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Triumphaler Tour-Auftakt für Whitney Houston

Lange war spekuliert worden, ob das Konzert der "Soul Diven" stattfinden wird. Zu laut waren die Gerüchte um Whitney Houstons Drogenexzesse. In Hamburg feierte sie eindrucksvoll ihr Comeback.

Offiziell war es die Show dreier "Soul Diven". Doch die unbestrittene Hauptfigur am Mittwochabend in der Hamburger Color Line Arena war Whitney Houston: Der Auftakt der gemeinsamen Deutschland-Tournee mit Dionne Warwick und Natalie Cole geriet zum eindrucksvollen Beweis dafür, dass mit der zuletzt ins Straucheln geratenen 40-Jährigen noch immer zu rechnen ist. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass die "Soul Diven" ihre Tour nicht wie ursprünglich geplant in der AOL Arena beginnen konnten - und der Wechsel in die Halle zu großen Organisationsproblemen und Unzufriedenheit bei vielen Besuchern führte.

Von Alkohol- und Drogenproblemen keine Spur

"That’s what friends are for" (Dafür sind Freunde da) - für diesen Hit Dionne Warwicks präsentierten sich die drei "Soul Diven" zum krönenden Finale nicht nur erstmals gemeinsam auf einer Bühne. Er war zugleich das unausgesprochene Motto der dreistündigen Show: Warwick und Cole bereiteten mit ihren vom Publikum gefeierten Solo-Auftritten vor allem den Rahmen für die Rückkehr Whitney Houstons auf die großen Bühnen Deutschlands. Angesichts von Berichten über Alkohol- und Drogenprobleme sowie ausbleibenden Hits im Hause Houston war diese Unterstützung möglicherweise auch nötig.

Wie tief auch immer Houston zuletzt gefallen sein mag: Auf der Bühne in Hamburg war von Problemen keine Spur. Von der ersten Minute an stolzierte die Künstlerin, deren Platten sich bis heute weltweit mehr als 150 Millionen Mal verkauft haben, selbstbewusst und energisch über die Bühne. Sowohl im weißen Kleid als auch in Jeans, vor allem aber mit ihrer nach wie vor beeindruckenden Stimme riss sie ihre Fans zu wahren Begeisterungsstürmen hin.

Besonders zu Houstons Hits aus den 80er Jahren wie "I wanna dance with somebody" und "How will I know" tobte das Publikum. Längst nichts mehr zu beweisen hatte die Soul-Diva, als sie schließlich ihren möglicherweise größten Erfolg, die Ballade "I will always love you" anstimmte. "God bless you, Whitney!", schrie ein begeisterter Fan in Richtung Bühne.

Worwick und Cole begeistern mit Evergreens

Auch wenn Houstons Kusine Dionne Warwick mit ihrem Auftritt zu Beginn der Show nicht ganz so frenetisch bejubelt wurde: Die 63-Jährige wusste zu begeistern. Eine Dreiviertelstunde lang sang sie vor allem die Songs, die sie in den 60er Jahren zum Star gemacht hatten: "Anyone who had a heart"» oder "I’ll never fall in love again".

Natalie Coles Part wurde nicht zuletzt zur Hommage an ihren verstorbenen Vater, den Jazz-Musiker Nat "King" Cole. Dieser flimmerte für den Klassiker "Unforgettable" auf der Videoleinwand. Mit diesem "virtuellen Duett", ermöglicht durch digitale Technik, hatte die heute 54-jährige Natalie Cole bereits Anfang der 90er in den USA eine Reihe von Grammys eingeheimst.

Mit dem wichtigsten Musikpreis der Welt ist auch Whitney Houston sechs Mal ausgezeichnet worden. Ihren Anspruch, ein Weltstar zu sein, hat Houston mit den "Soul Diven" in der Hansestadt jedenfalls untermauert.

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