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Genau 40 Jahre ist es her, dass die Beatles ihr legendäres "White Album" veröffentlichten. Was die Zeitgenossen damals eher verwirrte, gilt heute als unumstrittenes Meisterwerk. Zu hören ist eine Band im Stadium des Zerfalls - die dabei aber einen vielschichtigen musikalischen Kosmos produziert.
Der Peinlichkeitsfaktor von Coverbands ist in aller Regel hoch bis nicht auszuhalten. "RAIN - The Beatles Experience" ist eine Ausnahme. Die amerikanische Band schafft es mit größter Detailtreue und fast perfektem musikalischem Ausdruck, die Genialität der wichtigsten Popgruppe der Geschichte zu illustrieren.
Oder: Heilige Abende in fünf Teilen. Heute: Zum Tee bei Yoko Ono. Worum es diesmal geht: Eine magische Mütze, ein junger Weihnachtsmann, Strawberry Fields (klein, aber von großer Anziehung), das Dakota Building, Alexander und Yoko Ono, Marie und ihre Eingebung und die Höhle im Park. Die Drei schliefen, fest eingeschlagen in ihre Decken, die sie nun, praktischer Weise ,wie Ponchos trugen (das war erstens bequemer und zweitens sahen der getrennte Papi, Marie und Alexander für andere Passanten jedenfalls nicht sehr auffällig aus), bis in die Mittagsstunden. Tat ihnen gut, die Ruhe und nach dem Aufwachen schnabulierten sie den Rest der köstlichen Kekse vom Fuße des Pilgrim Hill und machten sich, gestärkt und wieder guten Mutes, auf. Jedoch, sie standen auf dem Felsen (zur Erinnerung: jener neben dem Boathouse), blickten auf die fast gefrorene Oberfläche des ruhenden Sees, schauten sich an und fragten wie aus einem Munde: "Wohin geht's nun?" Wie sie auf dem Felsen standen, schon guter Dinge, aber auch ein wenig ratlos, begann sich die rote Mütze mit dem weißen Bommel, die Alexander trug - tatsächlich, kein Witz mit doppeltem Boden und keine optische Täuschung - zu regen. Maries Bruder merkte es zuerst gar nicht und sie fragte ihn: "Seit wann kannst Du mit den Ohren wackeln, Alex?" Und der kleine Mann antwortet, ein wenig pikiert: "Mariechen, Du weißt genau, selbst, wenn ich's könnte, würde ich es nicht wollen mögen." Derart gewählt zu sprechen, war seine Sache weniger, aber die Mütze, die hatte ihm etwas angetan, ihm war, als wäre er in der Minute um einige Zentimeter gewachsen. Wir wissen: Das wäre kaum möglich, außer in einem Märchen in dem es um Weihnachten im Central Park geht, in den es den getrennten Papi, Alexander und Marie nun mal verschlagen hatte. Oder besser: Es hatte sie dorthin geführt über den Atlantik, auf den Sternschnuppen, nur dass die Drei noch nicht wussten, was es mit diesem ES auf sich haben sollte. Eine erste Ahnung bekamen Marie und der getrennte Papi als sie Alexander, angetan mit der roten Mütze und dem weißen Bommel, ansahen: Er kam ihnen vor wie ein junger Weihnachtsmann, der erst einmal ihr Kommando übernahm, seinen kleinen linken Daumen lässig in den aufkommenden, ziemlich eisigen Wind Richtung Westn hielt. "Dahin müssen wir," sagte er bestimmt, weder der getrennte Papi noch Schwesterherz mochten ihm widersprechen, klare Ansage, klarer Fall, klare Sache, keine Frage. In der Luftlinie, die sich im Korridor zwischen der 72. und 74. Strasse befand, lagen, das wusste der getrennte Papi: Strawberry Fields und das Imagine-Mosaik. Es war nicht monumental ausgefallen, im ganzen Gegenteil, eher sehr bescheiden, aber dafür hatte es im Laufe der Jahrzehnte eine ungeheure Anziehungskraft auf  Menschen-Millionen entwickelt. Und in seiner Schlichtheit war es eben umso anziehender, klüger und wissender als mancher Wolkenkratzer. Also führte es unsere Dreier-Bande zu Strawberry Fields - benannt nach Strawberry Fields Forever von den Beatles, zweifelsohne