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8. April 2010, 14:46 Uhr

Buchmacher sagen Sieg für Lena Meyer-Landrut voraus

Sie steht bei Buchmachern inzwischen auf Platz eins: Lena Meyer-Landrut wird in internationalen Wettbüros als Favoritin auf den Sieg beim Eurovision Song Contest gehandelt. Die Vorhersagen waren in der Vergangenheit erstaunlich treffsicher. Von Jens Maier

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Hat in der nächsten Woche ihre schriftlichen Abitur-Prüfungen: Lena Meyer Landrut, hier mit Entdecker Stefan Raab© Hermann J. Knippertz/APN

Bei englischen Buchmachern lässt sich auf fast alles wetten: Auf den Gewinner der Fußball-Championsleague ebenso wie auf den Sieger der britischen Unterhauswahlen oder der TV-Show "Dancing On Ice". Eine Wette sorgt jedoch jedes Jahr für europaweites Aufsehen: Wer gewinnt den Eurovision Song Contest? Sollten sich die diesjährigen Prognosen der wettbegeisterten Engländer bewahrheiten, hat Deutschland großen Grund zum Jubeln.

Seit Ende der vergangenen Woche ist Lena Meyer-Landrut bei den meisten Buchmachern an der Konkurrenz vorbeigezogen und wird mit ihrem Titel "Satellite" am meisten gewettet. Mit einer Gewinnquote von durchschnittlich 45, das heißt für zehn Britische Pfund Wetteinsatz würde ein Spieler bei einem Sieg 45 als Gewinn ausbezahlt bekommen, liegt sie knapp vor Aserbaidschan (50), Israel (90), Armenien (150) und Dänemark (150) an der Spitze. Safura aus Aserbaidschan ist mit "Drip Drop" demnach die größte Konkurrentin für Lena.

Vorhersagen erstaunlich treffsicher

Vorhersagen für den Wettbewerb gelten zwar als nahezu unmöglich, trotzdem haben die britischen Spieler in der Vergangenheit erstaunliche Treffsicherheit bewiesen. Der Sieger 2009, Alexander Rybak, lag im vergangenen Jahr bei den Wetten schon frühzeitig und klar in Führung, ebenso der Russe Dima Bilan im Jahr zuvor. Grand-Prix-Experte Jan Feddersen rechnet in seinem Blog sogar vor, dass seit dem Jahr 2000 alle Gewinner - bis auf eine Ausnahme - korrekt prognostiziert worden waren. "Der einzige Irrtum fand in den Prophezeiungen im Jahre 2002 statt, als Marie N (Anm. der Red.: Lettland) und ihr 'I Wanna' lediglich auf Rang drei als bestes Ranking vor dem Finale geweissagt worden war", schreibt Feddersen.

Auch andere Zahlen machen derzeit Mut: Das Musikvideo von Lena Meyer-Landrut, die in Oslo übrigens ohne ihren sperrigen Nachnamen antritt, wurde auf dem Eurovisions-Kanal des Videoportals Youtube bereits über 1,2 Millionen Mal abgerufen - und damit mit deutlichem Abstand zur Konkurrenz am häufigsten. Lena stößt also auch im europäischen Ausland auf großes Interesse, und das obwohl sie wegen ihrer bevorstehenden Abiturprüfungen außer ihrem "Wetten dass..?"-Auftritt in Salzburg bisher keine PR-Termine bei unseren Nachbarn wahrgenommen hat.

Fans träumen vom Sieg

Die deutschen Grand-Prix-Fans können also mit einem guten Gefühl nach Oslo reisen. Die Chancen auf eine vordere Platzierung beim größten Musikwettbewerb der Welt stehen so gut wie seit Nicoles Sieg 1982 nicht mehr. Oder wie es ein Fan auf www.eurovision.de kommentiert: "In die Top 5 zu kommen, wäre ja mal ein gewaltiger Fortschritt, und von einem Sieg darf man ja wenigstens mal träumen."

Von Jens Maier
 
 
KOMMENTARE (10 von 23)
 
