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Erstmals hat sich die Mutter von Neda Agha-Soltan, deren Tod bei den Demonstrationen im Iran zum Symbol des Widerstands wurde, an die Öffentlichkeit gewandt. Sie gibt erschütternde Einblicke in den Schmerz der Hinterbliebenen und berichtet voller Liebe von ihrer Tochter.
Vor einem Monat wurde Neda Agha-Soltan während der Unruhen in den Straßen Teherans erschossen. Ihr Gesicht gilt seitdem als Ikone des Protests gegen die Regierung von Präsident Ahmadinedschad. Aber was ist von ihr geblieben? Unter anderem eine Modenschau.
Ihr gewaltsamer Tod am Rande der Proteste im Iran wurde gefilmt und das Video im Internet verbreitet. Seitdem gilt Neda Agha-Soltan als Ikone der Widerstandsbewegung. Doch warum gerade sie? Warum kein anderes Opfer der Staatsgewalt? Weil wir lieber eine schöne, junge Frau sterben sehen.
Sie ist das Gesicht der Proteste im Iran, der Mythos der Revolution in Grün, die Jeanne d'Arc von Teheran: Jene Frau, die Neda genannt wird, und deren gefilmtes Sterben die ganze Welt schockiert. Nun verbreiten angebliche Freunde und Bekannte immer mehr Informationen über Nedas Leben, ihre letzten Tage - und ihr Begräbnis.
Während die Gewalt im Iran eskaliert, kursieren im Netz Bilder von Gejagten, Geschlagenen und auch Getöteten. Aber was hat eine junge Frau davon, dass die Welt ihr beim Sterben zusehen kann? Ein lautes Nachdenken.
Diese Frage stellt die US-Comedysite "Funny or die" mit einem Sketch über den twitternden Mahmud Ahmadinedschad. Was die Web-Community antwortet? Sehen Sie selbst in der aktuellen Folge von "Ins Netz gegangen".
Ein Ende der Proteste im Iran ist nicht in Sicht. Seit dem umstrittenen Wahlsieg Ahmadinedschads eskalieren die Unruhen. Die Regierung riegelt den Staat hermetisch ab, das Internet wird zur wichtigsten Informationsquelle. Hier finden Sie aktuelle Berichte, Kommentare und Analysen zur Situation im Iran.
Iranische Sicherheitskräfte haben in ganz Teheran Trauerfeiern zum Gedenken an die Opfer der Proteste teils gewaltsam aufgelöst. Trotz eines Verbots hatten sich Tausende versammelt, die Polizei ging hart gegen sie vor. Am Grab der jungen Neda trieben sie die Trauernden mit Schlagstöcken auseinander.
Das iranische Regime bleibt hart. "Weder das System noch das Volk werden dem Druck nachgeben, um keinen Preis", sagte Irans Oberster geistlicher Führer Ajatollah Ali Chamenei. Zuvor hatte Oppositionsführer Mir-Hussein Mussawi vorgeschlagen, eine unabhängige Kommission zu gründen, die die umstrittene Präsidentenwahl untersuchen sollte.
Er war angeblich erst 13, und sein Tod hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst: Hamsa Ali al Khatib könnte in Syrien zu einer Ikone werden wie Neda im Iran. Die Wut auf den Straßen wächst.
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