einer der schönsten Songs. Ein wenig ging es herauf und herunter wie sie nach Westen im Central Park marschierten,  wobei der getrennte Papi und Marie in Alexanders kleinen Fußstapfen im Schnee traten - als wisse er aber so was von genau, wohin er sie führen sollte, standen sie nach einer sehr guten Viertelstunde (sie waren stramm gegangen) beim Imagine-Mosaik. Zur haargenau selben Zeit ging eine Balkontür auf, drüben im Dakota Building, eine sehr zierliche Frau trat heraus, sog die kalte New Yorker Luft tief ein und spürte wie aus ihrem Atem ein Wölkchen wurde, das sich verselbständigte und über die mächtige Ballustrade zu dem kleinen Gedenk-Platz für John Lennon glitt. Weil es langsam dunkel wurde, hätte man es keineswegs nach verfolgen können, aber es schien einen roten Glühfaden in sich zu tragen. Das war der Grund, warum sich Yoko Ono dort in der Höhe des Dakota und die Drei dort unten beim Imagine-Kreis in gleichen Maßen, wenn auch von einiger Ferne, in die Augen blickten. Es vergingen nur wenige Sekunden, da winkte Yoko Ono schon herüber und ein Satz erschallte: "C'mon up, guys!" Das liessen sich nun Alexander, Marie und der getrennte Papi nicht zum zweiten Mal sagen, im Park zog empfindliche Kälte auf, noch mehr Schnee hing in der festen und schweren Luft. Und die Aussicht etwa auf einen heißen Tee, einen warmen Raum und daraus sich ableitend einen wieder kühlen Kopf, bewegte sie, der einladenden Geste einer freilich an und für sich wildfremden Lady Folge zu leisten. Die Wohnung war sehr groß, eine eklektische, fabulöse, meandernde Mischung von Stilen, die sich zwischen den späten Siebzigern und dem frühen neuen Jahrtausend wähnten: Bauhaus meets Rams meets Rem Kohlhaas meets Joseph Holtzman meets Yoko Ono - oder so in der Art. Es war komplett nach dem Geschmack der Drei und Alexander eroberte sogleich das Herz von Yoko Ono, sie sagte, mit einem lieben Strahlen in ihren dunklen Augen: "I very much like your cap. Seems, you're the guy we've been waitin' for. And you're within the deadline,  Christmas Eve, you know." Der Tee, grüner für den getrennten Papi und Cranberry für Marie und Alexander, war vorzüglich, immer wieder frisch aufgebrüht von Yoko Ono und sie hatte noch Sandwiches gemacht, es war eine feine Gemütlichkeit  und der getrennte Papi plauderte mit der Hausherrin. Zum Beispiel über Sergeant Pepper's Loneley Hearts Club Band , The White Album und Some Time in New York City, sein Favoriten-Alben von den Beatles . Zwischendurch nickten Marie und Alexander ein wenig ein, nicht vor Langeweile, sondern weil die Anstrengungen der plötzlichen Reise ihnen doch in den zarten Knochen hing. Yoko Ono bemerkte zudem, dass der Schlaf sich auf die Schläfen des getrennten Papi schlich, sich dort sanft und verführerisch auf der linken wie der rechten Seite einmassierte, um sich auf leisen Sohlen weiter in die Augenlider zu senken und sich dort so schwer einzunisten, dass sie schließlich zufielen. Der getrennte Papi war auf dem extrem bequemen, durchgesessenen, dunkelbräunlichen Ledersessel eingeschlafen, seine Kinder hatten sich wie Löffelchen, auf dem grauen Sofa gegenüber, aneinander gelegt und Yoko Ono deckte alle Drei mit indianischen Decken zu, auf dass sie es schön warm hätten. Den Adventskalender, Marie hielt ihn im Schlafe mit ihren schlanken Händen fest umklammert, zog sie heraus, legte ihn auf den flachen, japanischen Holztisch, der wirklich uralt aussah. Da konnte Yoko Ono noch kaum ahnen, dass Marie am nächsten Morgen - beim Öffnen des letzten Türchens - eine Eingebung haben sollte und die Drei eine Höhle im Central Park zu suchen hätten, aber dazu alsbald mehr in der fünften Folge...