gormiti (09.04.2010, 16:11 Uhr)
Fachleute hier auweia
Da gibst die Raabhasser:
Aber er war es der denGrand Prixins Leben zurück holte und mit Guildo Horn und wadde_hadde ... besser plaziert war als die sonstige Sauce.
Das man in Europa plötzlich erkannte "Die deustchen haben doch Humor" war dazu sein Verdienst.
Und Frau Lena dingsbums: Da schimpfen diese "Fachleute" über das kantige englisch und den Dialekt.
Genau der macht es eben aus. Gesangsausbildung vergiss es, den danach ist es Einheitsbrei. Das "andere" muß her. Ich bin froh, daß diese Fachleute wie Tri.star keine Ahnung haben was wirklich geht. Da muß alles perfekt und sauber sein. Das wäre der Fehler. Herr tri.star haben Sie Rock und Punk und techno begriffen? Ich fürchte nicht.
Bei Rock meine ich jetzt nicht Phil Collins. HAHAHA
martineden (09.04.2010, 10:30 Uhr)
Satellit oder Meteorit?
Ich kann mich mit Lena und ihrem Säusel-Singsang einfach nicht anfreunden, so sehr ich es versuche. Es mag altmodisch sein, aber sollte man nicht eine richtige Singstimme haben, um in einem Gesangswettbewerb anzutreten (so wie dieses Jahr z. B. die Isländerin und die Albanierin)? Lasse mich gern eines besseren belehren, aber kann man ernsthaft davon ausgehen, dass für diesen doch sehr westlichem contemporary Pop hinterhechelnden Beitrag tatsächlich die Leute aus Georgien oder Moldawien zum Hörer greifen? Der "Osten" bringt gerade dieses Jahr einige sehr regional eingefärbte Titel, wie z. B. das witzige serbische Lied. Mal sehen, was sich durchsetzt.
also_ne... (09.04.2010, 10:07 Uhr)
@ tri-star
man kann von Raab halten, was man will. Aber ihm haben wir die letzten Jahre die besten Platzierungen beim ESC zu verdanken. Vor allem mit seinem Wadde-Hadde-Dude-Da, über das sich nahezu ausnahmslos ALLE aufgeregt hatten. Danach wars gerade recht, um mal wieder eine gute Top10-Platzierung zu holen.
Also, erst mal machen lassen, und nachher aufregen!
tri.star (09.04.2010, 09:56 Uhr)
wann ist schluß mit Stefan Raabs Ego-Trip L M-L
Wenn man sie sieht, dann ist es schon schlimm genug, weil sie einfach mal keine Tanzausbildung hat und entsprechend verkrampft auf der Bühne rumzappelt, aber auch im Radio ist das Lied nervig, der falsche englische Akzent (was soll der eigentlich darstellen) macht es auch nicht besser. Ich jedenfalls hoffe auf Europa und einen wesentlich besseren Sieger, als dieses Schulmädchen ohne Stimme.
dist-bln (09.04.2010, 09:50 Uhr)
Hoffentlich ist es bald vorbei...
...setzt nicht jedes Jahr ein Hype vor dem Contest ein und auf deutscher Fan- u. Medien-Seite sieht man sich die Sache schön, ist voller Hoffnung und dann...?

Ich vermute, Sie schafft es vielleicht in die Top-Ten- man denke an die Punkte-Schieb-Vergabe Skandinavier/ Osteuropäer etc...
Tom3 (09.04.2010, 08:57 Uhr)
...das machen die doch nur,
...damit wir dann noch blöder dastehen, wenns wieder nur insgesamt ca. 12 Punkte gibt...

...fragt mal den Roger....
SethusCalvisius (09.04.2010, 00:15 Uhr)
Ich frage mich,
warum sich manche Kommentatoren immer zu Themen äußern müssen, die sie gar nicht interessieren. Wer nicht einmal weiß, wer Lena ist, hat mit dem ESC anscheinend nichts am Hut. Das ist ja legitim, aber warum muss man dann hier etwas schreiben. (oder über den berühmten Sack Reis, der ja nun schon lange nicht mehr originell ist)
Also, mir wäre die Zeit dafür zu schade.
clementine1 (08.04.2010, 22:53 Uhr)
lena in allen ehren aber...
die buchmacher scheinen schweden vergessen zu haben!
mein tip
1.schweden
2.aserbaidschan
(oder 1 und 2 andersrum)
3.deutschland
mir gefallen auch lettland(ungewohnt anders),georgien,armenien,rumänien und albanien(sehr atypischer song für dieses land)
weitere hörproben hier
http://www.youtube.com/profile?user=eurovision#g/u
ich habe jetzt noch nicht alle gehört z.b. finnland aber für mich zählt immer der erste eindruck-geht das ins ohr oder nicht und diesen umstand finde ich bei #1-#3 am besten gegeben-ist aber eben auch geschmackssache.
toi,toi,toi lena!

gman537 (08.04.2010, 22:27 Uhr)
Ein Sieg beim ESC ist doch die beste Art nicht bekannt zu werden.
Oder wer kann sich noch an die Sieger der letzten 20 Jahre und ihre Megakarrieren erinnern ?

jo--jo (08.04.2010, 20:05 Uhr)
Lena Mela
... wäre doch ein süßer Künstlername!
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