikanische Präsident hatte erstmals im November 2003 zu einem Aids-Benefiz-Konzert nach Kapstadt geladen. Damals waren seiner Stiftung 5,7 Millionen Rand (650.000 Euro) zur Aids-Bekämpfung zugeflossen. Insgesamt traten gut 30 internationale Künstler bei dem Konzert auf, das nach Mandelas einstiger Häftlingsnummer "46664" in den Apartheid-Gefängnissen benannt war.

Auftakt einer weltweiten Konzertserie

Das Konzert in Fancourt knüpft an den Erfolg dieser Veranstaltung an und stellt den Auftakt für eine weltweite Serie ähnlicher Konzerte dar. Das nächste ist bereits am 11. Juni in Tromsö (Norwegen) geplant und vereint nationale Musiker wie Ane Brun, Annelie Drecker oder Madrugada auf der Bühne.

In Fancourt treten alle Musiker kostenlos auf, während Plattner alle Kosten vor Ort übernimmt. Der Erlös - zu dem auch Einnahmen der CD- und DVD-Mitschnitte gehören - geht an Mandelas Stiftung. Die Organisatoren versprechen ungewohnten Musikgenuss durch Künstler, die noch nie miteinander aufgetreten sind. So soll Katie Melua mit den Queen-Mitgliedern Brian May und Roger Taylor Stimmung machen, die ihrerseits erstmals mit Paul Rogers von der Gruppe Bad Company auftreten werden. Ein Teil des Konzerts ist Südafrikas Musikerelite gewidmet - vom "weißen Zulu" Johnny Clegg über Kwaito-Star Mandoza bis hin zur Afropop-Gruppe Mafikizolo oder der Afrikaans-singenden Rocklady Karen Zoid.

Ralf E. Krüger/DPA
 
 
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