Oder: Einmal eine sentimentale Zeitreise und retour. Worum es heute geht: Ein Zuhause (ehemalig), ein Sofa (grau), eine Musik (Electro Jazz), Hamburg (kalt), New York City (warm), Kinder (kreuz und quer), Bumix (lecker), eine zweite Musik (eine dritte Stadt), Papi (Bett, nicht Sofa), Mosebach (was davor geschah). Was ist das für ein Gefühl, wenn man für einige Tage in das ehemalige Zuhause zurückkehrt? Die Mama von Alexander und Marie ist in der Stadt, in der sie und der getrennte Papi vor knapp elf Jahren geheiratet haben, genauer gesagt, in dessen berühmtestem Stadtteil, Manhattan. Der Blick über den Central Park aus dem 32. Stockwerk eines Hotels, das es nicht mehr gibt (sic), an einem Tag im Indian Summer, der perfekter kaum hätte sein können, ist noch gewärtig als sei's nicht vor über einem Jahrzehnt gewesen, die Friedensrichterin verspätet sich ein wenig, die Boathouse-Reservierung für den Abend steht, Familie und Freunde wähnen sich so glücklich wie die Zwei, um die sich die Welt in diesem Moment dreht. Oder drehen sich die Zwei um die Welt? Und um den Mond gleich mit? Eine Vergangenheit, die nun wie eine (kleine?, mittlere?, große?, verdammt lang große?) Ewigkeit daherstolziert, ohne nach hinten zu schauen, nur nach Innen und die Wehmut überwindend. Eine Vergangenheit, die vergraben ist, irgendwo, die Stelle wird keineswegs mehr zu finden sein im Dickicht der Gefühle, die sich immer unschärfer einstellen, weil sie verblassen, ja, ausfasern müssen. Es ist, wie es ist. So wie dieses graue Sofa, auf dem der getrennte Papi diesmal den Blog schreibt, ein Hochzeitsgeschenk von Freunden, das in New York gekauft wurde, fünf Zentimeter zu viel geraten war, partout nicht durch die Tür des Apartments 304 in 250 Mercer Street (Blick auf die Twin Towers), passen wollte und das, tatsächlich, nochmals gefertigt wurde, fünf Zentimeter kleiner, durch die Tür des Apartments passte und nach diversen anderen Standorten in Hamburg zu stehen kam und beim Auszug des getrennten Papi zurückgelassen wurde, weil der es nicht über das Herz brachte, es mitzunehmen, gehörte es doch nun einer Vergangenheit an, die keine gemeinsame Zukunft mehr kennt. Es ist wie es ist. Im Hintergrund läuft "Espace Baroque" von Frédéric Galliano, Electro Jazz aus jener Zeit als die Liebe noch ein wunderbares Vakuum war, in das nur zwei Menschen hineinpassten, die neugierig die Welt draußen beäugten und sich wunderten, warum nicht auch alle, alle, alle anderen Menschen genauso glückstrunken waren wie sie selbst und die Zeit, bitte/bitte/bitte still stehen sollte. Weil es eben war wie es war und immer währen musste, natürlich, keine Frage, die Antwort fiel nur positiv aus, keine Frage. Und wie's der getrennte Papi so aufschreibt, nimmt er sich eine Decke, die auf dem grauen Sofa liegt, draußen ist es kalt geworden, der Sommer ist vorbei und in Hamburg hat es keinen Indian Summer, während es in Manhattan noch hochsommerlich ist, let's groove tonight, der Teergeruch wabert durch die Stadt, es hat nur ein wenig geregnet und der Straßenbelag dampft vor sich hin und er riecht , we can boogie, als habe Helmut Lang den Teer neu erfunden, dance, dance, dance. Ruhig ist es geworden, Alexander und Marie und ihre beste Freundin Stella (zu Besuch) schlafen ihren Schlaf der Unschuld, alle waren ganz lieb als hätten sie geahnt, dass der getrennte Papi einen langen Abschied vor sich habe und sich dafür etwas sammeln müsse, um sich für Emotionen zu wappnen, die ihn sonst einholen, um