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Exakt 35 Jahre hat die Kultband Torfrock vor allem die Sprache und den einzigartigen norddeutschen Zungenschlag für ihre musikalischen Erfolge genutzt. Doch am Samstagabend blieb den Bandgründern Klaus Büchner und Raymond Voß erst einmal die Sprache weg.
Während des Papstbesuchs stand halb Deutschland Kopf. Ganze Felder wurden umgegraben, Fahrten achtmal geprobt, Stühle umlackiert. Und es wurde dafür gesorgt, dass Papst Benedikt XVI. seine geliebte Fanta trinken kann.
Freiheit auf amerikanisch: Auf einer alten US-Militärbasis leben Hippies, Punks, Rentner und Aussteiger in einer Camping- und Wohnwagenstadt. Ein Rundgang durch Slab City im Süden Kaliforniens.
Ell/Nikki aus Aserbaidschan siegen im ESC in Düsseldorf. Titelverteidigerin Lena schlägt sich mit "Taken by a Stranger" tapfer und schafft am Ende einen respektablen zehnten Platz.
So klangen die Songs, so tanzten die Bands, so punktete Europa. Die lange Nacht des Eurovision Song Contest in Düsseldorf - zum Nachlesen im stern.de-Liveticker!
"El Presidente" hat gut Grinsen: Stefan Raab verteidigte gestern Abend seinen Titel als Vierer-Wok-Weltmeister. Deutschlands neuer Liebling Lena Meyer-Landrut durfte zwischen unzähligen Abfahrten diverser Promis in der Dauerwerbesendung nur singen - und war schnell wieder verschwunden.
... mal drei Takte sagen? Zu Hartz IV, zu Parteispenden, zur Finanzspekulation? Es wäre höchste Zeit, des Amtes zu walten. Doch Horst Köhler tut sich schwer. Und das hat Gründe.
Fast drei Jahre mussten Fans von Robbie Williams warten - am Dienstagabend meldete sich der Popstar mit einem Konzert zurück. «Wie geht es Euch?», rief der Sänger den 3000 Zuschauern im Londoner Roundhouse zu, während die ersten Takte seiner aktuellen Single «Bodies» bereits liefen.
Wo bleibt beim Alles-immer-sofort der Digitalwelt noch das Besondere? Vor vielen Jahren, als in Radios noch Röhren steckten, saß ich oft neben meinem Cassetten-Rekorder (auch so ein Anachronismus) - Aufnahme- und Pausenknopf in Bereitschaft, genau wie mein Zeigefinger, der über den Knöpfen schwebte und nur darauf wartete, dass der NDR oder Radio ffn eines meiner Lieblingslieder spielten. Wenn dann, sagen wir, die ersten Takte von New Order oder Peter Murphy zu hören waren, musste alles blitzschnell gehen: hoffen, dass der Moderator nicht zu lange redet, klick!, genau hinhören, bis das Lied zu Ende geht, und wieder - klick! - genau im richtigen Moment auf die Stopp-Taste drücken, um den Song voll auszukosten, aber kein Gelaber mit aufs Band zu bekommen. Ich habe viel geflucht damals - Geisterfahrer suchen sich immer die falschen Momente, um Verkehrsdurchsagen zu provozieren; aber es gab auch Momente des Erfolgs, des perfekten Timings, des Triumphs. Wenn alles geklappt hatte und das Lied auf Band gebannt war. Wieder ein paar Mark Taschengeld gespart - und oft gab es das, was das Radio spielte, ohnehin erst viel später zu kaufen. All das klingt inzwischen furchtbar verstaubt und altmodisch: Spätestens seit Apple mit seinem iTunes-Laden die Musikindustrie ins 21. Jahrhundert gezerrt hat, gibt es Hits auf Abruf in Hülle und Fülle. Fast jedes Lied, das ich im Radio (oder vielmehr Online-Radio ) höre, kann ich sofort kaufen - und wenn ich das nicht gleich will, besuche