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5. März 2009, 18:47 Uhr

Michael Jackson sagt: "Das war's"

Seit acht Jahren hat der Mann kein Konzert mehr durchgestanden, zuletzt nicht einmal mehr einen einzigen Song. Dennoch wird Michael Jackson noch einmal auf die Bühne zurückkehren - für zehn Konzerte in London. Die Fans bejubeln das Comeback, das auch ein Abschied sein wird.

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Die Fans werden sich freuen: Michael Jackson will wieder auf die Bühne© Tim Whitby/Getty Images

Nach achtjähriger Bühnenpause startet Michael Jackson ein Mega-Comeback: Der einstige "King of Pop" kündigte am Donnerstag in London eine Reihe von Konzerten an. Tausende Fans, die sich in der Londoner O2-Arena versammelt hatten, wo Jackson auch auftreten will, jubelten ihrem Idol zu. Der Sänger, der seit Jahren in Finanznöten steckt und mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen hat, sagte nicht genau, wie viele Auftritte er plant. Postern war allerdings zu entnehmen, dass mit zehn Shows zu rechnen ist.

Es wird erwartet, dass die Konzerte schnell ausverkauft sein werden - trotz der Sorge, dass der 50-Jährige überhaupt keine Lust für eine Rückkehr ins grelle Scheinwerferlicht mehr haben könnte. Jacksons letzter Comeback-Versuch war inmitten von Berichten über gesundheitliche Probleme und Ärger mit der Justiz im Sande verlaufen. Nach der Konzertreihe werde er sich endgültig von der Bühne zurückziehen, erklärte Jackson, der ein schwarzes Jackett im Military Style mit silberner Stickerei trug und seine charakteristische Sonnenbrille trug. "Das war’s. Das war’s", sagte er unter dem Jubel der Fans. "Das werden meine letzten Shows, Auftritte, in London sein. Das war’s. Und wenn ich sage, das war’s, dann meine ich das. Dann fällt der letzte Vorhang."

Vorverkauf ab Mitte März via Internet

"Ich werde nur die Songs aufführen, die meine Fans hören wollen", sagte Jackson in seiner nur rund zweiminütigen Ankündigung. "Ich sehe Euch im Juli, und ich liebe Euch alle, tue ich wirklich, von der Tiefe meines Herzens." Die Veranstalter kündigten zunächst zehn Konzerte ab dem 8. Juli an. Karten gibt es für umgerechnet 56, 73 und 84 Euro. Der Verkauf startet am 13. März auf der Internetseite www.michaeljacksonlive.com.

Jackson hat seit 2001 kein komplettes Konzert mehr gespielt, zuletzt trat er 2006 bei den World Music Awards live auf. Dort sollte der Sänger eigentlich die Benefiz-Hymne "We Are The World" vortragen, er kam aber über die ersten Zeilen nicht hinaus und verließ die Bühne. Überhaupt hatte sich der einstige "King of Pop" seit seinem Freispruch vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs in Kalifornien 2005 kaum noch in der Öffentlichkeit gezeigt.

Klage gegen Auktion von Memorabilien

Einen Tag vor der Comeback-Ankündigung hatte Jacksons Firme MJJ Productions in Los Angeles Klage gegen Julien’s Auction House ein, um die Versteigerung von tausenden privaten Memorabilien des Popstars zu verhindern. Darin heißt es, der Auktionär Darren Julien habe Jackson versprochen, eine Liste der Objekte zu erstellen, die unter den Hammer kommen sollten. Der Sänger habe aber nicht zugestimmt, alle Gegenstände aus seinem Privatbesitz zu versteigern. Viele Dinge seien "unbezahlbar und unersetzlich", heißt es in der Klageschrift. Der Versuch, sie zu versteigern, sei "bösartig, arglistig, empörend und ohne jede rechtliche Grundlage". Julien’s Auction House sei zwar befugt gewesen, die Objekte aus Jacksons Neverland Ranch zu entfernen. Damit sei aber keine Zustimmung zur uneingeschränkten Versteigerung verbunden gewesen, hieß es weiter.