ihn unweigerlich zu umhüllen wie ein Kokon, der die Raupe einschläfert, ehe sie verschlungen wird von der Wirklichkeit. Wollten auch nur ein Bumix zum Nachtisch, während der getrennte Papi mit dem blöde leckeren Zeug seinen Zuckerspiegel ziemlich überhöht. Es ist wies es ist. Der Blick fällt auf ein Kissen, darauf genietet Love und dann doch lieber noch einige Bumixe reingetan, der Sinn des Lebens ist manchmal Haribo. Vielleicht auch besser einen zweiten grünen Tee gemacht, der dampft die Kühle der vergangenen und der gegenwärtigen Gefühle fort und löst sie einfach in Wasserdampf auf, der unsichtbare Pirouetten dreht, dreht und dreht bis einem ganz und gar schwindlig ist und man sich an die Schläfen fasst, um sie ein wenig mit den Fingerspitzen zu massieren, aber eigentlich ist das Schwindelgefühl ein nette Angelegenheit.  Wie ein Spaziergang durch den Central Park und Du machst eine Pause an dem Brunnen Angel of the Waters Fountain, hälst die Hände kurz ins Wasser und der Puls wird gekühlt, nice try, im Kopf spielt Keith Jarrett sein Köln Concert wieder und wieder, wieder diese schöne Schwindel, der durch das Vakuum schneidet. Es ist wie es ist, dem Abschied gehört die Zukunft, es gibt kein Zurück in die Vergangenheit, sind doch hier nicht in einem Happy End, lediglich in einem Ende, das eben einen Anfang, eine Mitte und einen Schluss hat, der es in sich hat, weil es ein langer Abschied ist. Kiss, another one, honey. Der getrennte Papi schickt ihn über den kleinen See vor dem Boathouse und er fliegt auf die Strawberry Fields, da lässt er sich nieder, ein guter Platz für einen Kuss, der bleiben soll, gefiele John Lennon und Yoko sowieso. Es war wie es war und es wird nie wieder so werden, vielleicht schlafe ich heute ein sentimental-letztes Mal auf diesem grauen Sofa? Aber dann würde mich Alexander vergebens suchen, wenn er des Nachts rüberkommt, also lieber ins Bett im Schlafzimmer oben -  als Gast. Auf dem Boden wartet bereits ungeduldig Martin Mosebach's Was davor geschah (ein Eheroman, tatsächlich): "Da war es, als griffen überirdische Hände nach den Schnüren, die aus einem Herzensknoten heraushingen, und zögen sanft daran...". Noch ein Horchen in die Zimmer der Kinder, mucksmäuschenstill wie das Haus, die Straße, die Stadt, das Land, die Welt liegen die Mädchen kreuz und quer als seien sie mit in einem aufregenden Gespräch eingeschlummert, während der Junge, ein Bein hängt über der Decke, wie immer, das schmale Stöckchen aus dem Park wie einen Schatz in seinen Händen umklammert hütet. Sie träumen jedenfalls keinen langen Abschied, es ist wie es ist. Vor dem Einschlafen noch ein verhangener, vergangener, vergessener Blick zurück und der Herzensknoten fällt, wie bei Mosebach, auseinander. Aber dazu mehr alsbald vom getrennten Papi...
Auf der Reeperbahn in Hamburg begann vor 50 Jahren die Karriere einer Band, die kurze Zeit später weltweit die Hitparaden stürmen sollte. Zehn Fragen über die Beatles, die Kenner beantworten können sollten.
Ein Trip nach New York? Mit dem Nachwuchs? Um Himmels willen, wie soll das denn gehen? stern-Korrespondent Jan Christoph Wiechmann, Vater von drei Kindern, weiß es und widerlegt alle Vorurteile.
Das erste offizielle Remix-Album der Beatles ist da. Das Album "Love" bietet einige Klangperlen - gemischt von dem legendären Produzenten George Martin. Kreischen im Hintergrund und psychedelische Übergänge machen aus dem Album aber keine Offenbarung.
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