ich die MySpace-Seite der Band und höre mir den Song so oft wieder an, wie ich möchte. Oder ich gehe zu Last.fm, Pandora oder Slacker. Oder, oder, oder. Es mangelt nie an Wegen, das Gesuchte, Gewünschte, Ersehnte in Windeseile zu finden und zu bekommen. Das ist ja das große Versprechen des digitalen Medienkonsums: egal, was man möchte - immer - überall - sofort. Und oft auch noch umsonst. Wenn ich eine alte Folge Magnum sehen möchte oder die neueste Folge von Rescue Me verpasst habe (neben Mad Men für mich die beste Fernsehserie im Augenblick), dann schaue ich eben ins Netz: Irgendwo gibt es das, wonach mir gerade der Sinn steht, garantiert - sei es bei Hulu, TV.com, YouTube oder sonstwo auf der Welt, womöglich bei Seiten, von denen ich noch nie gehört habe, aber die mir die trickreiche Videosuche von Bing empfiehlt. Falls vom Tag noch etwas übrig ist, kann ich mich dank meines Netflix-Abos auch gleich noch durch über 12.000 Filme und TV-Sendungen wühlen, die in der Online-Videothek auf Zuschauer warten. Mit einer halbwegs flinken Internetverbindung ist die Bildqualität ähnlich gut wie bei einer DVD. Warum ich bei alledem noch zehn Dollar (sieben Euro) ausgeben sollte, um bei iTunes Filme per Download zu kaufen - keine Ahnung. Aber auch da gibt es reichlich Auswahl, die offenbar viele Nutzer zu schätzen wissen. Vielleicht die beste Erfindung von allen ist Shazaam : ein Programm für mein iPhone, das es irgendwie hinkriegt, so ziemlich jedes Lied zu identifizieren. Ich muss nur das iPhone vor den Lautsprecher halten, dann hört Shazaam ein paar Sekunden zu, schickt die Informationen an seine Datenbank und sagt mir in fast allen Fällen, welchen Song von welcher Band ich gerade gehört habe. Brillant. Und doch komme ich mir bei alledem so langsam vor wie einer der gemästeten Dickwänste aus dem Pixar-Film "Wall-E" : so vollgestopft und träge, weil alles im Überfluss vorhanden ist, dass sich eine gewisse Ödnis einschleicht, die selbst das eigentlich Besondere ganz alltäglich und einerlei werden lässt. Das ist so ähnlich wie mit dem Essen: Selbst Kaviar und Austern, Trüffel und Tiramisu, Dom Pérignon und Châteauneuf-du-Pape verlieren wahrscheinlich ihren Reiz, wenn man sie tagein, tagaus immer wieder haben kann, ganz nach Belieben. Nicht, dass ich mich danach sehnen würde, wieder in Hab-Acht-Stellung neben meinem Cassetten-Rekorder zu sitzen - aber es wäre doch schön, wenn sich trotz des ganzen Alles-immer-sofort das Element des Einzigartigen, des Außergewöhnlichen erhalten ließe. Keine Ahnung, wie. Aber wahrscheinlich bastelt schon jemand an einer Erfindung, die genau das leistet, und wird dann damit reich, dass wir bereit sind, für etwas zu zahlen, das früher ganz selbstverständlich war: den Mangel, das Seltene, das nicht Abrufbare, das plötzlich zu etwas ganz Besonderem geworden ist.
Die Unesco-Weltkulturerbe-Stadt mit ihren 1200 Fachwerkhäusern am Nordrand des Harzes zelebriert an zwei Wochenenden im Dezember einen ganz besonderen Weihnachtsmarkt: Advent in den Höfen.
Seit dem Sturz der Taliban ist Musik wieder erlaubt, trotzdem gelten beim Sängerwettstreit in Kabul besondere Regeln. Kopftuch ist Pflicht, die Waffenkontrolle streng und die Volkszugehörigkeit fast wichtiger als die Stimme.
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