Das Auktionshaus zeigte sich völlig überrascht über die Klage. Jackson sei über die Pläne des Unternehmens von Anfang an informiert gewesen und habe bislang keinerlei Widerstand angemeldet. Juliens Firma hatte schon im Dezember angekündigt, sie werde im April mehr als 2000 Memorabilien von Jackson versteigern. Darunter befinden sich der American Music Award für "Thriller", ein Samtumhang, den Jackson 1998 zum Vatertag von seinen Kindern bekam, und ein Basketball mit einem Autogramm von Michael Jordan. Weiter sollten Platin- und Gold-Platten, eine umgebaute Harley Davidson, ein Rolls Royce sowie Kunst von Jackson versteigert werden. "Als wir diese Dinge abgeholt haben, gab es keine andere Absicht dahinter, als sie zu verkaufen", betonte Julien.

AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 14)
 
botoxia (06.03.2009, 11:17 Uhr)
Ne alte CD einlegen reicht
Wer Jackson wieder auf der Bühne sehen will, zwingt auch seine hüftkranke Oma zum Schneeschaufeln. Ein paar Songs sind gute Hits gewesen, OK, wer sie hören will, soll sich ne CD reintun. Aber dem lebenden Leichnam beim zappeln zusehen wollen? Forensisches Interesse? Der bringt´s live nicht mehr.
SethusCalvisius (06.03.2009, 00:42 Uhr)
Man sollte schon differenzieren
zwischen den unbestreitbaren musikalischen Leistungen und der ebenso unbestreitbar kranken Psysche von Michael Jackson. Was er als Komponist, Sänger und nicht zuletzt als Performer für die Pop-Musik geleistet hat, soll ihm erst einmal einer nachmachen. Der Vergleich mit Pop-Sternchen wie Madonna oder Britney, die nichts können außer ein bisschen singen und den einen oder anderen Skandal provozieren, ist absurd.
Dass er sein Leben nie in den Griff bekommen hat, ist eine andere Sache.
Necros (05.03.2009, 22:09 Uhr)
Abschied?
Wenn die Konzerte toll laufen, wird es der Anfang eines Comebacks, da gehe ich jede Wette ein. Schaut euch "Spinal Tap" an, dann kennt ihr die ganze Chose schon. Und was Priest angeht: Rob Halford trifft die hohen Tone nicht mehr und liest die Texte vom Teleprompter ab. Das schmälert die Legende doch leicht. Sind trotzdem groß, die Jungs... ^^
Julian2225 (05.03.2009, 21:34 Uhr)
Genau so ist es...
Techno Forever! Und all die, die ueber Jackson laestern sind die die irgendwelchen PSEUDOpunks Produkte abkaufen!
Die Priest fans mal ausgeschlossen obwohl die ja wohl auch schon sehr lange ueber ihren Zenith sind.
Aber auch der Stern spielt da mit, quote: "GILT thriller als das meistverkaufte album..."! GILT???? Na, selbst Fakten werden verdreht wenn man jemanden runtermachen kann!
Also besser den pseudomusikern zuhoeren, von denen es heutzutage SOOOOO wenige gibt, gell!??
forever_techno (05.03.2009, 21:26 Uhr)
Was bei allem Sarkasmus vergessen wird ...
Man mag von Jackson heute halten was man will, unbestritten bleibt: Mit seinen Alben "Off the Wall" und "Thriller" hat er Musikgeschichte geschrieben. Vor allem "Thriller" gilt nach wie vor als meistverkaufte LP, und die Songs sind grandios zeitlos. Dafür gebührt ihm Respekt.
STR_EDDS (05.03.2009, 21:18 Uhr)
oo/
Yep, Guzzi. Da lohnt sich sogar die Fahrt nach HH. :-)
.
Also - ich fand Jacko ja schon immer recht interessant. Manche Titel gefielen sogar mir. Aber ich vermute hinter seinem plötzlichen Aktionismus eher die leere Geldbörse. Oder schlimmer noch: einen Egotrip.
onkel.erwin (05.03.2009, 21:16 Uhr)
Ich verdoppele die Abwrackprämie
für diese unsägliche Gesichtsbaracke aus meiner eigenen Tasche, wenn ich diese traurige Verkörperung westlicher Dekadenz nicht länger vor Augen haben muss.
Silbador (05.03.2009, 20:44 Uhr)
Das wird ...
genauso ein Playback-Szenario wie es Madonna, Britney oder die Wackelhüfte aus Kolumbien abzieht. Bäh!!!
mighty_bender (05.03.2009, 20:38 Uhr)
Da fehlt...
...der Pommesgabel doch glatt der Zeigefinger.
mighty_bender (05.03.2009, 20:37 Uhr)
Kauf dir...
...lieber 'n nettes Priest-Shirt, Guzzi. Oder zwei oder drei. Da ist das Geld besser angelegt... .oo/ ;-)
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