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Ihr gewaltsamer Tod am Rande der Proteste im Iran wurde gefilmt und das Video im Internet verbreitet. Seitdem gilt Neda Agha-Soltan als Ikone der Widerstandsbewegung. Doch warum gerade sie? Warum kein anderes Opfer der Staatsgewalt? Weil wir lieber eine schöne, junge Frau sterben sehen.
Vor einem Monat wurde Neda Agha-Soltan während der Unruhen in den Straßen Teherans erschossen. Ihr Gesicht gilt seitdem als Ikone des Protests gegen die Regierung von Präsident Ahmadinedschad. Aber was ist von ihr geblieben? Unter anderem eine Modenschau.
Erstmals hat sich die Mutter von Neda Agha-Soltan, deren Tod bei den Demonstrationen im Iran zum Symbol des Widerstands wurde, an die Öffentlichkeit gewandt. Sie gibt erschütternde Einblicke in den Schmerz der Hinterbliebenen und berichtet voller Liebe von ihrer Tochter.
Iranische Sicherheitskräfte haben in ganz Teheran Trauerfeiern zum Gedenken an die Opfer der Proteste teils gewaltsam aufgelöst. Trotz eines Verbots hatten sich Tausende versammelt, die Polizei ging hart gegen sie vor. Am Grab der jungen Neda trieben sie die Trauernden mit Schlagstöcken auseinander.
Die Regimekritiker im Iran geben nicht auf: Oppositionsführer Mir-Hussein Mussawi hat bekräftigt, dass er die Wahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschat nach wie vor für unrechtmäßig hält. Mussawi rief seine Anhänger zu weiteren Protesten auf. Auch der unterlegene Präsidentschaftskandidat Mehdi Karubi will nicht klein bei geben.
Zwei Wochen lang sind viele Menschen im Iran auf die Straße gegangen, haben gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl protestiert. Schätzungen zufolge wurden mehr als 1000 Demonstranten inhaftiert. Einigen wird nun der Prozess gemacht. Nun gerät auch Oppositionsführer Mir-Hussein Mussawi ins Visier der Ermittler.
Die Anführer der Proteste im Iran sollten hingerichtet werden - das hat der Hardliner Ajatollah Ahmad Chatami in Teheran gefordert. Gleichzeitig erhöht sich der Druck auf die iranischen Machthaber: Die Außenminister der G8-Staaten verlangten ein Ende der Gewalt gegen Demonstranten.
Das iranische Regime bleibt hart. "Weder das System noch das Volk werden dem Druck nachgeben, um keinen Preis", sagte Irans Oberster geistlicher Führer Ajatollah Ali Chamenei. Zuvor hatte Oppositionsführer Mir-Hussein Mussawi vorgeschlagen, eine unabhängige Kommission zu gründen, die die umstrittene Präsidentenwahl untersuchen sollte.
Unerwartet deutliche Worte aus Washington: US-Präsident Barack Obama hat das Vorgehen des Iran gegen Demonstranten in aller Schärfe verurteilt. Die USA seien empört über die Drohungen und Misshandlungen. Auch das Ergebnis der Präsidentenwahl stellte Obama in Frage.
Der mächtige Wächterrat hat der Opposition im Iran eine Abfuhr erteilt: Die Präsidentschaftswahl sei rechtens gewesen und werde nicht annuliert, verkündete der Rat. Es habe "keinen größeren Betrug oder Regelverstoß" gegeben. Großbritannien reagierte unterdessen auf die Ausweisung seiner Diplomaten aus dem Iran.
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Neda Agha-Soltan war eine Iranerin aus Teheran. Sie wurde durch ein im Internet verbreitetes Video weltweit bekannt, das augenscheinlich ihr Sterben zeigt. Sie soll nach Augenzeugenberichten während der Proteste nach den iranischen Präsidentschaftswahlen 2009 durch den Pistolenschuss eines Mitglieds der Basij-Milizen getötet worden sein. Der Vorname Neda, der auf Persisch „Stimme“ oder „Ruf“ bedeutet, wurde in den Folgetagen von Protestierern gegen die angenommene Wahlfälschung in Teheran und...
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