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7. Dezember 2004, 12:50 Uhr

Begeisterungsstürme und Digtiergeräte

Die Fahrt nach Dresden war ein voller Erfolg: Die Fans bejubelten das Konzert, und beim freien Tag in Dresden machten die Fantastischen Vier Bekanntschaft mit der sächsischen Sprache.

Ein Besuch beim Dresdner Saturn bringt den gemeinen Wessi schnell mal zum Lachen© Andreas "Bear" Läsker

6.12.2004
Nürnberg - Dresden... für 'nen alten "Nach-Berlin-Heizer" wie mich eigentlich Hausstrecke, kein Thema. Angekommen, ins Hotel eingecheckt, und sofort wieder den Elbflorenz-Flash bekommen. Dresden ist nachts einfach unschlagbar hübsch. Die Semperoper sieht live definitiv noch besser aus als in der Radeberger-Werbung. Und die Elbe ist eben am Ende doch ein bisschen beeindruckender als der Neckar... Da beißt die Westmaus keinen Ostfaden ab.

Da muss ich doch mal kurz reminiszieren... Wir waren 1990, ganz kurz nach dem Fall der Mauer, das erste Mal in Dresden, hatten einen Auftritt... (merket auf: das war knapp zwei Jahre vor "Dieda?!"), und zwar in der Uni-Mensa. Ich selbst war das Vor- und Nachprogramm: DJ Bear an den Turntables. Auweia... das erste Mal, dass ich es geschafft habe, selbst mit James Browns "Sex Machine" die Tanzfläche leerzuspielen... Damals war das echt noch das allseits berüchtigte "Tal der Ahnungslosen" (für Pisa-Opfer: Dresden liegt im Elbtal... hier konnte man kein Westfernsehen empfangen).

Heute war das genau das Gegenteil: Dresden...ganz ehrlich: Ihr wart auf dieser Tour bislang das beste Publikum. So laut waren nicht mal die Kölner oder die Münchner. Die Band ging nach zwei fulminanten Stunden von der Bühne und die Leute haben noch bestimmt fünf Minuten weitergesungen: "Trooooyyyy....so troooyyy"... Wahnsinn! Wieder mal hatten erwachsene Männer "Pipi inne Augen", wie der gemeine Westfale sagen würde. Vielen Dank an diese Fans, das war ein echtes Erlebnis.

Das Bett war bequem, und am Tag danach war "Offday". Hervorragende Gelegenheit, mal kurz shoppen zu gehen. Liebe Saturn-Leute, nehmt's mir nicht übel, aber besser kann man ein sächsisches Klischee nicht erfüllen... das Beweis-Foto liegt bei: "DiGtiergeräte" gibt es wohl echt nur hier. Was ham wir uns scheckig gelacht. Nicht böse sein, aber das ist schon mal nen Wessi-Brüller wert.

Ab nach Bremen... Unterwegs schreit der Kombi nach Diesel, also raus an eine in-the-middle-of-nowhere-Tanke. Der Kassenwart fragt nach meinem aus abergläubischen Gründen immer um den Hals baumelnden Tourpass. "Und... Fanta-Vier-Tour, wa? Wart wohl in Dresden... Und? Wie war's?" Ich: "Das beste Publikum überhaupt... hat Spaß gemacht." "Das denke ich mir", antwortet er unkompliziert. "Die Sachsen sind für ein gutes Konzert immer zu haben". Recht hat er. Mal sehen, was die Bremer dem entgegenzusetzen haben.

Andreas "Bear" Läsker

Andreas "Bear" Läsker

Andreas "Bear" Läsker Er entdeckte die Fantastischen Vier vor 15 Jahren in seinem Plattenladen, den er als DJ betrieb. Seit diesem Zeitpunkt managt er die Band und dokumentiert ihr künstlerisches Schaffen als passionierter Autor, Foto- und Videograf.

 
 
 
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